Rinteln in alten Ansichten Band 1

Rinteln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich-Wilhelm Grotefend
Gemeente
:   Rinteln
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3486-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rinteln in alten Ansichten Band 1'

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59. Hier sehen wir das Bild einer Mädchenklasse der Hildburgschule in der Ostertorstraße anläßlich eines Märchenspiels. Es ist Probe auf dem Schulhof. Ein Bild von den Vorführungen der Älteren brachten wir bereits ('Das Jahr und die 12 Monate'). Das Lyzeurn war benannt nach Hildburg, der Stifterin des Klosters Möllenbeck. Das Progymnasium bestand bis 1965. Seitdem führt den Namen 'Hildburgschule' die Realschule weiter, die sich im Schu1zentrum befindet.

60. Wenige Schritte gehen wir vom Gymnasium zur 'Eulenburg', die an der Redoute Sophie der früheren Befestigungsanlage liegt. 1905 wurde hier ein Alumnat für 14 Schüler eingerichtet, geleitet ab 1913 von dem tüchtigen Fräulein Wilhelrni, die es verstand, ihren 'Jungs' das Leben so angenehm wie möglich zu machen, schreibt Hans Günther unter andere in seiner laudatio 1930-1931. Und die 'Alumnäter' werden es bezeugen, auch der Chronist, der mit Hans Günther dort eine Zeit wohnte und zu Fräulein Wilhelmi gar 'Tante Année' sagen konnte, aus Freundschaft der Familien heraus! Als Lehrer wirkten im Alumnat die Studienräte Erdnisz, Appel und zuletzt Schwab, an den wir gern zuriickdenken ...

61. Der romantische Eingang zur 'Eulenburg', einem gotischen Bau des 14.-15. Jahrhunderts. Dieser Burgsitz gelangte schon früh in den Besitz des Klosters Möllenbeck bei Rinteln und diente als Stadthof des Priors. Später, 1651, war die 'Eulenburg' Regierungsgebäude des Landesteiles von Schaumburg, der 1647 an die Landgrafen von Hessen-Kassel gekommen war. In preussischer Zeit wurde ein Alumnat darin untergebracht, wie wir gelesen haben, danach (1935-1938) Heimatmuseum. Ab 1945 gehörte die 'Eulenburg' zum damaligen Kreiskrankenhaus. Heute ist in ihr das vielseitige und sehenswerte Heimatmuseum des Schaumburger Heimatbundes, der seinerzeit von dem Verschönerungsverein initiiert worden ist.

62. Wir begeben uns nun zur Bäckerstraße, indern wir Weserstraße-Kahlergasse gehen, von der wir schon erfahren haben, Die Bäckerstraße, von der wir schon ein Bild betrachtet haben, zählt zu einer der schönsten und wohlerhaltensten Straßenzüge der Stadt. Es lohnt sich schon, wenn man in der Stadt weilt und das Album nicht zu Haus betrachtet, langsam hier hindurch zu gehen und jedes individuell errichtete und verzierte Gebäude anzusehen.

63. Und so ist es auch mit diesem Bild, der Kreuzstraße. Diese geht von der Bäckerstraße ab, Die großen Klappen, die zu Vorratsräumen führen, auf der linken Straßenseite, die wir auf dem Bild zwar noch erkennen, sind natürlich inzwischen beseitigt, doch der Reiz der mittelalterlichen Häuserreihe beeindruckt weiterhin den Betrachter.

64. Wir gelangen wieder zum nahgelegenen Marktplatz. Dem alten Bild nach ist es das Jahr 1917. Wir sehen den Ausmarsch einer Kompanie ins Feld; sie ist vom Res. Bat. 20. Rechts erkennen wir die Bäckerei, die Eisenhandlung C.F. Wilcke, Georg Schönfeld und Hermann Gödecke. Die 'Scheune'. Am Ende der rechten Reihe wieder den Ratskeller.

65. Dieses Bild zeigt den Einmarsch der Jager auf dem Marktplatz; sie kommen von Bückeburg her. Vorn Major von Treskow, der Kommandeur der 7. Jäger. Er war vorher als Kriminalkommissar in Berlin tätig gewesen und hatte ein Buch heraus gegeben 'Von Fürsten und anderen Sterblichen', das seinerzeit Staub aufgewirbelt hatte. Vorn steht mit dem Rücken sichtbar Herr Christoph, stellvertretender Bürgermeister, der die Begrüßungsworte sprach, Bürgermeister war ab 1912 Dr. jur. Wachsmuth. Einquartiert waren die Jager in Bürgerquartieren. Das Lager befand sich gegenüber von Ludwig Korsmeier, 'Rintelner Hof', den Walter Maack unter den Gasthöfen in der Neustadt aufführt,

66. Lassen Sie uns einen Bliek noch in den Garten hinter dem Gasthaus 'Zur Krone' werfen mit der links befindlichen Kegelbahn und mit den hochstämmigen Edelrosen. Zwei Gartenhäuser befanden sich für die Gäste darin. Wir sind etwa im Jahr 1898. Vorn links steht Herr Göbel, dann Georg Mü1ler und der Gastwirt Franz Meyer mit Sohn, der 1914 schon gefallen ist. Für die Auswärtigen schreiben wir gern, daß das Gasthaus 'Zur Krone' in der Weserstraße liegt neben der Buchhandlung und Fotogeschäft Carl Hachmeister an der Haltestelle der Extertalbahn und gegenüber dem Neuen Rathaus und daß diese Beschreibung ja zu den alten Ansichten gehören muß! 'Seinerzeit - zu meiner Zeit', so hieß einst auch ein Film!

67. Oben: Flugtag in Rinteln auf dem Heinekamp. Das Bild entstand 1929. Mehrere Sportflugzeuge zeigten ihre Flugkünste, darunter dieser Doppeldecker mit Sternmotor, der über dem Gelände seine Loopings und Rollings, seine Irnrnelmann-Tums und side-slips zeigte und auch Rundflüge für die Besucher durchführte, Schon damals war jung und alt für die Kunst der Jünger des Ikarus begeistert und erschien von nah und fern in großer Zahl, und die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das Foto des Chronisten zeigt das Wort 'Rinteln'.

Unten: das zweite Bild zeigt den Bau eines Gleitflugzeuges in der Tischlerei von Prießmeier, Breitestraße, etwa im Jahr 1929. Damals war die Ausübung des Gleit- und Segelflugsports noch mit hunderten von Arbeitsstunden verbunden. Heute besitzt Rinteln einen Segelflug- und Motorlandeplatz.

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68. Zu diesen alten Ansichten gehört unbedingt auch ein Bild vom 'Waldkater'. Dieser entstand aus einem kleinen Häuschen, das sich, 1886 erbaut, am Waldrand unterhalb der Luhdener Klippen befand. 1907 wurde der stattliche Neubau errichtet, wie wir ihn auf dem Bild sehen. Wieder hatte der Verschönerungsverein den Anstoß hierfür gegeben. Wir erinnern an bekannte Namen: Vorsitzender Hermann Opitz, Stellvertreter Amtsrat J. Rohde, Bürgermeister Obstlt.a.D. E. Gaertner, Stadtvorsitzenden Vorst, Prof. Alfred Berlit, Kaufmann Kar! Lütjens (Kassierer) und Gymnasial-Zeichenlehrer Paul Gündel (Schriftführer). Beisitzer die Oberlehrer Schwarz und Schäfer, Kaufmann Eduard Matthei und Robert Dohn. Ein Haus im Fachwerkbau mit einern östlichen Flügel in einer hübschen Holzkonstruktion mit offener Veranda liegt vor uns.

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