Rodach bei Coburg in alten Ansichten Band 2

Rodach bei Coburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Fischer
Gemeente
:   Rodach bei Coburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4935-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Rodach bei Coburg in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Nach der Zerstörung der Stadtkirehe St. Johannis am 5. Oktober 1632 diente ein Notbau als Gotteshaus. Herzog Franz Josias veranlaßte einen Neubau. Dieser wurde 1758 eingeweiht. Die Bauausführung lag in den Händen des ortsansässigen Maurermeisters Georg Koch, die Zimmerarbeiten führte Zimmermeister Georg Kiesewetter aus. Drei bunte Kirchenfenster , eine Stiftung zum 150. Kirchenjubiläum im Jahre 1908 von Max Roesier, dem Gründer der Feinsteingutfabrik, schmücken den Chorraum. Herzog Franz Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld hatte verordnet, daß nach seinem Tod sein Herz in der Johanniskirche beigesetzt werden sollte. Dies geschah am 18. September 1764.

20. Seit Öffnung der Grenze bei Adelhausen herrscht in der Coburger Straße ein größerer Verkehr als hier auf dem Bild von 1900. Schon im vorigen Jahrhundert richteten da zahlreiche Kaufleute und Handwerker ihre Geschäfte ein. Im Haus links von Carl Hoffmann, besser bekannt unter dem Namen 'Kanterschneider' , war seit 1832 ein Krämerladen. Gegenüber auf der rechten Seite ist seit 1911 ein Schuhgeschäft. Davor waren hier fünf Generationen hintereinander Bäcker zuhause.

21. Zwischen dem Ladengeschäft von Klempnermeister Strecker und Schuhmachermeister Appis mündet die Fahrstraße ein (auf der linken Bildseite). Dieser Durchbruch erfolgte erst 1861 nach einer weiteren Feuersbrunst, die die östliche Seite des Marktes heimsuchte. An dieser Stelle stand das ehemalige Posthaus der Familie Hohnbaum, die bereits 1825 durch den großen Brand von der Westseite des Marktes (Haus-Nr. 13) vertrieben wurde. Sie zog nun in das Erffa-Haus am Marktplatz (Bildmitte ).

Coburger Strasse,

22. Diese Ansichtskarte von 1900 zeigt das bekannte Motiv der Coburger Straße mit Rathaus und Hotel Schmer!, daneben eine Aufnahme (von der Stadtkirche aus) auf das 'Sächsiche Haus', auf das frühere Wirtshaus - um 1850 eingerichtet - in der Coburger Straße. Deutlich zu erkennen ist die heute noch vorhandene Toreinfahrt. Im ersten Stock, hinter den Rundbogenfenstern, war ein großer Saal. Zwischen Coburger Straße und dem südlichen Stadtteil mit der Feinsteingutfabrik von Max RoesIer und Eiskeller von August Grosch war zu jener Zeit noch viel freies Baugelände.

23. Um 1920 konnten die Schulkinder auf der Fahrbahn der Coburger Staße ohne Gefahren spielen. Rechts an der Einmündung von Ernststraße und Steinernem Weg steht das Kolonialwarengeschäft mit einer Weinhandlung von August Hofmann ('Höfner'). 1786 befand sich hier die erste Apotheke der Stadt, die 1829 zum Markt verlegt wurde. Seit 1854 war auch die Städtische Sparkasse in diesem Haus.

24. Im Jahre 1896 endete in Rodach die Nachtwächterzeit. Danach stellte die Stadt Schutzleute mit festem Gehalt ein. Die letzten vier Nachtwächter waren Edmund Hoffmann, genannt Etter, Berthold Gleichmann, Johann Gottfried Schnetter und Hans Brunell von Güllen, genannt Brunneis Hans. Die Tradition wurde 1982 wieder aufgenommen. 1985 gründete man schließlich eine Nachtwächter- und Türmerzunft, die mit dem Zunftmeister ihre ständige Zentrale in Rodach hat. Unsere Stadt gilt heute als europäische Nachtwächterstadt. Jedes Jahr ab Mai erklingt in den Straßen: 'Hört ihr Leut und laßt euch sagen ... '

25. Im Jahre 1923 übernahmen die Stadtpolizisten ihren Dienst, für Ordnung und Sicherheit in der Stadt zu sorgen. Bisher waren es Schutzleute, wie es beim vorhergehenden Bild erwähnt wurde. Die Polizeibeamten Rodachs aus dem Jahre 1925 waren Oberwachtmeister Peter Erben (in der Mitte), Wachtmeister Müller (links) und Wachtmeister Stammberger (rechts).

26. Der Auftakt zu den Heimatfestspielen begann mit einem Marktfest und Festumzug. Die Aufnahme von 1927 zeigt wallensteinische Truppen, die 1632 Rodach zerstörten. Der zweite Teil des Spieles fand auf der Freilichtbühne des St.-Georgen-Berges statt. Zwischen 1922 und 1932 wurde dieses Spiel siebenmal aufgeführt. Der Heirnatkomponist Adolf Büttner-Tartier bearbeitete auch mit den Stücken 'Ritter St. Georg', 'Der Spielmann von St. Jörgenberg' und 'Der Schwed' heimatgeschichtliche Themen.

27. Das städtische Brauhaus in der Heldburger Straße stellte 1915 seinen Betrieb ein. Beim Umbau des sehr alten Gebäudes wurde eine Inschrift mit der Jahreszahl1707 gefunden. In älterer Zeit konnte jeder Einwohner hier seinen Haustrunk brauen. Nach dem Entstehen vieler Wirtshäuser nahm das Selbstbrauen mehr und mehr ab. Man richtete dafür die erste städtische Turnhalle ein, die bis 1945 den Vereinen und der Schule zur Verfügung stand. Nach dem Wiederaufbau 1947 eröffnete hier das Rodacher Stadtfilmtheater seine Pforten.

Rodac:h b. Coburg

28. Schon um 1920 schmückten Bäume die damals stille Alexandrinenstraße. Heute stehen auf beiden Seiten Baumreihen. Die meisten Häuser erbaute man hier ab 1904, typisch das Erdgeschoß im massiven Ziegelbau, darauf Fachwerk. Eine Fahrverbindung bestand bis 1945 nur über den Grabenweg oder die Gartenstraße. Vom Fridolinshaus aus war sie auch durch einem schmalen Fußweg zu erreichen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek