Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Rönneburg-Sinstorf
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2755-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten'

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49. Einer der ältesten fünf Vollhöfe ist der landschaftlich so herrlich gelegene Besitz von Heinrich Wübbe zwischen den Straßen 'Wittheck' und 'Am Burgberg'. Ganz links hinter dem Teich steht die alte Scheune, die noch in Lehmfachwerk gebaut wurde, daneben der Schweinestall mit den draußen im großen Auslauf laufenden Schweinen. Über das Dach des langgestreckten Schweinestalls ragt das Dach des Backhauses. Vorn am Wasser sieht der Betrachter den nachträglichen Anbau an die zur anderen Seite offene Wagenremise und dahinter das große alte Wohnhaus. Die Bäume des Burgberges schaffen zu diesem Bild einen wunderbaren Hintergrund. Heute steht an dieser Stelle das neu errichtete moderne Wohnhaus.

50. Hier lustwandelten die Damen um die Jahrhundertwende. Der Park war jedoch nicht öffentlich, sondern der in einem kleinen Wäldchen gelegene Teich befindet sich auf dem Grundstück von Ludwig Schnell. Seine Töchter und auch seine zweite Frau Dora geborene Küster, die hier besonders schöne Fotomotive fand, hielten sich hier gerne auf.

Das obere Bild zeigt im Hintergrund das Wohnhaus der Familie Schnell. Der Teich ist geblieben, aber die Bäurne wurden in den schlechten Zeiten nacheinander abgeschlagen um die Stuben zu erwärmen.

51. Diese alte Scheune stand an der Straße 'Am Burgberg' auf dem Hofvon Christian Meyer. Er hatte diesen Vollhof 1906 aus dem Cramer'schen Besitz erworben, nachdem der bisherige Ortsvorsteher Cramer gestorben war. Vorher hatte Ch. Meyer auf dem Hof seiner Vorfahren auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelebt. Die hohen Buchen hinter dem Lattenzaun rechts im Bild gehören zu 'Mattens Hof. Die Straße ist auch heute noch, wie anno dazumal, mit ihrem holperigen Kopfsteinpflaster. In der Vogteistraße ist noch das Haus von Kuhlmann zu erkennen.

52. Es wird wahrscheinlich niemand mehr am Leben sein, der sich an diese Ansicht noch erinnern kann, Der Burgberg reichte noch ein Stück in die heutige Straße hinein, denn der breite Sandweg, auf dem die drei Vollhöfner mit ihren Gespannen zu ihren Höfen gelangten, hatte hier noch einen Bogen, der später bei den Drei Buchen begradigt wurde. Die Buchen rechts auf 'Mattens Hof' waren zu der Zeit noch sehr viel kleiner, als auf dem vorigen Bild.

53. Vor mehr als hundertfünfzig Jahren heiratete ein Hermann Riege in den einzigen Langenbeker Hof ein. Sein Nachfahre bewirtschaftet heute noch das väterliche Erbe. Voller Kraft schwingt Hermann Riege, der Vater des jetzigen Landwirts, die Sense. Weit liegt vor ihm das Langenbeker Feld. Wie lange noch, dann wird auch diese Fläche bis Rönneburg hinüber bebaut werden. Vor einigen Monaten wurden verschiedene Pläne im Modell in der Harburger Bücherhalle vorgestellt. Es bleibt zu wünschen, daß diese Entwürfe noch nicht so bald zur Ausführung gelangen, damit uns die natürlichen Grünflächen, die unsere schöne Heimat noch aufzuweisen hat, möglichst lange erhalten bleiben. Feierabend, durch wogende Kornfelder streben die beiden Männer nach vollbrachtem Tagewerk heimwärts, In den fünfziger Jahren ist hier bis 'Riegen Holz' eine große Wohnsiedlung entstanden.

54. Im Schutze alter Bäurne steht das große, mit Fachwerkgiebel errichtete Haus, das 1819 erbaut wurde, nachdem das alte 1812/1813 in der unruhigen Zeit, als Russen und Franzosen hier wüteten, vernichtet wurde. Über der Dielentür hatte der Erbauer sich und seine Frau verewigt: Hermann Riege-Anna Sabina Riegen-1819. Auf dem Balken darüber, der über die ganze Breite des Giebels verlief, konnte man lesen: Auf Gott und nicht auf meinen Rat will ich mein Glück stets bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. Am 25. Juni 1973 wurde das Haus ein Raub der Flammen. Ein Brandstifter, der in dieser Zeit sein Unwesen trieb, vernichtete ebenfalls das alte Pfarrwitwenhaus beim Sinstorfer Friedhof. Als diese Aufnahme entstand war die Winsener Straße noch nicht ausgebaut.

55. Der Engelbek kommt von Beckedorf über Sinstorf, Langenbek nach Wilstorf in die Seeve. Während der kleine Bach in Sinsterf durch die Wiesen fließt, standen hier in Langenbek schöne alte Kastanienbäume an seinem Uferbett. In Wilstorf durchfließt das kleine Flüßchen den Außenmühlenteich. Von dort geht's dann unterirdisch weiter. Als die Harburger Straßen noch nicht so breit benötigt wurden, weil der Autoverkehr noch in den Kinderschuhen steckte, nahm der Bach über die Kreuzung Engelbek, die bei sehr starken Regenfällen dann überschwemmt wurde, seinen Weg entlang der Hannoverschen Straße am PhoenixGebäude in den Seevekanal.

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56. Aus der Langenbeker Richtung schweift der Bliek über die zum Teil noch mit Schnee bedeekten Wiesen am Bach hinüber zur kleinen Anhöhe, auf der vor mehr als eintausend Jahren die Sinstorfer Kirche errichtet wurde. Früher gehörten siebzehn Dörfer und vier einstellige Höfe zum Kirchspiel. Inzwischen haben die meisten Dörfer ihre eigene Kirche im Dorf erhalten. Durch die nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Wohnhäuser an der Winsener Straße, in Langenbek und die 'KäferSiedlung' am Sinstorfer Kirchweg hat die Sinstorfer Kirche aber auch wieder viele neue Mitglieder bekommen.

Gasthaus zur Linde

Saal und Gartenlokal Bes.: P H. Dircks

Sinstorf

Tel.: Harburq No. 539.

57. Das erste Vereinshaus der Sinstorfer Schützen steht zwar noch an der Winsener Straße, aber der Saal, der einst Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Sinstorf gewesen ist, wurde abgerissen, da er durch die Kriegseinwirkungen zu stark gelitten hatte. Die alte Linde jedoch, die schon mehr als dreihundert Jahre alt sein soll, wurde im Vereinswappen der Schützen aufgenommen. Im Hintergrund die Zentrifugenfabrik, in der heute die Firma BMW Delventhai ihre Räume hat.

'Haas mit de Tunnen' heißt es in dem alten Sinstorfer Reim. Gemeint sind wohl die Tonnen, aus denen das Benzin für die ersten Autos und Motorräder entnommen wurde. Später erhielt Diercks eine 'moderne' Tankstelle mit Erdtank, aus dem der Treibstoff herausgepumpt werden mußte.

58. Als die Winsener Straße noch eine ungepflasterte Landstraße war, auf der die Pferdefuhrwerke entlangzogen, wohnte in diesem kleinen Haus Prigge. Am Straßenrand standen Apfelbäume, die zum Ernten verpachtet wurden. Es gab bei vielen Einwohnern Proteste, als die Bäume abgesägt wurden, weil die Straße verbreitert werden sollte. Auch das Haus von Prigge mußte abgerissen werden. Es stand ungefähr da, wo nachher der Schulhof entstand.

Das zweite Bild zeigt die Rückseite des Hauses mit dem Stall von der Schultwiete aus gesehen.

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