Roßlau in alten Ansichten

Roßlau in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johannes Schmidt
Gemeente
:   Roßlau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5346-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Roßlau in alten Ansichten'

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19. Roßlau erhielt schon 1841 mit dem Bau der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn seinen ersten Bahnhof. Als die Station Roßlau durch die Leopoldsbahn, die vorerst bis nach Zerbst fuhr, zum Umsteigebahnhof wurde, reichte das alte Bahnhofsgebäude nicht mehr aus. Es stand etwas nördlich, an der heutigen Bushaltestelle nach Dessau. 1866 wurde dieser Bahnhof errichtet. Die Aufnahme entstand um 1900 von der Bahnseite. Beim abermaligen Umbau zwischen 1904 und 1906 erhielt der Bahnhof unter anderem den Zwischenbahnsteig, die Überdachung und die Verbindungsunterführung an der nördlichen Seite. Im Gebäude links befand sich damals die BahnpoststeIle.

20. Und hier der Roßlauer Personenbahnhof nach dem Umbau von 1904-1906 von der Straßenseite. Das Gebäude wurde rechts aufgestockt, eine große runde Uhr wurde angebracht. Der Mittelpunkt wurde wie auch auf der Bahnseite durch drei Bögen mit je zwei Türen markiert. Auf der Dessauer Straße sind noch deutlich die Straßenbahngleise und die Überführungsgleise zur Strontianfabrik zu erkennen.

21. 1911 wurde der Haltepunkt Meinsdorf errichtet. Auf der Ansichtskarte mit dem Poststempel des gleichen Jahres schreibt ein Meinsdorfer Bürger: c ??? wenn Sie Pfingsten kommen, können Sie hier aussteigen.' Dieses Gebäude mußte sicher weichen, als der Güterbahnhof erweitert und der Eisenbahndamm aufgeschüttet wurde.

22. Da auch der Güterverkehr auf der Eisenbahn zunahm, wurde es zur Notwendigkeit, einen Güterbahnhof vor den Toren der Stadt zu errichten. 1877 wurde der Güterbahnhof seiner Bestimmung übergeben, und Personen- und Güterverkehr konnten getrennt werden. Ein Jahr zuvor wurde das sog. Gleisdreieck fertiggestellt. Es bestand nun eine direkte Verbindung zwischen den Eisenbahnstrecken Roßlau-Magdeburg und Roßlau-Wittenberg. Die Aufnahme des Güterbahnhofes stammt aus dem Jahre 1903 und wurde auf der Streetzer Brücke gemacht. Das Gebäude wurde später nach Norden hin erweitert. Von dem alten Drehkran steht heute nur noch der Sockel.

23. Im Jahre 1899 entgleiste, wahrscheinlich auf dem Gleisdreieck, denn im Hintergrund kann man die Rietzke ausrnachen, ein Güterzug. Die Aufnahme zeigt Eisenbahner bei den Aufräumungsarbeiten. Schon damals, oben rechts zu erkennen, zog ein solches Ereignis Schaulustige an.

24. Der zunehmende Güterverkehr harte auch zur Folge, daß die Bahnstrecken aufgeschüttet und nach Meinsdorf hin erweitert werden mußten. So war es nötig, auch den Rosseltunnel und den sogenannten Trockentunnel zu erweitern. Damals entstand wahrscheinlich auch der Ablaufberg. Die Aufnahme stammt aus den dreißiger Jahren.

25. Diese Luftaufnahme aus der Mitte der zwanziger Jahre zeigt den Westteil der Stadt Roßlau. Deutlich ist die Eisenbahnlinie in Richtung Magdeburg zu erkennen, desgleichen die Abzweigung nach Wittenberg unter der Zerbster Brücke, die erst zwischen 1934 und 1938 in der heutigen Form entstand. Im Mittelgrund steht die Strontian- und Pottaschefabrik. Links hinter der Baumreihe liegt der Roßlauer Personenbahnhof. Ganz links beginnt die Schiffswerft. Hinter der Bahnlinie links finden wir etliche kleinere Roßlauer Betriebe. Hier entstand in den fünfziger Jahren das westliche Wohngebiet. Rechts von der Magdeburger Straße hat sich aus der Faßfabrik Kohl das Möbelkombinat entwiekelt.

26. Auch aus der Mitte der zwanziger Jahre stammt die Luftaufnahme der Strontian- und Pottaschefabrik. Zwischen der Eibe (im Hintergrund), der Fabrikstraße (links) und dem Roßlauer Personenbahnhof (im Vordergrund) wurde diese Fabrik 1882 gebaut. Die hauptsächlich produzierte Strontianverbindung wurde in den Zuckerfabriken, besonders in Dessau, zur Melasseentzuckerung verwendet. Nach der Einführung neuer Technologien in den Zuckerfabriken wurde die in der Roßlauer Fabrik hergesteilte Verbindung nicht mehr benötigt, und 1953 begann der Abbau der Anlagen. Dadurch konnte die Luchstraße nach Süden weitergeführt und die Verbindung zur neuen Straßenbrücke über die EIbe hergestellt werden. Deutlich sind die Südstraße und ganz links die alte Ziegelei zu erkennen.

27. Zwischen 1898 und 1932 hatte Roßlau auch eine Porzellanfabrik. Sie befand sich auf dem Gelände zwischen der BurgwalIstraße und der Eisenbahnlinie nach Wittenberg. Der Eingang befand sich gegenüber der Gaststätte 'Zum BurgwalI'. Die Fabrik gehörte der Firma Schomburg und Söhne, die ihr Werk in Berlin-Moabit durch Ankauf der Steingutfabrik Steinbrecht in Roßlau erweiterte. Zunächst wurde technisches Porzellan hergestellt, später Gebrauchsgeschirr mit dem Markenzeichen 'EchtChina-Blau-Askania', das vielen Roßlauern noch bekannt ist. 1932 wurde die Produktion eingestellt, nachdem der Kahla-Konzern das Werk aufgekauft hatte. Auf dem Luftbild der zwanziger Jahre sind die ehemaligen Produktionshallen zu erkennen, ferner das Verwaltungsgebäude (Mitte rechts) und davor die Villa des Direktors (heute Arbeiterwohlfahrt). Links grenzte der alte Friedhof an.

28. Westlich von Roßlau, nach Rodleben hin, wurde 1916 an der EIbe der Grundstein für das Hydrierwerk gelegt. Gedacht war das Werk zuerst für die Herstellung von Tetralin, einen Treibstoff für UBoote. Die Ausbeute war jedoch sehr gering. Die Aufnahme zeigt das Werk noch in der Aufbauphase. Die Allee rechts im Bild führt über die Biethe nach Roßlau.

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