Rodach bei Coburg in alten Ansichten Band 2

Rodach bei Coburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Fischer
Gemeente
:   Rodach bei Coburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4935-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rodach bei Coburg in alten Ansichten Band 2'

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39. In der Bahnstraße - bis 1900 hieß sie Fladengasse - steht das Haus von Karl Truckenbrodt, Landwirt und Schreiner. Das Foto zeigt den Eingang zu seinem Anwesen. Sein zweiter Beruf brachte ihm den Spitznamen 'Sanktimeter' (abgeleitet von Zentimeter) ein. Die Anlage des Anwesens ist ein typischer fränkischer Gevierthof. Im Fachwerk des Wohnhauses erkennt man noch deutlich, daß die freien Felder mit Ästen ausgeflochten und mit Estrich (Lehm und Stroh) verschmiert wurden.

40. Auf dem unteren Teil des Friedhofes wurde 1923 das Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen Rodacher Soldaten errichtet. Es ist in Muschelkalkstein von dem Bildhauer Leipoldt aus Heldburg hergestellt worden. Links vom Denkmal liegt die Grabstätte des Superintendenten Theodor Heinrich Dräseke, Vater des berühmten Komponisten Felix Dräseke. Eine Gedenktafel für den deutschen Tondichter befindet sich am alten Pfarrhaus in der Herrengasse.

41. Die erste Friedhofskirche an der Hildburghäuser Straße errichtete man 1714 aus Holz und nannte sie 'zu St. Salvator'. 1742-1749 baute Maurer Georg Koch an gleicher Stelle eine solche aus Stein. Die Kanzel und das Gestühle wurden wieder verwendet. Das Innere der Kirche ist schlicht mit zwei Emporen. Von all den Grabstätten hinter der Kirche sind nur die von Superintendent Christian Hohnbaum (1825) und von Leopold von Gruner, Herzogl, S. Coburg. Justiz-Rath und Amtmann (1841), erhalten geblieben.

42. Dieses Bild von der Roeslerschen Feinsteingutfabrik vom Eiskeller aus war bisher kaum bekannt. Links steht das erhalten gebliebene Wohnhaus, rechts davon das ehemalige Brennhaus. 1938 erwarb die Siemens-Schuckert AG die Fabrik. Nach dem Abwickeln der bestehenden Geschäftsverbindungen wurde schon bald auf die Fertigung von Industrieporzellanen umgestellt. Die Porzellanfabrik Rodach war nach dem Krieg die einzige bei Siemens verbliebene Fertigungsstätte fur Hochspannungs-Porzellane. Heute besteht hier eine hochtechnisierte Verarbeitungsstätte für thermoplastische Kunststoffe.

43. Neben dem unermüdlichen Einsatz für sein Werk und der sozialen Einstellung ('Arbeiterbeteiligung an Führung, Ertrag und Besitz') war Max Roesier ein großer Freund von Musik und Literatur. Jedes Jahr veranstaltete er Feste für Betriebsangehörige mit einer eigenen, bis zu 25 Mann starken Musikkapelle. Das Bild vom Roesiersehen Gesangverein zeigt viele bekannte Rodacher Namen. Dirigent war 1914 Kar! Uebelhak, Vorstand Kar! Fleischhauer, Schriftführer Willy Pertsch und Kassier Hermann Köhler.

Restauration mit schattigen Gartenlokalitäten angenehmer Familienaufenthalt (300 Personen Dach). ßes.: Max Hohnbaum Rodach b. Co

44. Die Gastwirtschaft Hohnbaum in der Hildburghäuser Straße hatte inmitten der Stadt herrlich angelegte Gartenlokalitäten. Den damaligen Besitzer Max Hohnbaum bezeichnete man auch als den 'Weißgerbers Max'. Die Bezeichnung Weißgerber übertrug sich fortan auf das ganze Lokal. Nach dem Ersten Welkrieg übernahm Eduard Hepp die Gastwirtschaft. Er betrieb sie bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Anwesen fiel am 10. April 1945 beim Angriff amerikanischer Soldaten auf Rodach zum Opfer. Die Stadt Rodach errichtete 1948 einen Wohnblock darauf.

45. Von Coburg her kommend grüßt heute am Eingang der Stadt das Wappenhaus Zozin. Das ehemalige Gasthaus 'Zum Deutschen Kaiser' von Armin Höfelmann schloß erst 1959 seine Pforten. Neben Fremdenzimmern und einer Kegelbahn war im Tanzboden das erste Kino Rodachs untergebracht. Am 27. Januar 1917 eröffnete das Lichtspielhaus mit einer 'vaterländischen Filmveranstaltung'. Zuerst fungierte Armin Höfelmann selbst als Operateur, dann waren es Fritz Oppel und Ludwig Schilling.

46. Diese Herren kegelten auf der Kegelbahn im 'Deutschen Kaiser', angesehene Bürger Rodachs. Stehend von links: KarlOswald, Fritz Hörnlein, Conrad August Hofmann, Ernst Kresse, Ludwig Bergmann, Armin Höfelmann, Ernst Sonnefeld und Alfred Oswald. Sitzend: Cuno Nenninger, Bürgermeister Gustav Langner, Carl Hauser, Oskar Schrimpf und Postmeister Alfred Hintze.

47. Die Schützengesellschaft Rodach wurden 1862 offiziell gegründet. Bereits ein Jahr später konnte am Äußeren Brühl, nahe der Rodach, das Schießhaus mit einem Festzug und einem Preisschießen feierlich eingeweiht werden. Auf dem Festplatz davor - die schöne Baumallee ist längst verschwunden - findet noch alljährlich das bekannte Schützen- und Volksfest statt. Am Schießstand daneben baute sich die Schützengesellschaft ein neues Heim.

48. Hoher Besuch kam zum Schützenfest 1912. Herzog Carl Eduard nahm anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Schützengesellschaft teil und zeichnete verdiente Mitglieder aus. Das Jubiläumsschießen wurde schon damals von vielen auswärtigen Schützen besucht. Von Co burg nach Rodach und zurück fuhr ein Sonderzug. Auf das Jahr 1995 bereiten sich die Schützen besonders vor. Sie können da nachweislich auf eine 500jährige Tradition zurückblicken.

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