Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 2

Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Siegfried Thieme
Gemeente
:   Riesa an der Elbe
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6258-6
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Riesa an der Elbe in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Es sind nun schon wieder knapp 5 Iahre ins Land gezogen, seitdem der erste Band 'Riesa an der Elbe in alten Ansichten' erschien.

Viele Menschen in unserer Stadt haben mir bisher Dank ausgesprochen für das Buch. Und immer wieder wurde dabei auch die Frage gestellt, ob es denn nicht auch noch einen zweiten Band geben könnte, der noch mehr zeigt, wie es in Riesa in früheren Jahren ausgesehen hat und wie sich die Stadt so entwickelt hat, Ich habe zunächst alles abgewiesen, nachdem man mich so plötzlich nicht mehr gebraucht hat. Aber steterTropfen höhlt den Stein, besagt ein altes deutsches Sprichwort, und nun ist er eben da, dieser Band 2 von unserem 'Ri esa in alten Ansichten'. Ich hoffe sehr, daß er genau so gut ankommt bei Ihnen wie sein Vorgänger. Und wer den bisher noch nicht hat, der Verlag hat eine kleine Nachauflage in Aussicht gestellt.

Im ersten Band ging es darum, ein möglichst breugefächertes Bild von unserer Stadt aufzuzeigen. Diesmal beziehe ich mich auf einige Schwerpunkte, die es verdienen, noch einmal besonders vorgestellt zu werden.

'Ganz am Anfang stehen einige Stadtpläne, die das Wachsen der Stadt in den letzten 200 Iahren ganz deutlich demonstrieren. Im [ahre 1793 har ein Chronist geschrieben, daß in Riesa 141 bewohnte Häuser vorhanden sind, in denen 801 Personen lebten. 92 Personen gehörten zum Rittergut Riesa, der Rest bewohnte die Bürger- und Bauerngemeinde. Interessant ist auch, daß es in der Stadt 37 Brunnen gibt, das Rittergut wurde über die Wasserkunst im heutigen Stadtpark mit dem kostbaren Naß versorgt. Bild 2 müßte eigentlich Lageplan des Schlosses heißen, denn das Kloster war ja schon reichlich 250 Iahre vorher aufgelöst worden. Im Stadtplan von 1940 ist nur die Innenstadt dargestellt, seit dem 15. Oktober 192 3 gehörten aber auch die ehernals selbständigen Gemeinden Gróba, Weida und Merzdorf mit zu Riesa.

Der nächste größere Absclmitt ist der Elbe gewidmet. Dieser Fluß spielte schon immer eine große Rolle irn Leben der Menschen in dieser Gegend. In ganz frühen Iahren, als noch slawische Stämme die Gegend besiedelten, war er durch seinen Fischreichtum wichtig für die Ernährung. Ein Hindernis für die Menschen war er wohl kaum, denn schon seit I 197 ist die Promnitzer Elbfähre urkundlich bekannt. Mit dem Aufkommen der Schiffahrt wuchs die Bedeutung des Flusses. An seinem Ufer siedelten sich Fischer und dann auch Handelsleute an, die dort ihre Niederlagen errichteten, Als der befestigte Elbkai nicht mehr ausreichte, wurde 1887 mit dem Bau des Riesaer Hafens begonnen. Nach seiner Erweitenmg, die 1901 beendet war, harte er eine Länge von 1340 m, In der zwanziger [ahren war der Riesaer Hafen nach Hamburg und Magdeburg der drittgrößte Elbhafen. Die in dieser Zeit rege Zunahme des Schiffsverkehrs auf der EIbe führte aber mit dazu, daß das Baden irn Fluß schließlich gänzlich eingestellt wurde.

Es folgen einige Bilder. die einen kleinen Finbliek in die Vielfalt der in unserer Stadt einmal tätig gewesenen Betriebe geben sollen. Am Anfang steht dabei wieder das Stahlwerk, denn schließlich war es für lange [ahre ein strukturbestimmender Betrieb in unserer Stadt und in ihrem Umfeld. Eine nicht geringe Anzahl heute noch in Riesa lebender Personen hat den größten Teil seines Arbeitslebens in diesem Werk verbracht und mancher davon kann es noch nicht wahrhaben, daß es den 'Hammer' nicht mehr gibt. Auch die anderen gezeigten Betriebe sind in der Stadt nicht mehr existent. Die meisten davon schon seit mehr als so Iahren, die Baumwollspinnerei hat noch bis 1990 gearbeitet. Wenngleich sich die Stadt Riesa im 17. bis Mitte des 19. Iahrhunderts schwergetan hat, ihr dörfliches Ambiente abzulegen, ist das Wirken des erstarkten Bürgertums danach nicht hoch genug einzuschätzen. Besonders nachdem die Schloßherrschaft ihren Einfluß auf die städtische

Entwicklung verloren harte und sich schließlich von dannen trollte, nahm Riesa einen unwahrscheinlichen Aufstieg. In diese Zeit fällt das Anlegen von wichtigen Straßen und Plätzen, das Anlegen einer Kanalisation, der Bau einer Gasanstalt und schließlich der Bau des Wasserwetkes. Vorbei war die Zeit, als die Bürger noch ihr Wasser an einem der Brunnen in der Stadt, der letzte steht heute noch am Durchgang, holen mußten. Jetzt kam das Wasser in der Leitung direkt bis in die Wohnung. Diesem Umstand sind die nächsten drei Bilder gewidmet.

Als eine der ersten größeren Banfinnen wurde 1814 die Firma Zäncker in Riesa gegründet. Sie war in der Folgezeit für viele Riesaer Bauherren der ausführende Baubetrieb. Noch heute finden wir in der Stadt zahlreiche Wohnhäuser und Betriebsgebäude, die von den Arbeitern der Firma Zäncker gebaut wurden. Einige davon sind im folgenden Abschnitt dargestellt. Leider konure ich nicht in Erfahrung bringen, warm diese Firma ihren Betrieb eingestellt hat.

Ein besonderes Kapitel in der Stadtgeschichte ist das der Riesaer Garnison. Erstmals wurde Riesa am 3. [anuar 1858 Garnisonsstadt. Damals zog die 3. Schwadron des 1. Reiter-Regimeuts 'Kronprinz Albert' in Riesa ein. Die Soldaten und OffIziere wurden ausnahmslos in drei Massenquanieren bei Gutsherren in der Stadt untergebracht. Zwischen Bürgern und Militär soll ein freundschaftliches Verhältnis bestanden haben. Von 1870 bis 1881 hatte Riesa keine Soldaten in der Stadt. Doch dann ging die ganze Garnisonsherrlichkeit los. Es wurden große Kasernen gebaut, vier Komplexe an der Zahl, dazu kamen noch zahlreiche notwendige Wirtschaftseinrichtungen. Im benachbarten Zeithain entstand ein großer Übungsplatz. Bis 1918 bestimmten die Soldaten und OffIziere das Leben in der Stadt auf ihre Weise, sorgten auch für einen Aufschwung des Handels und verdrehten manchem Riesaer Iungfräulein den Kopf Mit dem verlorenen Ersten Weltkrieg ging der Stadt auch die Garnison verloren.

Der folgende Abschnitt soll noch einmal an einige Gebäude erinnern, die es zum Teil heute nicht mehr gibt, manche sind baulich und die Nutzung betreffend geändert worden, einige erfüllen heute noch ihren

alten Zweck. Sie sollen den Eindruck von der Stadt abrunden. Gleichzeitig möchte ich mit ihnen überleiten zum letzten Kapitel meiner alten Ansichten aus unserer Stadt Riesa. Wie schon vor einigen Iahren im 'RiesaerTageblatt', möchte ich Sie nunmehr einladen, mit mir einen kleinen Kneipenbummel zu machen,

Das älteste noch im Heimatmuseum befindliche Adreßbuch der Stadt Riesa stammt aus demjahr 1892. In diesem Buch sind 39 in unserer Stadt befindliche Hotels, Restaurants, Gaststätten, Cafés und Weinsruben ausgewiesen. Die Riesaer Bürger hatten also ganz schön Gelegenheiten, sich den damals noch fernsehwerbungsfreien Abend angenehm zu vertreiben. Im Adreßbuch von 1913/14 sind es dann sogar 48 derartiger Einrichtungen. Und das alles wieder in den damaligen Stadtgrenzen. 26 davon möchte ich in diesem Buch zusammen mit Ihnen besuchen. Einige bemerkenswerte Gaststätten kann ich Ihnen aber nicht zeigen, weil ich davon kein Bildmaterial gefunden habe. So sollen sie hier nur auszugsweise genannt werden: 'Stadt Meißen' , 'Zum Anker', 'Gerrnania' , 'Stadt Freiberg' , 'Gambrinus'. 'Nikolausschánke' , 'Zum Dampfbad', 'Zur Post', 'Ratskeller' und 'Weißes Schloß'. Wieviele es insgesamt heute in Riesa gastronomische Einrichtungen gibt, versuche ich lieber nicht erst zu ermitteln, denn wir leben ja jetzt in einer Zeit, da es fast täglich Veränderungen gibt. Und bis zum Erscheinen des Buches kann sich da schon wieder so manches geändert haben.

Eines aber wird sich nicht ändern, mein Entschluß nämlich, mit diesem Buch meine schriftstellerische Tätigkeit über Riesa zu beenden. Ich hoffe doch sehr, daß Sie auch dieses Mal nicht enttàuscht sind von meiner Arbeit. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich wieder beim Heimatmuseum Riesa, woher ich wieder zahlreiches Bildmaterial für mein Buch bekommen habe, und bei der Firma Foto-Schróter, die für mich einige Reproduktionen angefertigt hat. Dankbar werde ich jedem sein, der mir ehrlich seine Meinung zu diesem Buch sagt.

Siegfried Thieme

An den Anfang des Buches stelle ich einige Ortspläne, um die Entwicklung der Stadt Riesa in den letzten 200 [ahren aufzuzeigen. Der erste Plan stammt aus dem [ahre 1800. Riesa hatte damals etwa 800 Einwolmer. In der Mitte des Bildes ist deutlich das Rittergut mit dem Schloß und

der Klosterkirche zu erkennen. In der Hauptstraße gab es schon einige Geschäfte. Entlang der Großenhainer Straße hatten sich die Handwerker niedergelassen. Die Meißner Straße wurde von Bauerngütern beherrscht, gut ist der verbreiterte Anger zu erkennen. Zur Elbe zu hatten

sich die Fischer und Schiffer angesiedelt. Neben dem Klosterkirchhof gab es bereits den neuen Friedhof an der Poppitzer Straße.

2 Dieser Plan zeigt das Gelände des Klosters urn 1 845. Die heute noch bestehenden Gebäudeteile des alten Klosters, das Schloß und die Klosterkirche sind gut zu erkennen. Das Abteihaus in der Mitte des Bildes wurde 1886 abgerissen. Zur gleichen Zeit wurde auch der ehemalige Schloßpark eingeebnet und es entstand der heutige Rathansplatz, Die jetzt bebaute Fläche zwischen Rathausplatz, Haupt-, Park- und Klosterstraße war damals noch Gemüseund Obstgarten des Schlosses. Schon vorher hatte der Gutsbesitzer von Welck das Rundteil, einen Turrn rechts oben im Schloßgelände, abbrechen

und dieTurmhaube auf dern Schloßturm im Klosterhof wieder aufbauen lassen.

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3 Dieser Plan zeigt Riesa etwa um die Mitte des 19. Iahrhunderts. Die Stadtbebauung ist etwa bis zur Pausitzer Straße weitergegangen. Die drei Windmühlen im Süden der Stadt und die Klostermühle im Stadtpark gibt es noch. Schon vorhanden sind die Ziegelei bei dem Vorwerk Göhlis und das Schießhaus am Weinberg. Gut erkermbar sind links im Bild die Eisenbahnanlagen der LeipzigDresdner Bahn und der Strekke nach Chemnitz, beide damals allerdings noch mit getrennten Bahnhöfen.

4 So präsentiert sich Riesa um das [ahr 1900 herum. Die Bebauung ist durchgehend bis zum Bahnhof erfolgt, die Hauptstraße hat mit der Kastanienstraße, der GartenstraBe und der Friedrich-AugustStraBe parallele Nachbarn bekommen. Neu zum letzten Bild sind die beiden groBen Casernement-Anlagen, das Eisenwerk Lauchhammer und die beiden Schneidemühlen am Elbkai. Neu ist auch der gemeinsame Bahnhof für alle durch Riesa führenden Eisenbahnlinien. Die Trasse der Pferdebahn ist gut zu erkennen. Die Gasanstalt und der Wasserturm tragen zur besseren Versorgung der Bürger bei, die Kinder besuchen die

Wasserturmschule (Knaben) und die Mädchenschule am Albertplatz.

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5 Dies ist das Stadtbild aus der Zeit um 1940. Einige der Straßennamen beurkunden die Zeit der Naziherrschaft. Neue Errungenschaften im Stadtbild sind das Städtische Krankenhaus auf dem Weinberg,dasSchvvimmbadim Stadtpark sowie die Siedlung Neue Hoffnung anstelle der Kasernen am alten Weidaer Weg. Auch die Trinitatiskirche, die Pestalozzi-Schule und die Oberrealschule sind neu dazugekommen. Nicht ersichtlich ist die Vergrößerung der Stadtfläche durch die Eingemeindung der Orte Gröba, Weida und Merzdorf

6 Immer wieder imposant smd Bilder, die das Leben und Treiben am und auf dem Elbestrom zeigen. der für unsere Stadt schon von jeher eine große Bedeutung hatte. Diese Luftaufnahme aus den dreißiger Iahren zeigt vor allem das Industriegebiet an der Elbe. Im Vordergrund die beiden Mühlenwerke von Schönherr und Hûbler, danach die Sägewerke mit ihren Holzplätzen von Brandt und Förster und hinter der Elbebrücke schließlich die rauchenden Schlote der Lauchhammerwerke.

7 EinAusblick vom Bahnhof auf die Elbe in Richtung Gróba. Wo sich das Segelboot befindet, erkennen wir links die Döllnitzmündung, die später zum Hafen ausgebaut wurde. Das weiße Gebäude links im Hintergrund gehörte zum alten Gröbaer Rittergut, 1910 ûbemahm der Elektrizitätsverband Gröba die ges arnte Anlage.

Riesa,

:: ~ansich ??

8 Reger Betrieb herrschte immer am Riesaer Landungsplatz der Dampfschiffe, denn zu den Hochzeiten der Elbeschiffahrt machten täglich bis zu zwanzig Fahrgastschiffe an den Landungsbrücken fest. Der durchgehende Schiffsverkehr für die Personenbeforderung auf der Oberelbe ging vom böhmischen Leitmeritz über Dresden bis nach Torgau.

iese. Landungsplatz der Dampfschiffe.

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