Rinteln in alten Ansichten Band 2

Rinteln in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Friedrich-Wilhelm Grotefend
Gemeente
:   Rinteln
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4922-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Rinteln in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Die im Bild Nr. 35 gezeigte Kreuzstraße führt auf die Bäckerstraße darauf zu. Die Fachwerkhäuser sind zum Teil aus dem 16. Jahrhundert, wie Jahreszeiten ihrer Erbauung auf den Querbalken anzeigen. Die Häuser sind durchweg in einen guten Zustand versetzt worden. Es bereitet den Passanten Vergnügen, durch diese alten Straßen zu gehen.

"ben eine ens brri jur. 4:inlö[ung

er ~~~z.

rlJrbntttn-i.ll~l):tr.

~

40. Als nächstes gelangen wir zu Franz von Dingelstedts Vaterhaus in der Ritterstraße. Hier ist der Dichter, der 1814 in Halsdorf in Hessen geboren ist, aufgewachsen. Er besuchte in Rinteln das Gymnasium (Bild Nr. 46) bis zur Reifeprüfung im Jahre 1831 und studierte Theologie, wurde dann Lehrer. 1843 wurde er Bibliothekar des Königs von Württemberg und Hoftheaterintendant in München und Weimar, zuletzt Generalintendant des Hoftheaters in Wien. In Wien ist er 1881 gestorben. Franz von Dingelstedt ist Schöpfer des 'Weserliedes' in Todenmann bei Rinteln. 50 Jahre nach seinem Tod wurde der Dichter in Todenmann vor dem Gasthaus Rehse durch Errichtung eines Gedenksteins geehrt. Um den Platz auszunutzen, sei dieser Seite ein kleines Dokument vom Ersten Weltkrieg beigefügt: ein Gutschein der Stadt Rinteln vom September 1917 über 25 Pfennig! Das Bild zeigt das Archivhäuschen der Familie von Münchhausen. Es war jahrelang Beratungspunkt von Vorstandssitzungen gewesen.

r

Riotein a, d. Weser

Kurhaus "Sanatorium Petknct"

41. Weiter führt uns der (angenommene) Weg zum Kurhaus Sanatorium Parkhof. Der frühere Parkhof ist im Fachwerkstil erbaut. Vorher war er ein alter Burgsitz, der von dem Rintelner Festungsgouverneur Generalleutnant von Oheimb errichtet worden war.

42. Wir zeigen das Sanatorium Dr. Honekamp. Es liegt dem Parkhof, auf dem vorigen Bild sichtbar, gegenüber. Der Burghof ist ein Fachwerkbau aus dem 16.117.Jahrhundert. Es ist der alte Zirsenhof, der später in von Münchhausens Besitz war. In ihm ist seit 1897 eine psychosomatische Fachklinik.

43. Hier zeigen wir zwei alte Türeingänge: den Gasthof Moehle, Ecke Schul- und RitterstraBe und das Oberlicht vom Haus in der Ritterstraße 8.

44. Wir sehen auf dem Kollegienplatz die Alte Klosterkirche. Es ist ein einschiffiger Bau aus dem 13.1 14. Jahrhundert. 1655 wurde sie reformiert. Sie ist das einzig erhaltene Bauwerk des ehemaligen Nonnenklosters. Zeitweilig diente es als Universitätsund Garnisonskirche. Der Klosterhof erhielt den Namen Kollegienplatz. Der Chorabschluß ist gerade; auf dem Dach der Dachreiter.

45. Neben der Alten Klosterkirche befand sich die Universität 'Ernestinum' , sie war das ehemalige Benediktinerinnenkloster St.Jakob. Sie bestand von 1621 bis 1810 und wurde gegründet durch Fürst Ernst von Schaumburg und 1810 durch Jéröme aufgelöst. Zwei Jahrhunderte hindurch war die Universität in Rinteln eine bedeutende Kulturstätte. Gelehrt wurden Theologie, Jura, Medizin, Philosophie, Politik, Historie. Es war ein geräumiger, rechteckiger Bau, in dessem Ostflügel sich die Klosterkirche befand.

46. An der Stelle, an der die Universität stand, wurde das Gymnasium erbaut. Es wurde am 1. November 1817 eröffnet und nannte sich Staatliches Humanistisches Gymnasium, Rinteln hatte schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine Lateinschule.

47. Wir bringen zwei Aufnahmen vom Transport der Findlinge am 6. August 1933. Sie dienten als Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Schüler des Gymnasiums. Der Verein der Schüler, der 1922 gegründet worden war, hatte sie errichtet. Die Steine kamen von der Seetorbrücke her. Zwei Straßenwalzen mußten den Transportwagen ziehen. Auf diesem Bild befindet sich der Transportwagen gerade vor dem Postamt, das sich seit 1866 in der Klosterstraße befindet. Ein Neubau dieses Postamtes wurde 1889-1892 erstellt. Der Findling kam aus dem Lickbachtal bei Meierberg. Seine Inschrift lautet: 'Klagt nicht - kämpft. '

48. Wir bringen zwei Fotos von bekannt gewordenen Rintelner Schülern: links Gottfried Treviranus, Sohn des Oberamtmanns Treviranus, vormals Domaine Varenholz, danach Domaine Möllenbeck. Er war Minister für Osthilfe und eine Zeitlang Verkehrsminister. Rechts Heinrich Rohde, Sohn des Amtsrats Julius Rohde, Pächter der Domaine Möllenbeck bei Rinteln (Bild Nr. 73). Rohde war 40 Jahre lang Kaffeepflanzer am Kilimandjaro. Auf Grund seiner Erfahrungen nannte man ihn 'Kaffeekönig' . Reiseschriftsteller wie RoIf Brand, P.C. Ettighofer und A.E. Johann besuchten ihn und schrieben über ihn. Das Gymnasium besuchte er in Rinteln von 1883 bis 1889. Er starb in Rinteln 1956.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek