Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Rönneburg-Sinstorf
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2755-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten'

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9. Rönneburg Nr. 15: Wesehnann. Das alte Rauchhaus ohne Schornstein, es wurde noch am offenen Feuer gekocht, und unter dem Wiemen hingen Speek, Schinken und Würste zum Räuchern. Neben dem Haus die kleine Scheune, in der 1892 der Mord an der jungen Frau Weselmann durch den Knecht Fink geschah. Ihr Mann Kar! Hermann Weselmann starb zwei Jahre danach an Auszehrung, aber im Dorf sagte man 'am gebroehenen Herzen', Anfangs hatte man ihn sogar des Mordes an seiner Frau verdächtigt.

Die Weselmanns, knapp zwei Jahre verheiratet, hatten noch keine Kinder, der einzige und älteste Bruder war schon 1883 gestorben, so trat die älteste Schwester Elisabeth Hesse geborene Weselmann das Erbe an.

10. Die Straße Holzhäuser ist hier schon gepflastert. Das Haus von 'Gemiise-Marquard' und auch das dahinter liegende von Böhrs (noch mit Scheunentor) haben noch das alte Strohdach. Über zweihundertfünfzig Jahre sind es her, als sich der erste Claus Marquard hier ansiedelte. Vor Marquard beim linken Telegraphenmast ist der Weg 'Pepers Seeg' zu erkennen. Peper war der Vorfahr des heutigen Besitzers Böhrs und Seeg ist eine Niederung, zu der dieser Weg führt. Am Ende dieser Niederung war früher ein kleines Waldstück, das aber leider dem Wohnungbau weichen mußte, Obwohl beide Häuser noch stehen, ist vom hier ersichtlichen dörflichen Charakter nicht mehr viel geblieben. Vor einem Jahr wurde die Straße asphaltiert und zu beiden Seiten wurden plattenbelegte Fußwege hergestellt.

11. Die Familie Friedrich Weselmann vor ihrem stattlichen Haus. Es soll als erstes Haus in Rönneburg einen Schornstein erhalten haben, was der Familie dadurch den Ruf einbrachte, 'reiche Leute' zu sein. Die Mutter von Friedrich Weselmann hatte auch wohl eine gute Mitgift bekommen, denn sie war eine Tochter des Vollhöfners Johann Heinrich Wilhelm Meyer aus Lürade, Vater Weselmann hat seine Flinte dabei, denn er ging sehr gerne auf die Jagd. Es war noch eine geruhsame Zeit, trotz vieler Arbeit: Die Hektik von heute herrschte damals noch nicht. An warmen Sommerabenden saßen alle unter dem großen Baum auf der Bank, es wurden alte Volksweisen gesungen und die Mutter hatte immer ihr Strickzeug dabei.

12. Vor seiner im Jahre 1894 erworbenen Kleinköthnerstelle steht der Steinsetzer Heinrich Weseloh mit Frau und Kind bereit, zur sonntäglichen Radtour. Fast zweihundert Jahre lebte die Kleinköthnerfamilie Meyer hier, bis eine Tochter das Anwesen verkaufte. Der Steinsetzer bekam gut zu tun, denn bisher waren nur wenige Straßen gepflastert. Nach mehrfachen Umbauten - so wurde zum Beispiel das alte Fachwerk mit einem Verblendstein verdeckt - fiel das Haus 1944 einem Bombenangriff zum Opfer. Der Sohn des Erwerbers - inzwischen Firmenchef - fand dabei den Tod. Heute führt der dritte Weseloh das erfolgreiche Unternehmen, um es zu gegebener Zeit seinem auch schon erwachsenen Sohn zu übergeben.

13. Rönneburg NI. 21 - Busch-Marquard. Das bisher noch bewohnte Haus, dessen Abbruch allerdings schon in Kürze geplant ist, trägt hier noch das alte Strohdach. Etwa um 1930 erhielt es dann aber ein festes Dach. Der Großvater dieses kleinen Jungen im Matrosenanzug, Johann Marquard, kaufte diese Kleinköthnerstelle 1883 von Heinrich Brandt (Enkel des Schmiedemeisters Brandt aus Sinstorf). Der Sohn von Johann Marquard begann hier seinen Milchhandel und ist allen bekannt als 'Milchmann Marquard'.

Auch auf diesem Grundstück befindet sich eine Quelle, aus der sich früher die in der Straße Holzhäuser wohnenden Nachbarn ebenfalls ihr Trinkwasser holten. Es wurde weißer Sand an die Quelle gebracht, damit das Wasser schön rein und klar war. Man hatte aber immer ein gutes Stück zu laufen mit seiner Dracht, da mußte man schon etwas sparsamer umgehen mit dem Wasser als heute.

14. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde aus einem alten Schafstall diese Kleinkothe hergerichtet. Johann Peter Heinrich Schütt, der aus dem Ersten Weltkrieg nicht zurückgekommen war, hat das Haus noch bewohnt, in dem seit etwa zweihundert Jahren seine Vorfahren gelebt hatten. Seine Witwe Berta Schütt ließ in den dreißiger Jahren erst einen neuen Stall und danach ein Wohnhaus auf dem Grundstück errichten, so daß das baufällige alte Gebäude abgerissen werden konnte. Vor dem Hause liegt der ehemalige Brinckman'sche Park, heute für jedermann zugänglich, getrennt durch die vielbefahrene Vogteistraße.

Das Bild ohne Schornstein ist etwas älter und von der Straßenseite gesehen. Von der Gartenseite is der Eingang, und über der Tür hängt die lange Leiter zum Obstpflücken. Das kleine Fenster rechts gehörte zur 'guten Stube', Rechts im Bild erkennt man die noch stehende Scheune von Flügge, schon auf der anderen Straßenseite.

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15. Im Jahre 1904 wurde im früheren Küster'schen Wohnhaus eine Gastwirtschaft eingerichtet. Zwei Generationen Küster, nach denen Küstersweg und Küstersstieg benannt wurden, waren in ihrem Beruf sehr rührig. Auf Betreiben des Gastwirts Küster war es sogar gelungen, daß die Eisenbahn eigens für die Sonntagsausflügler in Rönneburg hielt. Hinter dem Gasthaus ist noch heute ein schattiger Kaffeegarten. Die Veranda, die früher zum Tanz und auch als 'Eßsaal' diente, steht nicht mehr, Dahinter am Burgberg sorgte eine Musikkapelle für Unterhaltung. Der Verdienst soll so gut gewesen sein, daß das Geld in Bierseideln gezählt wurde. Der 'Rönneburger Park' gehörte von 1908 bis 1918 Wilhelm Neddermeyer, Aber noch heute, ein dreiviertel Jahrhundert danach, ist der 'Rönneburger Park' gesellschaftlicher Mittelpunkt Rönneburgs geblieben.

16. Es sind fast hundert Jahre her, da kaufte Ludwig Schnell dieses Anwesen von Wilhelm Klipp. Nach wiederholten Urn- und Anbauten wird das Haus jetzt vom Enkel bewohnt. Die später daneben erbaute Scheune dient nun als Lagerhalle der Firma Rudolf Allers. Lag der ehemalige 'Klipp'sche Freiheitshof" damals ganz allein ein gutes Stück vom Dorfkern entfernt auf der Höhe, so ist die 'Rönneburger Freiheit' jetzt dicht besiedelt. Die dort erbauten Einfamilienhäuser haben einen schönen Bliek über das Dorf und den schönen, unter Naturschutz stehenden Burgberg.

17. Im Jahre 1836 wurde der Vertrag unterzeichnet, daß Matthias Meyer von seinem Bruder, dem Vollhöfner Christian Meyer, das Grundstück Nr. 27 erhielt. Als Einverständnis machten sie jeder drei Kreuze, denn beide konnten zu der Zeit noch nicht schreiben. Friedrich Christoph Gerding hat mit Unterschrift die Richtigkeit des Vertrages bezeugt. Das alte Haus wurde etwa 1927 wegen Verfall abgebrochen; links daneben steht schon das neu erbaute Wohnhaus. Im Hintergrund ist die Gärtnerei von Adolf Drescher zu erkennen. Auf dem Bilde von links Familie Rotkohl, die noch im alten Haus wohnte, Dora Weselmann, Meyers Mudder mit der weißen Halbschürze und die beiden Kinder neben ihr sind wahrscheinlich Waisenkinder.

18. Das Haus von Heinrich Wagener steht heute noch fast unverändert an der Ecke Vogteistraße und Radickestraße, aber die Umgebung hat sich um so mehr verändert. Die Birken sind längst gefällt und del; Graben hinter dem Holzlattenzaun ist zugeschüttet. Vor zehn Jahren sind die Besitzer in einen dahinter errichteten Neubau gezogen und das alte Haus ist unbewohnt, Über vierzig Jahre war hier die 'Endstation' der Straßenbahn; jahrelang war es die Linie 33, später gab es dann mehrfach Veränderungen. Hier verlief auch die Grenze zwischen Wilstorf und Rönneburg. Die beiden Wagener-Madehen in ihren hell-karierten Kleidern stehen bei ihrer Oma vor dem Haus.

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