Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Rönneburg-Sinstorf
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2755-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rönneburg-Sinstorf in alten Ansichten'

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69. Von der Ecke Sinstorfer Weg/Sinstorfer Kirchweg wurde diese Aufnahme gemacht. Links steht das Haus des Tischlermeisters Peter Menck, dahinter sieht man noch den Giebel von 'Thomens' Peter Meyer. Ein Bombenangriff am 24. Februar 1945 hat fast die ganze Familie dahingerafft. Gegenüber befindet sich das Spritzenhaus der Sinstorfer Feuerwehr. Vorn rechts im Bild steht noch das Kriegerdenkmal von 1870/1871, das jetzt oben beim Eingang der Kirche seinen Platz gefunden hat. Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts pflückten die Sinstorfer Kinder Heide, die hier noch in unmittelbarer Nähe genügend vorhanden war, banden daraus Kränze und legten sie am 2. September, dem Sedanstag, hier am Kriegerdenkmal nieder.

70. Um die Jahrhundertwende wurden in unserer Gegend viele Straßen gepflastert. Hier ist der Steinsetzer Heinrich Weseloh aus Rönneburg mit seinen Leuten dabei, die Straße von Sinstorf nach Marmstorf zu bauen. Es war wohl ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen worden, denn viele bekannte Persönlichkeiten aus Sinstorf und Marmstorf sind, zum Teil sogar mit steifem Hut, erschienen. Von rechts: auf der Kante der Gemeindevorsteher Menck aus Sinstorf, ein paar Meter hinter ihm Witt aus Marmstorf, Heinr. Derboven, Peter Meyer, Rübke, Dietr. Meyer, einen Schritt dahinter Heinr. Weseloh, dann die vier mit Hut im Hintergrund: Joh. Bergeest, Eddelbüttel, Ernst Bergeest und Ernst Bruns. Hinten steht das Pferd von Weseloh und rechts im Grund bringt ein Pferdefuhrwerk Material heran, sonst ist alles Handarbeit. Heute ist die Straße an beiden Seiten bebaut.

71. Am Sinstorfer Weg gegenüber der Gaststätte Derboven befand sich der alte Hof Benecke 'Hinners', Während in Rönneburg nur noch sehr wenige von den alten Hausnamen bekannt sind, so haben sie sich in Sinstorf doch noch recht gut erhalten. Vielleicht nicht zuletzt dadurch, daß die Verfasser der Heimatbücher 'Zwischen Seeve, EIbe und Este' einen alten Spottvers mit den alten Hausnamen in ihren Werken festgehalten haben. Das alte Haus steht nicht mehr und auf der Hofstelle haben die beiden Söhne ihre neuen Häuser errichtet.

72. Hochzeit im Hause Benecke (Hinners). Eine Tochter des Hauses heiratet hier den Nachbarn, ein Sohn des Tischlermeisters Peter Menck, Durch die vielen Geschwister des Brautpaares kam eine zahlreiche Hochzeitsgesellschaft zusammen, um sich für das traditionelle Foto vor der großen Dielentür aufzustellen. Die alte Sitte des Hochzeitsbitters bestand zu dieser Zeit jedoch nicht mehr, als der Bitter auf dem Pferde ins Haus ritt, um seine Einladung vorzubringen. Über fünfzig Jahre sind seit dieser Aufnahme vergangen und es wird kaum die Hälfte der Anwesenden noch am Leben sein.

73. Nachdem es dringend notwendig geworden war, wurden im Jahre 1903 die Satzungen für die Freiwillige Feuerwehr in Sinstorf festgelegt. Vielleicht haben die vielen Brände um die Jahrhundertwende hierfür mit den Ausschlag gegeber., denn brannte einmal das Strohdach eines Hauses, dann war es um das Nachbarhaus auch bald geschehen. Stolz demonstrieren hier die Feuerwehrleute ihre Möglichkeiten anläßlich einer Übung am Hause von Wilhelm Derboven (Meddens). Heute führt der Sohn Horst Derboven die altbekannte Gaststätte. Die Fenster des Erdgeschosses sind nicht mehr sichtbar, da dort der Anbau des Küchentraktes erforderlich wurde.

74. Als um die Jahrhundertwende das Fahrrad immer mehr das Verkehrsmittel des kleinen Mannes wurde, gründete sich auch der 'Radfahrer-Verein Brüderschaft von Sinsterf und Umgegend'. Es fanden sich sechzehn unternehmungslustige Männer, die am 8. Mai 1909 dem 'Arbeiter-Radfahrer-Bund Solidarität' beitraten. Das war jedoch nicht so einfach, denn die bei der Königlichen Eisenbahn Beschäftigten durften nicht Mitglied solcher Vereine sein. Die Rader hatten damals noch keinen Freilauf und so konnte man darauf Reigen fahren. Doch hauptsächlich wurden Radtouren gemacht. 1933 wurde der Verein durch Gesetz aufgelöst und alles wurde beschlagnahmt. Die Räder konnten auf einem Saalboden rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Am 19. Januar 1947 konnte der Verein mit wiederum sechzehn Mitgliedern, darunter zwei Mitbegründer von 1909, neu gegründet werden. Nach Zusammenschluß gehören die Mitglieder jetzt zur Ortsgruppe Hamburg-Süd. Die Sportler trugen 1909 als Vereinskleidung Pumphosen, Schärpe und die sogenannte Schlägermütze mit einem roten Knopf darauf.

75. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Jugend für den Radsport gewonnen und 192 3 wurden Saalräder beschafft. Damit begann der Saalsport. Diese sechs jungen Männer machten sich zu allen Veranstaltungen in der Gegend auf, um dort ihre Kunstreigen vorzuführen, Von links: Peter Pape, Adolf Böttcher, Richard Drewel, Willi Wendt, Gustav Pfeifer und 'Stui',

Mit zehn Jahren wurden auch schon die Kinder aktiv und zeigten, was sie bei ihrem damaligen Trainer Willi Wendt gelernt hatten. Reichten aber die Fahrräder nicht aus, dann führten sie ihre Reigen einfach im Gehen mit den Blumenbogen vor. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg stellte sich die Jugend nach der Neugründung zahlreich ein und konnte beim ersten Stiftungsfest schon in Vierer- und Sechser-Reigen zeigen, was sie in so kurzer Zeit bei dem Trainer Kar! Wilhelm gelernt hatten. 1948 konnten neue Räder beschafft werden. Viele Hamburger und Norddeutsche Meisterschafte sowie eine Deutsche Meisterschaft waren die Erfolge.

76. Bereits im vorigen Jahrhundert nannte man die Sinstorfer Kirche 'die Tausendjährige', denn im 9. Jahrhundert soll hier schon eine Holzkirche gestanden haben. Bei der Restaurierung in den Jahren 1906/1907 fertigte der Tischlermeister Peter Menck neues Gestühl an und stiftete der Kirche ein neues Taufbecken. Diese Aufnahme zeigt noch die alten Bänke mit Beschriftung vieler altbekannter Namen aus Sinsterf und Umgebung. Zur Zeit findet wieder eine Restaurierung dieses ältesten Hamburger Gotteshauses statt, und dabei wurde festgestellt, daß sich unter vorhandenen Bildern alte Gemälde aus dem 16. Jahrhundert befinden.

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