Rodenkirchen in alten Ansichten

Rodenkirchen in alten Ansichten

Auteur
:   Karin Ahrens
Gemeente
:   Rodenkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5442-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rodenkirchen in alten Ansichten'

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van

Karin Ahrens

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

WWóEN

BOEKJE

rSBNlO: 90 288 5442 8 rSBN13: 978 90 28854420

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EINLEITUNG

Ruwekirche, Rodenkirichhof, Rodenkyrichon, Rodenkirche, und seit 1224 Rodenkirchen, so lautet der Name des nunmehr über tausend Jahre alten Fischerdorfes am Rhein, das im Jahre 989 zum erstenmal urkundliche Erwähnung fand. Der Fronhof (heutiger Maternusplatz) wurde durch eine Schenkung von Erzbischof Evergerus der Kölner Abtei Sankt Martin übertragen. 1840 veröffentlichte Theodor Joseph Lacomblet den Text der Urkunde. Der Fronhof, größter Hof des Ortes, war auch Sitz des Hofgerichtes. Die letzten Gebäude wurden 1931 abgerissen.

Westlich an Rodenkirchen vorbei führte in der Römerzeit eine große Fernstraße. Römische Grabfunde die in der Gemeinde ausgegraben wurden, sind im Römisch-Germanischen Museum in Köln und im Rheinischen Landesmuseum in Bonn zu bewundern.

Wer kann sich heute vorstellen, daß es im 15. Jahrhundert in Rodenkirchen Weingärten gab? Am Ortseingang legten die Mönche des Kartäuserklosters diese Gärten an. Durch die vielen Hochwasser, die immer wieder alles überschwemmten, waren sie gezwungen den Ort teilweise höher zu legen. Zum Schutz gegen das Wasser bauten sie die große Böschungsmauer unterhalb der Kirchstraße. Nach Aufhebung der kirchlichen Güter im

Jahre 1802 wurde aus dem Kloster der Hanxledesches Hof, später war es das Hellwitzsche Gut.

1863 erwarb die Pfarrei einen Teil des Gutes zum Bau der neuen St.-Maternus-Kirche auf der Hauptstraße. Die Kirche wurde am 6. Juni 1867 durch den WeihbischofDr. Baudry geweiht.

Der heilige Maternus, Bischof von Köln, Trier und Tonger, spielte für Rodenkirchen eine große Rolle. Als er starb stritten sich die Städte um seinen Leichnam, eine 'göttliche Fügung' sollte den Streit beenden. Man legte den Toten in einen Nachen und überließ ihn der Strömung. Trieb das Boot rheinaufwärts, so sollten die Trierer den Leichnam bekommen, rheinabwärts, so sollte die Bestattung in Tongern stattfinden, blieb das Boot aber stehen, so sollte der Leichnam in Köln verbleiben. Das kleine Boot trieb rheinaufwärts und blieb in der Höhe von Rodenkirchen liegen. Hier wurde dem heiligen Maternus zu Ehren die St.-Maternus-Kapelle gebaut, der Leichnam aber wurde in Trier beigesetzt. Diese Geschichte war in den alten Kirchenfenstern der Kapelle dargestellt.

Nicht nur viele Schiffsprozessionen kamen in dem 'Maternusmonat' September nach Rodenkirchen, auch die weit über die Ortsgrenzen bekannte Maternuskirmes wurde als 'das große Kölner Volksfest' gefeiert. Bis in die zweite Hälfte des vorigen

Jahrhunderts wurde die große Kirmes mit ihren vielen Buden und Schaustellern landläufig als Bayen-Kirmes bezeichnet.

Auch die Franzosenzeit ging nicht spurlos an Rodenkirchen vorüber, sie dauerte etwa zwanzig Jahre. Viele Straßennamen mit ihren späteren falschen Übersetzungen sind auf diese Zeit zurückzuführen; zum Beispiel die Friedenstraße hat wohl aus einem solchem Irrtum ihren Namen erhalten. Zur Zeit der Treidelschiffahrt hieß sie 'Pädsgaß'. Die Phonetik zwischen dem kölschen Päd für Pferd und dem französischen Pa ix für Fried en ist sehr ähnlich. Die Rückübersetzung aus der Franzosenzeit machte dann aus der ehemaligen Pädsgaß die Friedenstraße.

Der Ort, der im Zentrum eines Gemeindegebietes lag, gab nach französischer Anordnung der Gemeinde den Namen. Daher die Änderung von Gemeinde Rodenkirchen in Gemeinde Rondorf. Erst ab 1961 heißt es dann wieder Gemeinde Rodenkirchen.

Zwischen 1794 und 1961 entwickelte sich das kleine Fischerdorf zu einer modernen, aufstrebenden Gemeinde.

1874 bekam der Ort die erste Straßenbeleuchtung, um 1900 herum wurden die ersten Wasserleirungen gelegt. 1902 verkehrte die erste elektrische

Straßenbahn regelmäßig zwischen Köln und Rodenkirchen.

Zu dieser Zeit lebte man hier hauptsächlich von der Arbeit in den Handwerksbetrieben, den kleinen Fabriken und der großen Ziegelei am Schillingsrott. Auch die Rheinfischerei und die Schafzucht gehörten zu Rodenkirchen .

1905 kam mit der Cöln-Bonner-Kreisbahn (Rheinuferbahn), der damals weltweit modernsten Schnellbahn, der industrielle und wirtschaftliche Aufschwung. Damit war der Anschluß an die moderne Zeit erreicht.

Allen, die mir durch das Überlassen von alten Rodenkirchener Ansichten, bei der Erstellung dieses Büchleins geholfen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Viele Daten und geschichtliche Informationen sind aus den Büchern 'Es war einmal ein Fischerdorf' von Willy Key und '1 000 Jahre Rodenkirchen'.

Rodenkirchen, im Juni 1992

Karin Ahrens

1. Hier am Ortseingang, vorbei am Restaurant 'Zur Rheinecke' , fuhr seit 1879 die erste Pferdebahn den Kölleweg entlang. Für nur einen Groschen ging es von Köln nach Rodenkirchen.

2. Schon im August 1896 war Rodenkirchen ein beliebtes Ausflugsziel der Kölner. Man besuchte eines der vielen Restaurants und genoß die Aussicht auf den Rhein.

3. Kurz vor Rodenkirchen, im heutigen Marienburg, legten die Ausflugsschiffe an, wie hier auf der Karte, abgestempelt am 5. Juli 1898, zu sehen ist.

4. Das großzügig gebaute Restaurant 'Zum Kaisersaal' stand um die Jahrhundertwende an der Hauptstraße, kurz vor der Mittelstraße. Nach der Besitzerin, der Witwe Schäfer, auch 'Schäferssaal' genannt.

5. Der Gasthof 'Zum Reichsadler' an der Hauptstraße zwischen Kirch- und Rheinstraße. Hier wurde jeden September die weitbekannte Maternuskirmes gefeiert.

6. Am 8. Oktober 1915 wurde diese Feldpostkarte von einem deutschen Musketier verschickt. Vom Rhein her sieht man viele Schornsteine rauchen. Leimfabriken, Blaufärbereien und Ziegeleien waren hier ansässig.

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