Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Rönneburg-Sinstorf
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2755-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten'

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39. Hier stellt sich die gesamte Familie Weselmann (Rönneburg Nr. 19) dem Fotografen. Der große Eichhof ist abgeholzt worden: Achtzehn große Eichen und für jede gab es tausend Goldmark, das war ein ganz schöner Batzen. Bauer Behr übernahm den schwierigen Transport nach Harburg zum Abnehmer. Im Hintergrund die Kanzlerstraße bei Bäcker Till. Der Bliek von der Vogteistraße war nur durch ein paar Bäume und Büsche behindert. Heute ist diese Aussicht durch zahlreiche Häuser verbaut und an der Kanzlerstraße hat vor zwei Jahren die Druckerei Schüthe ihren Betrieb, der bisher in Wilhelmsburg war, eröffnet.

40. Oben: Die Dorfbewohner beim Bau des Ehrenmals für die Getallenen des Ersten Weltkrieges. Laut Schulchronik stammte der Entwurf von Zeichenlehrer Lohmann, Christian Meyer gab den Platz und die Bauausführung hatte ein Hintze. Sämtliche Namen der Gefallenen sind auf einer Tafel am Stein angebracht. Unten: Bei der Einweihung des Kriegerdenkmals im Jahre 1927 waren die Hinterbliebenen der Gefallenen geladen. Harburgs Oberbürgermeister a.D. Heinrich Denicke hält hier eine Ansprache. Rechts hinter ihm die große Dame mit Hut ist Frau Dora Schnell geborene Küster, der viele Bilder dieses Buches zu verdanken sind. Ganz links der von Herrn Lehrer Märtens geleitete gemischte Chor.

41. Der Rönneburger Schützenverein von 1897 bei der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Der Schützenkönig wurde noch mit einem Pferdegespann von seinem Hause abgeholt. Die Holzplanke um den Brinckman'schen Park, in dem bei Feierlichkeiten Lampions aufgehängt wurden, sollte das Zuschauen der Dorfbewohner verhindern, jedoch die Kinder fanden immer ein paar Astlöcher, um ihre Neugier zu stillen. An der rechten Straßenseite sind die Büsche noch sehr klein und über Christel Meyers Grundstück, auf dem unter den Bäumen Rindvieh weidet, ist ein Trampelpfad erkennbar. Das neue Haus von Berta Schütt stand noch nicht, nur Flügges Scheune, die heute noch an der Ecke Kanzlerstraße steht.

42. Übung der Feuerwehr in Rönneburg. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1934 gegründet. Vor dieser Zeit war es für jeden Einwohner Pflicht, sich im Notfalle bei einer Brandbekämpfung einzusetzen. Rechts ist noch ein Teil der großen Eiche sichtbar, die vor dem gleichnamigen Gasthaus steht, Heute befindet sich hier eine Endstation der HHA-Busse. Bis zum Haus von Thöne, der es von Peter Meyer erworben hatte, sind inzwischen einige Häuser errichtet worden, so zum Beispiel der Schmied Heuer und nach dem Zweiten Weltkriege die Tischlerei GögeL Peter Meyer hatte das Haus vor mehr als hundert Jahren von den Erben des Försters Gerding gekauft, der Förster hatte es aber meistens an Offiziere 'verheuert',

43. In der Rönneburger Schulchronik befand sich die Eintragung, daß schon 1907 ein Fußballklub von Lehrer Pieper gegründet wurde, aber keine große Spielbegeisterung vorhanden war. So schlief das Unternehmen bald wieder ein. Der 'SV Rönneburg' - Arbeiter Sport-Kartell wurde dann 1923 gegründet und hatte seinen Sportplatz im Schnaak, in der Steinschlucht. Als 1933 alle derartigen Vereine verboten wurden, führten die Fußballer den mit so viel Eifer aufgebauten Verein unter dem Namen 'Roland' weiter, bis es nach dem Zweiten Weltkriege wieder möglich war, als 'SV Rönneburg' ihre Tore zu schießen.

44. Hier haben sich die Kegelbrüder vom Klub 'Alte Herren Rönneburg' anIäßlich einer Versammlung dem Fotografen gestellt. In der hinteren Reihe von links stehen: Paul Reitsch (Fisch-Reitsch), Willi Haase, Bernhard Harms, Otto Freyer, Lehrer Otto Märtens und Willi Müller (Bankmüller), In der vorderen Reihe sitzen: Kruschke, Bauer Heinrich Wübbe (Babens), Peter Sahling, Karl Rohde und Wilhelm Meyer (Onkel Wilhelm). Kegelbahnen gab es zu der Zeit schon zur Genüge, wenn auch noch nicht nach den heutigen Normen. Man betrachte einmal die wuchtigen Kegel auf dem Bild und vergleiche mit den schön geformten der heutigen Zeit,

45. Nachdem 1930 die Jägerstraße ausgebaut wurde, konnte am 1. April die erste Straßenbahn Linie 33 - bis Rönneburg fahren. Vorher bestand ein Busverkehr im Abstand von zwölf Minuten. Der Straßenbahnftihrer trägt dicke Fausthandschuhe, einen hohen, warmen Kragen und hat sich die Mütze weit über die Ohren gezogen, denn die Plattform war offen und der Fahrwind machte die Tätigkeit nur noch unangenehmer. Aber dennoch war es eine begehrte Arbeit in der Uniform, immer sauber, krisenfest und pünktlich den Lohn zu erhalten, das war schon erstrebenswert. Der Rönneburger Straßenbahner Ernst Meyer war mit dem Fahrrad zum Betriebsbahnhof in Wilstorf gekommen und hat sich mit seinen Kollegen vor der 'Elektrischen' aufgestellt. Links im Bild steht noch das alte Bauernhaus von Albers. Das später neu erbaute Haus ist jetzt vom Betriebsgelände der HHA umgeben und hat eine Ampelanlage vor dem Grundstück.

46. Diese Aufnahme stammt vom 16. Juni 1904 und zeigt die Straße Rotbergfeld von West nach Ost. Einer der beiden Knirpse ist Willi Böhrs, Rechts die zweite Rönneburger Schule (Kreuzhaus), das Flachdach an der Straße deutet die Toiletten an. Das Strohdach der Schule wurde 1922 durch ein festes Dach ersetzt. Links der Straße etwas erhöht steht das Haus von Franz Gloy (jetzt Bravo). Der Wald im Hintergrund: Wübbes Eichhof ist 1909 abgeholzt worden. Dahinter zeichnet sich noch etwas die helle Wand des Hauses von Schuster Ehrnke ab. Der Diekdamm war noch nicht ausgebaut, Selbst alteingesessene Rönneburger haben lange überlegen müssen, ehe sie dies Bild lokalisierten.

47. Die heutige Kanzlerstraße ist hier noch nicht asphaltiert. Der Reeseberg ist ein tief ausgefahrener Sandweg und zwischen Fahrweg und Fußweg stehen Büsche. Es scheint, als sei der Fußweg nur ein Trampelpfad am Feldrain. Bis zur Gastwirtschaft Alf an der Ecke Mensingstraße ist der Reeseberg noch unbebaut. Später war dann nur die linke Seite bebaut und rechts war Schrebergartengelände. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden an dem heutigen Weinberg Wohnblocks, sowie oben an der Wasmerstraße sogar drei Hochhäuser errichtet. Vor dem Zweiten Weltkriege war der Reeseberg im Winter eine ideale Rodelbahn, an die sich die jetzt Fünfzig- bis Siebzigjährigen aus diesem Wohnbereich sicher noch gerne erinnern werden. Ob die Kinder auf dem Bild einen Schulausflug machten, ob die Wagen zu einem Umzug gehörten, oder ob es das große Ereignis des Fotografierens war, daß die vielen Leute auf der Straße waren?

48. Hilshain (oberes Bild) ist schon eine sehr alte Flurbezeichnung. Nachdem dieses Ackerland, das zum Cramer'schen Vollhof gehört hatte, versteigert wurde, baute der Zimmermeister Fritz Gefäller viele dieser Häuser in den Jahren um 1910. Hier auf der rechten Seite, wie auch in der parallel laufenden Straße Küsterswegs (unteres Bild), wurde beim Bombenangriff am 4. November 1944 jedes zweite Haus zerstört und es waren leider auch wieder Tote zu beklagen. Nach dem Zweiten Weltkriege begann dann der Wiederaufbau und auf der bisher unbebauten Seite im Küstersweg wurden neue Wohnhäuser errichtet. Auf dem Rübenfeld und dem vorderen bereits abgeernteten - den hogen Stücken - stehen seit einigen Jahren die Wohnblocks der MAN.

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