Roßlau in alten Ansichten

Roßlau in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johannes Schmidt
Gemeente
:   Roßlau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5346-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Roßlau in alten Ansichten'

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9. Diese Aufnahme zeigt den Eingang zur Schiffswerft der Gebrüder Sachsenberg AG im Jahre 1935. Auch noch heute gelangt man durch den um 1970 erbauten Eisenbahntunnel und die Werftstraße zur Schiffswerft. Links führt die Kohlenstraße zur Eibe. Die Werft wurde 1866 von den Gebrüdem Sachsen berg gegründet. Zahlreiche Schiffe (Binnenschiffe ) unterschiedlicher Typen wurden hier entwiekelt und gebaut. Schiffe der Roßlauer Werft wurden für viele Länder fast aller Erdteile hergestellt. Sie fuhren sogar in Südamerika auf dem Amazonas. Die Schiffe wurden auf der Roßlauer Werft in Teile zerlegt und, oft unter großem Aufwand, in die Bestimmungsländer versandt und dort von Fachleuten montiert. Im Hintergrund ist noch der Schornstein der alten Kesselschmiede zu sehen.

10. Den Sachsenbergs gehörten auch die Stadtwerke gegenüber der Post in der Hauptstraße, dem heutigen EIbewerk. Das Wohn- und Bürogebäude an der Straße wurde um 1875 im Stil der Gründerjahre errichtet. Eine Ausfahrt befand sich auch in der Mühlenstraße. Spiritusbrennereien, Destillationsapparate, Ziegelpressen und anderes mehr wurden hier hergestellt. Dampfmaschinen mit Kesselanlagcn und Dieselmotore, meist für die auf der Schiffswerft gebauten Schiffe, wurden von der Firma gefertigt. Es war immer ein großes kleinstädtisches Erlebnis, wenn der mit kräftigen Pferden bespannte Sachsenbergsehe Rollwagen unförmige Lasten durch die Stadt zur Schiffswerft transportierte. Die Aufnahme muß um 1900 entstanden sein.

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11. Schon 1869 verließ das erste selbstgebaute Schiff, der Raddampfer 'Hermann' , die Sachsenbergsche Werft. Seitenraddampfer, Heckraddampfer und Schraubendampfer liefen hier von Stapel. Bernerkenswert waren die auf der Werft von Ingenieur Dietze konstruierten beweglichen Schiffradschaufeln, die senkrecht in das Wasser tauchten und somit die Schiffsgeschwindigkeit erhöhten. Unser Bild (um 1935) zeigt einen Heckraddampfer auf der Helling kurz vor dem Stapellauf. Die Schiffe wurden seitlich zu Wasser gelassen. Später wurden auch kleinere Hochseeschiffe (meist Fischkutter) auf der Roßlauer Werft gebaut.

12. Die Roßlauer Werft war auch Reparaturwerft für Binnenschiffe. Diese Ansichtskarte, sie trägt den Poststempel von 1912, zeigt einen Heckraddampfer, der auf der Sachsenbergschen Werft überholt wird. Im Hintergrund hilft der alte Bockdrehkran der Werft, einen Dampfkessel einzubauen.

13. Die Aufnahme zeigt den Seitenraddampfer 'Deutschland' auf der Eibe bei Roßlau. Auf der Sachsenbergsehen Werft gebaute Schiffe waren auch auf den deutschen Flüssen nicht selten. Das Fahrgastschiff 'Vaterland' verkehrte z.B. auf dem Rhein. Die Werft spezialisierte sich schon in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auch auf den Bau von Schwimmbaggern.

14. Zwischen der Elbebrücke und der Schiffswerft befand sich auch der Ausladeplatz für die Elbeschiffe. Holzbaracken nahmen die umgeschlagenen Güter auf. Hier wurde aber meistens Holz verladen. Pferdegespanne zogen die Wagen mit den Holzstämmen die Kohlenstraße hinauf und brachten ihre Ladung zu den recht zahlreichen Sägewerken und anderen Holzverarbeitungsbetrieben in der Stadt Roßlau. Von dem Ausladeplatz wurden viele der Produkte dieser Firmen wieder verschifft. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1903.

15. Ein wichtiger Umschlaghafen auch für die Roßlauer Schiffer war Wallwitzhafen, zwischen Roßlau und Dessau gelegen. So bot sich der Hafen dem Bliek des Betrachters um die Jahrhundertwende. Der Hafen wurde später moderuisiert und kam zu Dessau, Ein Bombenangriff zerstörte ihn im Zweiten Weltkrieg fast vollständig, und seitdem wurde er nicht wieder aufgebaut. Im Hintergrund fließt die Elbe. Das Roßlauer Unterluch mit den damals noch zahlreicheren Solitäreichen ist zu erkennen.

16. Die Aufnahme stammt aus dem Ersten Weltkrieg. Sie zeigt das Dampfboot 'Wettin' des Roßlauer Schiffseigners Schulze mit seiner Besatzung und einer Gruppe Soldaten an der EIbebrücke. Dieses Boot schien der militärischen Sicherung der Brücke zu dienen.

17. Die letzte Fahrt eines alten Dampfers. Zu erkennen ist die 'Württernberg", der letzte Seitenradschlepper auf der EIbe. Sie wurde 1908/09 auf der Werft der Sachsenbergs gebaut, und viele Roß/auer Schiffer verrichteten dort ihre Arbeit. Der Schlepper legte zwischen Usti und Hamburg 800 000 km zurück. Im Jahre 1976 wurde er außer Dienst gestellt und ist heute als technisches Denkmal an der Eibe in Magdeburg zu besichtigen. Das Bild entstand 1976 und zeigt den 'Veteranen' auf seiner letzten Fahrt auf der Eibe in der Sächsischen Schweiz.

18. Hier die Besatzung des Seitenradschleppers 'Rheinland'. Die Aufnahme wurde zwar erst in den fünfziger Jahren gemacht. zeigt aber zwei über lange mit Roßlau verbundene Schiffer: den Kapitän Wilhelm Helmich (Zweiter von rechts oben) mit seiner Ehefrau und den Steuerrnann Paul Schulze (Zweiter von links oben). Die Schiffer im Vordergrund haben sicher für den Fototermin darauf verzichtet, die sonst üblichen Holzpantinen zu tragen. Auch dieses Schiff ist schon vor geraumer Zeit außer Dienst gestellt worden.

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