Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Rönneburg-Sinstorf
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2755-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Rönneburg und Langenbek gehörten seit Jahrhunderten zur Kirche nach Sinstorf. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Rönneburg eine eigene Kirche in dem alten Bockelmann'schen Hause an der Rönneburger Straße. Außer dem Sinstorfer Friedhof gab es schon den Langenbeker Friedhof am Frankenberg, aber seit 1975 befindet sich am Meckelfelder Weg ein neuer Friedhof, auf dem nun auch viele Rönneburger, die in Sinstorf oder Langenbek keine Familiengrabstätte haben, zur letzten Ruhe gebettet werden, denn Sinsterf liegt ein gutes Stück weiter entfernt. Diese Gemeinden wurden wie viele andere am 1. April in 1937 zu Groß-Hamburg eingegliedert.

Die ersten Höfe entstanden in der unmittelbaren Nähe der drei Buchen am Burgberg, deren freiliegenden Wurzeln so seltsame Gebilde darstellen. Stets war 'die Burg' Mittelpunkt des Dorfes. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts vergnügten sich die Menschen bei Gastwirt Küster am Burgberg und im Zweiten Weltkrieg trieben die Einwohner des Dorfes einen Stollen in den Berg, um dort Schutz zu suchen vor den todbringenden Luftangriffen.

Dies Buch soll keine Chronik sein, sondern den Alteingesessenen eine Erinnerung an die 'gute alte Zeit' und den neu Hinzugezogenen ein Kennenlernen des Vergangenen ihrer neuen Wohnstätte.

Die Verfasserin möchte an dieser Stelle all denen danken, die durch ihre Hilfsbereitschaft - seien es nun Hinweise, Auskünfte oder Bildmaterial - zur Zusammenstellung dieser Bilddokumentation geholfen

haben. Alle namentlich zu nennen, ist aus räumlichen Gründen nicht möglich. Zwei Herren [edoch, die der Verfasserin die ersten Schritte zu diesem Buch erleichterten, sollten nicht ungenannt bleiben: Herr Wilhelm Marquardt aus Immenbeek für seine wertvollen Ratschläge und Herr August Höpker aus Rönneburg, der es durch seine Aufzeichnungen aus den vermutlich beim Abbruch der Rönneburger Schule im Februar 1978 vernichteten drei Bänden der Schulchronik ermöglicht hat, daß noch übersichtlicher Binbliek gegeben war.

Benutzte historische Quellen sind in den Unterschriften zu den Bildern angegeben.

Bildersammlungen:

Rönneburg: Herr Ernst Cramer, Herr Jürgen Hargens, Frau Dora Koch, Herr Rainer Laue, Frau Magda Lethe, Frau Hertha Lorenzen, Frau Magda Lühring, Frau Erna Marquard, Frau Frieda Marquard, Frau Martha Menck, Frau Lisa Metschulat, Frau Elfriede Moll, Herr Ernst Meyer, Herr Heinz Meyer, Herr Peter Meyer, Frau Bertha Oeppert, Frau Marie Thielke, Frau Lisa Tödter, Frau Lene Wagener, Frau Ida Wendt, Frau Annemarie Wilkens, Herr Adolf Wöhlert und Herr Heinrich Wüb beo

Langenbek: Frau Ilse Riege.

Sinstor]: Frau Marie Bergeest, Frau Alwine Meyer, Herr Heinrich Meyer, Herr Walter Schwich und Herr Karl Wilhelm.

1. Das sogenannte 'Leutnantshaus', das nach Anton Friedrich Cramer seinen Namen hatte, der 1749 als Sohn des Ziegeleiverwalters und späteren Deichinspektors in Wischhaven geboren wurde. Er heiratete 1798 die jüngste Tochter des Vogtes vom Höpen und eben dieser Vogt Cumme starb am Hochzeitstage seiner Tochter. Als Leutnant in der Franzosenzeit ließ Cramer auch den Garten beim Hause nach französischem Stil anlegen. Drei Eiben aus dieser Zeit sind inzwischen große Baume geworden und stehen noch auf dem Hof, der heute Christian Meyer gehört.

Ein Profilbild von Anton Friedrich Cramer zeigt ihn noch mit dem Zopf der damaligen Mode.

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2. Anstelle des Leutnantshauses im Steinfachwerk wurde dann gegen Ende des vorigen Jahrhunderts dieses massive Wohnhaus mit Ziegeldach errichtet. Der Französische Garten blieb erhalten. Als der Hof 1906 versteigert wurde, hat Christel Meyer ihn erworben. Durch Kriegseinwirkungen wurde das Haus 1944 völlig zerstört, jedoch konnte der Eichenbalken von 1732, der noch von dem ersten Vogt Cumme stammte, geborgen werden. Ein neues Haus wurde auf der Hofstelle wieder gebaut, und die großen Silos für den landwirtschaftlichen Betrieb sind von der vielbefahrenen Vogteistraße nicht zu übersehen.

3. Der schöne Fachwerkgiebel von 'Babens Bur' (Heinrich Wübbe) hatte einen geschnitzten Balken mit einer Inschrift aus dem 17. Jahrhundert. Der genaue Text ist leider nicht mehr zu ermitteln, aber es ging daraus hervor, daß ein Wübbe eine Tochter des bisherigen Bauern Darboven geheiratet hatte. Seit dieser Zeit sitzen die Wübbes auf diesem Hof mit nur einer Ausnahme, als ein Peter Behr als Interimswirt hier lebte. Aus dem plattdeutschen Darboven (=Dababen) haben sich die beiden letzten Silben bis heute in dem Hausnamen 'Baben' erhalten.

4. Gesamtansicht von Laubenheim.

Laubenheim liegt unmittelbar bei dem Mainzer Vorort Weisenau. 1905 hatte es 1 600 Einwohner. Diese Zahl hat sich seitdem mehr als verdoppelt. Der Weinbau dagegen, der 1902 noch 750 Morgen betrug, nahm über 200 Morgen ab. Im Mittelalter war Laubenheim im Besitz des Erzstiftes Mainz. Es unterstand dem Amtmann von Nieder-Olm und gehörte auch zur dortigen Amtsvogtei.

5. Hier stehen die Lohmann-Zwillinge mit einem Mädchen vor dem elterlichen Hause, Der Vater Adolf Lohmann hat als Makler beim Verkauf vieler Häuser zu der Zeit mitgewirkt. Als Peter Meyer aus Sinstorf später eine der Töchter heiratete, hat er einiges investiert, um die Kleinköthnerstelle wieder in guten Zustand zu bringen, aber die Landwirtschaft gab er bald auf. Dafür begann er 1925 einen Milchhandel in Harburg und Sinsterf. Erst ging es mit Pferd und Wagen und später motorisierte er seinen Handel. In den letzten Jahren seiner Tätigkeit hatte er dann noch einen Kolonialwarenladen in Sinstorf hinter dem Friedhof. Dies Haus in Rönneburg steht heute noch, ist jedoch mit dem Bild nicht mehr zu vergleichen. Nach mehrmaligem Besitzwechsel steht es sehr schmuck mit dem ehemaligen Schweinestall an der Straße 'Wittheck'.

6. Hier bietet sich ein schöner Überblick auf die ehemalige Großköthnerstelle Nr. 9 von Hermann Behr an der Ecke Wittheck und Vogteistraße. Die Steine für die Straßenpflasterung liegen schon bereit. Behrs alte Scheune an der linken Bildseite steht heute noch, aber man sieht ihr das Alter schon an. Das helle, ursprünglich als Altenwohnsitz gebaute Haus mit Stallgebäude und dem schön angelegten Garten, wurde dann aber von Fritz Meyer aus Moor erworben, dessen Kinder es heute noch bewohnen. Das alte Behr'sche Wohnhaus mit den daneben stehenden Gebäuden wurde inzwischen abgerissen. Dafür findet der Betrachter heute beim Teich einen Bungalow mit angrenzendem Treibhaus.

7. Die Kleinköthnerstelle Nr. 12 gehörte 1896 noch Heinrich Wagerier. Von ihm kaufte der Privatier Theodor Gleichmann aus Altona das Anwesen, der es für seinen Gärtner und Kutscher verwendete. Er selbst hatte seinen Sommersitz in dem ebenfalls erworbenen Vollhof Nr. 3 - heute das Städtische Kinderheim Vogteistraße, Seine prachtvollen Pferde hatte er in Küsters Scheune untergebracht, die gegenüber vom 'Rönneburger Park' stand und in der Nacht des 14. Oktober 1892 infolge Brandstiftung durch den Knecht Fink mit den darin befindlichen Vollblutpferden, Hunden und Hühnern vernichtet wurde. Im Jahre 1906 erwarb Max Brinckman den gesamten Besitz. War der Park bei Gleichmann schon schön, so wurde jetzt ein kleines Paradies daraus. Das Haus Nr. 12 ist älteren Rönneburgern noch gut bekannt als Gärtnerei Adolf Drescher. Jetzt befindet sich dort das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Rönneburg,

8. So sah die Vogteistraße um 1930 aus. Auf der abgebrannten Hofstelle Nr. 6 waren schon zwei neue Häuser gebaut: Simon und Wilkens. Rechts steht das alte Haus, das Thöne von Uh u-Meyer gekauft hat mit der neu errichteten Selterbude an der Straße. Hier hat wohl so mancher Rönneburger Knirps heimlich seine ersten Zigaretten gekauft. Dahinter steht das Haus Nr. 23 von Kuhlmann. Es steht so dicht an der Straße, weil hier früher ein Ausschank gewesen ist. Die Fuhrwerke fuhren dann dicht ans Haus heran und konnten durch eine Klappe direkt bedient werden. Bei dem heutigen Autoverkehr ist diese Ecke allerdings schon manchem Autofahrer zum Verhängnis geworden.

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