Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Rönneburg-Sinstorf
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2755-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten'

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59. Von der neuen Schule fiel der Bliek auf das Anwesen des Sinstorfer Schmiedemeisters Brandt. Etwa einhundertfünfzig Jahre im Besitz der Familie verkaufte Georg Brandt Anfang des Jahrhunderts an Hastedt und zog nach Bönningstedt. Zuvor hatte er es aber noch 1901 an den jungen Schmiedemeister Carl Schwich verpachtet, der aus Ostpreußen stammte. Die Familie Schwich bewohnte mit einer weiteren Familie das kleine Haus vorn links im Bild, das an der Ecke Winsener Straße und Sinstorfer Kirchweg heute noch bewohnt ist. Vorn rechts war die Schmiede, die längst abgerissen wurde, wie auch die dahinter liegenden Gebäude. Inzwischen ist ein hoher Baumbestand herangewachsen.

60. Carl Schwich wurde die Schmiede jedoch bald zu klein. Er kaufte sich gegenüber von Hastedt einen Morgen Land und baute darauf 1906 sein Wohnhaus mit einer Schmiede. Carl Schwich war auch sonst ein aktiver Mann, sei es nun im Schützenverein, wo er zweimal (1906 und 1912) Schützenkönig wurde oder sogar als letzter Sinstorfer Bürgermeister, weil Sinstorf 1937 nach Groß-Hamburg eingemeindet wurde. Aber auch der Sinstorfer Kirche hat er ein Zeugnis seines Könnens gestiftet: Ein Messingrelief mit einem Stich der Kirche vor dem Umbau 1906/1907. Diese Platte hängt oben an der Treppe, die zur Empore führt,

61. Hier kann man einen Bliek in die Schmiede werfen. Arbeit war genug vorhanden im Dorf; die Pferde mußten beschlagen werden, der Pflug oder anderes landwirtschaftliche Gerät mußte gerichtet werden. Es war ein lustiger Klang, wenn der Meister und sein Geselle auf das warme Eisen hämmerten, aber es war harte Arbeit.

So schaffte sich Carl Schwich diesen Preßlufthammer an, der mit drei Zentnern Gewicht zuschlug. Wozu sonst zwei Mann gebraucht wurden, schaffte jetzt ein Mann mit der Maschine die Arbeit allein.

Sinstorf

62. Vom Hastedt'schen Besitz blickt der Betrachter dieses Bildes auf den Dorfkern von Sinstorf. Die alte Kirche mit ihrem kleinen hölzernen Uhrturm und der daneben stehende hölzerne Glockenturm überragen auf dem Kirchenhügel die wenigen Wohnhäuser. Das langgestreckte Küsterhaus und ehemalige Schule liegt vor der Kirche, dann sieht man das kleine Häuslingshaus von 'Dedens' oder auch 'Berg-Meyer' genannt. Hinter der Kirche stehen die hohen Bäume des Scharf'schen Besitzes, in dessen ehemaligen Gärtnerhaus heute der Pastor sein Domizil hat. Es steht unmittelbar hinter der Kirche.

63. Etwa im Jahre 1927 oder 1928 war es, als der Zeppelin LZ 130 auch das Dorf Sinstorf überflog. Herr Lehrer Elling fotografierte das außergewöhnliche Ereignis vom Schulgebäude aus, als das Luftschiff gerade das Haus von Heinrich Derboven an der Schultwiete überflog. Der Schornstein der ersten Fabrik in Sinstorf ist weithin sichtbar. Der Fabrikbesitzer Roberts hatte seinen gepflegten Wohnsitz hinter dem Sinstorfer Friedhof und den ehemaligen Flakbaracken. Leider wurde das schöne Haus wegen der damals geplanten Autobahn abgerissen. Das alte ehemalige Gärtnerhaus steht noch oben am Sinstorfer Kirchweg.

64. Im Jahre 1907 wurde auf dem Gelände zwischen der Winsener Straße und der Schultwiete die 'neue Schule' gebaut. Es war schon die dritte in Sinstorf, aber zum erstenmal hatten Sinstorfer eine zweiklassige Schule. Diese 'Neue' ist nun schon wieder die 'Alte' und dient jetzt als Kindertagesheim. Die vielen Neubürger machten wiederum eine Vergrößerung erforderlich, die mit der Errichtung der Schule am Sinstorfer Weg verwirklicht wurde. Der behäbige Bus, der heut zu den 'Oldtimern' zählt, wartet noch auf ein paar Fahrgäste in Richtung Hittfeld und der Busfahrer hat noch genügend Zeit, sich die Beine zu vertreten.

65. Der Sinstorfer Kirchweg von der Winsener Straße aus ist noch ein loser Sandweg, aber die Steine zum Pflastern liegen bereit. Am hinteren Ende der Straße sind die Steinsetzer schon fleißig bei der Arbeit. Derbovens Scheune ist längst verschwunden und daneben hat früher das Spritzenhaus gestanden. Da wurden dann auch mal kleine Sünder oder Landstreicher eingesperrt, bis der Gendarm vom Amt sie dann abholte. Im Dorf hatte ja der Gemeindevorsteher das Sagen. Rechts hinter der Scheune zweigt die Schultwiete ab und dahinter steht das Haus von Heinrich Derboven 'Lüdens'. Das alte Haus von Derboven war bei einem großen Brand um die Jahrhundertwende abgebrannt.

66. Im Jahre 1883 eröffnete der Tischlermeister Peter Menck in Sinstorf seine Bautischlerei. Sein geräumiges Haus mit dem hübschen Giebel war gerade recht für seine große Familie. Peter Menck begnügte sich jedoch nicht mit seinem Beruf als Tischler, er wurde auch für Jahrzehnte Gemeindevorsteher im Dorf, übernahm außerdem das Amt des Standesbeamten und betätigte sich dann noch als Auktionator. In diesem Zusammmenhang bekam er als erster in Sinstorf Telefon. Täglich wurden ihm die Wettervorhersagen durchgesagt, die er dann seiner Gemeinde in dem Kasten bekanntgab, in dem auch die Aufgebote für Hochzeiten ausgehängt wurden. Das Haus steht nun bald einhundert Jahre, aber drum herum hat sich doch einiges verändert. Der Tischlereibetrieb, inzwischen zum fortschrittlichen, modernen Fensterwerk entwickelt, wird heute vom Enkel am Sinstorfer Weg weitergeführt.

67. 'Dedens' oder Berg-Meyer liegt sehr schön an der Ecke Sinstorfer Weg/Sinstorfer Kirchweg. Das Kriegerdenkmal mußte beim Straßenbau seinen Platz räumen. Das kleine Häuslingshaus hat sein Dach verandert, aber Kirche und Glockenturm stehen noch wie eh und je. Morgens läutete der Küster die Glocken, doch mittags und abends fanden sich meist immer Kinder, die dem Küster diese Tätigkeit gerne einmal abnahmen. Bis hierher war der Straßenbau noch nicht gekommen, aber es war die Zeit, da hatten die Steinsetzer Vollbeschäftigung. Einst wurde hier bei 'Dedens' in der Stube ein kleiner Ausschank betrieben und es bot sich nach dem Kirchgang eine gute Gelegenheit, die Ereignisse im Dorfe bei einem Glas Bier oder Korn zu bereden.

68. Klassenfoto vor der alten Sinstorfer Schule, die 1831 erbaut wurde. Es war auch gleichzeitig das Küsterhaus, denn früher versah der Küster neben seiner Tätigkeit für die Kirche auch den Dienst des Schullehrers. Nachdem die neue Schule an der Schultwiete gebaut worden war, wurde das alte, strohgedeckte Haus zu Wohnzwecken umgebaut. Noch heute wohnt der Küster hier im Hause. Es war Junglehrer Schröder, der sich hier mit seinen Schulkindern fotografieren ließ. Der kleine Knirps links war sogar barfuß in die Schule gekommen.

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