Rinteln in alten Ansichten Band 1

Rinteln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich-Wilhelm Grotefend
Gemeente
:   Rinteln
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3486-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rinteln in alten Ansichten Band 1'

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49. Oben: irn Blumenwall, nahe dem Haus auf der Vorseite, gelangen wir zu der kleinen Brücke über die Exter, die den Beschauer zum Kollegienplatz führt mit rechts der reformierten Kirche und dem Gymnasium. Links betrachten wir das stattliche Fachwerkgebäude des heutigen Amtsgerichts, das früher Stadthaus der Schaumburger Grafen war. Im 17. Jahrhundert diente es als 'Prinzenhof" den hessischen Landgrafen als Absteigequartier. Es wurde später an von Danckelmann verkauft, aber gelegentlich noch von dem Landgrafen bewohnt. In diesem Haus verstarb Landgraf Wilhelm VlIl. In der Bildmitte wieder eines der Wahrzeichen der Stadt, der Turm der Nikolaikirche.

Unten: auf dem zweiten Bild sehen wir das Krankenhaus an der Klosterstraße neben dem Landratsamt, von dem wir ein kleines Stück erkennen. Chefärzte waren hier vor dem Krieg unter anderen Dr. Kranepuhl und Dr. Doensch.

50. Diese Ansicht zeigt uns die Klosterstraße vor dem Ersten Weltkrieg. Rechts vorn sehen wir das Postamt, das 1890 erbaut wurde. Es folgen das Großhandelsgeschäft von Bowe, Inhaber Wilhelm Siekrnann (früher Burgmannshof von Bardelebens mit Wohngebäude aus der Empirezeit und noch älterer Scheune) und Eisenwarenhandlung von Eduard Matthei mit dem vorspringenden Erkerfenster. Davor die Kahlergasse, benannt nach Professor Johannes Kahler (1683-1729), der das Eckhaus bewohnte. Hinter Matthei der Verlag der 'Schaumburger Zeitung' die heute nicht mehr existiert. Dem Verlag und Druckerei C. Bösendahl, Rinteln verdanken wir unter anderem die 'Heimatblätter 1921·1940' und 1978 die Festschrift des Verschönerungsvereins Rinteln zu dessem 100 jährigen Bestehen. Links hinter dem Gitter beginnt der Kollegienplatz.

Alte Universität arn Kollegienplatz Gründung 1621

eues Gymnasiurn Gründung 1317 0 Neubau 1875(76

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Rinteln an der Weser

Alte Universität am Wall Aufhebung 1809

Reformierte Kirche mit Pfarrhaus

51. Am eben erwähnten Kollegienplatz das Gymnasium zu Rinteln, seit 1956 'Gymnasium Ernestinum', benannt nach Graf Ernst von Schaumburg, der 1610 in Stadthagen die 'Academia Ernestina' gründete und sie als Universität nach Rinteln verlegte (1621). Sie wurde im Kloster der Benediktinerinnen 200 Jahre bis zu ihrer Auflösung 1810 untergebracht. 1817 wurde das Gymnasium gegründet, das 1963 sein 150jähriges Bestehen feiern konnte. 1956 wurde ein Anbau in der neuen Turnhalle eingeweiht, zu der 1965 zwei Pavillons für vier Klassen kamen. Das Gymnasium wurde inzwischen in das Schulzentrum verlegt. Rechts zeigen wir die alte Klosterkirche des ehemaligen Jacobsklosters der Zisterzienser, später Universitäts- und Garnisonkirche. Seit 1655 reformierte Kirche St. Jacobi. Pfarrer waren unter anderem: Braunhof, Sinning, Horst, Herlyn und Gabriel.

52. Als nächstes Bild zeigen wir unweit des Gymnasiums die von der Weserstraße abgehende Krankenhägerstraße: hier fand am 18. Oktober 1913 ein Umzug statt. Wir erkennen die damaligen Honoratioren der Stadt: Amtsrat J. Rohde, Rechtsanwalt Heermann und Bürgermeister Dr. Wachsmuth. Rechts das Haus von C. Matthias (Glas, Porzellan, Haushaltswaren). Im Zug folgten der Kriegerverein und die Schulen; letztere sehen wir im folgenden Bild. Die Krankenhägerstraße trug ihren Namen wahrscheinlich nach einer Rintelner Familie.

53. Auf diesem Bild erkennen wir das Gymnasium mit seinen Lehrern, unter anderem Dr. Pulch, Dr. Heldmann, Manns, Prof. Dietz, Dr. E. Schmidt, Herr Gündel, Erdnisz, Feierabend und Tiedemann, feierlich mit Zylinder, Dahinter die Klassen, voran die Fahnenträger. Jede einzelne Klasse hatte 'ihre' Fahne. Die Damen mit Wagenrad-Hüten beziehungsweise mit Federboa. Links befindet sich das Haus von Bödicker, davor als zweiter von links Frieda Wege, Tochter des bekarmten Rintelner Mitbürgers Schuhmachermeister Wege. In der Mitte des Bildes lesen wir das Schild 'A. Wallbaum, Lohnfuhrwerk und Leichenfuhrwerk'.

54. Eine Rarität bringt dieses Bild der Sammlung von Fräulein Agnes Rohde, Blumenwall: den Abschiedskommers der Abiturienten des Königlichen Gymnasiums zu Rinteln 1912. 1m Hintergrund sehen wir die Schule sowie die Reformierte Kirche. Der Direx mit wallendem, aber zur Feier des Tages nach hinten gekämmtem Haar mit dem Katheder der Oberprima auf Wolken schwebend überreicht die 9 bis 10 'gestreßten' Muli im gemeinsamen Boot offenbar der Erde wieder; denn wir lesen das Wort 'terra'! ('Die Erde hat uns wieder'). Die 'Menge' wartet inklusive Polizisten (ist Herr Menge dabei? ) und Bieranzapfer!

55. Die nächsten vier Fotos bringen die schwierige Aufstellung des Riesenfindlings auf dem Kollegienplatz. Der Verein der ehemaligen Schüler war 1922 gegründet worden. Sein größtes Unternehmen war die Errichtung eines Ehrenmals für die im Ersten Weltkrieg gefallenen ehemaligen Schüler des Gymnasiums. Aber ehe es soweit war, galt es viele Hinderniße zu überwinden. Zwei Straßenwalzen mußten das schwere Gefährt ziehen. Hier auf der Weserbrücke, In langsamor Fahrt ging es am Postamt vorbei.

56. Bei dem Wenden des Wagens in der Klosterstraße zum Kollegienplatz hin brach dieser durch. Die Feier wurde am Sonntagmorgen des 6. August 1933 durchgeführt; der 1 000 Zentner schwere Stein konnte erst in der Nacht des 7. August errichtet werden. Er kam aus dem Siekbachtal bei Meierberg und enthält die Worte 'Klagt nicht - Kämpft'. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Jahreszahlen '1939-1945' in den Stein gemeißelt. Aus dem Denkmal ist längst ein Mahnmal geworden, schreibt Oberstudienrat Willy Hänsel in seiner Festschrift '150 Jahre Gymnasium Rinteln' und fügt hinzu: 'habent sua fata non modo libelli, sed etiam monumenta .. .'

57. Auf diesem Bild zeigen wir eine Abitur-Klasse des Rintelner Gymnasiums vor fast 50 Jahren aus Anlaß eines Kneip-Abends.

58. Ein Tanzstundenbild aus den zwanziger Jahren, das im Ratskeller von Rinteln aufgenommen wurde und Schüler und Schülerinnen vom Gymnasium beziehungsweise Lyzeum zeigt. Früheren Jahrgängen ist Lilly Lenzberg als Tanzlehrerin noch in Erinnerung, die später nach den USA ging und dort heiratete.

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