Roßlau in alten Ansichten

Roßlau in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johannes Schmidt
Gemeente
:   Roßlau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5346-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Roßlau in alten Ansichten'

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29. Die Luftaufnahme aus den zwanziger Jahren zeigt das Werk in seiner weiteren Ausdehnung. Die Tetralinherstellung wurde aufgegeben, andere Hydrierungsprodukte wie Grundstoffe für Waschmittel standen auf dem Programm. Nach 1945 wurde das Werk nahezu vollständig demontiert. Nach dem Wiederaufbau und zahlreichen Erweiterungen beschäftigte der Chemiebetrieb fast 2 000 Arbeitskräfte.

30. Wenden wir uns nun wieder der Stadt zu, dem Marktplatz. So sah er zu Beginn der dreißiger Jahre aus. Mitten auf dem von Linden begrenzten Platz stand das Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen im Kriege 1870171. An der Nordseite ist das ehemalige Naverrna-Haus zu sehen, rechts das 'Bräustübl', eine der ältesten Gaststatten in Roßlau. Es wurde bis vor einigen Jahren noch von Frau Tonndorf bewirtschaftet. Irn Hintergrund ragt der Turm der evangelischen Kirche heraus.

Der alte Markt lal

31. Diese Zeichnung vom Marktplatz kann weit vor 1850 entstanden sein. Die alte Marienkirche stand noch. Sie mußte erst 1851 der neuen weichen. Links wird die alte Schmiede der Sachsenbergs deutlich, Ursprung der künftigen industriellen Unternehmungen in Roßlau. 1847 verlegten die Gebrüder Sachsenberg die zu klein gewordene Werkstatt in die Hauptstraße, wo heute das EIbewerk steht. 1856 brannte die ehemalige Schmiede nieder.

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32. Nach der Wiedererrichtung des ehemaligen Sachsenbergschen Anwesens befanden sich hier nacheinander die Läden einiger Roßlauer Kaufleute. Urn 1908 zog der Konsurn-Verein hierher , nachdem er das Gebäude käuflich erworben hatte. Bis in die siebzigcr Jahre war hier eine Lebensrnittelverkaufsstelle der Konsumgenossenschaft. Diese Aufnahme entstand um 1910.

33. Die Ansichtskarte zeigt die Ecke Hauptstraße/Große Marktstraße. Sie trägt den Poststempel von 1914. Die beiden ersten Häuser in der Großen Marktstraßc sind inzwischen abgerissen worden. Hier befindet sich nun die Bushaltestelle nach Meinsdorf. Im Eckhaus links ist heute das Elektrogeschäft der Firma Hörnlein. Der Mast im Vordergrund (jetzt steht dort eine Litfaßsäule) hielt die Freileitung der Straßenbahn. Im Hintergrund ragt der Turm der evangelischen Kirche heraus.

34. Diese historische Zeichnung ist nach 1854 entstanden. Im Mittelpunkt steht die neue Marienkirehe. Sie wurde im neugotischen Stil errichtet und steht an der Stelle der alten Kirche. Der Architekt war der Anhalt-Köthensche Baurat Hengst, der Amtsnachfolger Bandhauers. Am 15. September 1851 wurde der Grundstein zu dieser Kirche gelegt. Nach dreijähriger Bauzeit wurde sie am 24. September 1854 festlich eingcwciht. 1886 erhielt die Kirche bunte Glasfenster. Zwei Jahre später begann der Bau der Pfarrhäuser an der Westseite. 1897 wurde die Sakristei an die Kirche angebaut.

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35. Der Marktplatz in Roßlau wird im Süden vom Rathaus, dessen Geschichte sehr wechselvoll verlief, begrenzt. Rechts führte die Große Marktstraße in die Elbstraße und in die Poetschstraße. Auf der rechten Seite befand sich in einem der Häuser früher der Ratskeller; heute liegt er links des Rathauses, bewirtschaftet von der Familie Knüppcl, Das Kriegerdenkmal ist in dieser Aufnahme, die ungefähr 1910 entstand, noch von einern schrniedeeisernen Gitter umgeben.

36. Die historische Zeichnung mit dem Rathaus stammt noch aus der Zeit vor dem Umbau irn Jahre 1860. Der Grundstein zu dem Rathaus wurde am 9. Mai 1740 gelegt, wahrscheinlich auf Bitten der Roßlauer Bierbrauer, die in diesem Gebäude ihr Malz trocken lagern wollten. Bauherr war der damalige Fürst von Anhalt-Zerbst Johann August. Zur gleichen Zeit wurde der Marktplatz in seiner noch heute erhaltenen Anlage gestaltet; ein Teich wurde zugeschüttet. In den unteren Räumen des Rathauses hatten uacheinander mehrere Roßlauer Kaufleute ihre Schank- und Verkaufsräume. 1860 erfolgte der Urnbau. Der Dachreiter wurde abgerissen und das Gebäude um ein Stockwerk erhöht, um die Schule aufnehmen zu können. Nach dem Bau der Volksschule in der heutigcn Goethestraße im Jahre 1879 hatten die Stadtverwaltung und das Amtsgericht genügend Platz. 1962 belegte die SED-Kreisleitung die Räume. Jetzt ist das Rathaus wieder Sitz des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung.

37. Die Roßlauer Burg ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Diese Ansichtskarte wurde um 1930 angefertigt. Die Entstehung der Burg reicht bis in die slawische Zeit. Als Wasserburg, von der Rossel umflossen und von sumpfigem Gelände umgeben, diente sie als Grenzsicherung. Später kam die Burg an Anhalt , war vorübergehend Witwensitz, dann Verwaltungsgebäude des Amtes Roßlau und Domäne. Nach dem Brand von 1825 wurde die Burg zwischen 1836 und 1838 durch den Herzog von Anhalt-Köthen wieder aufgebaut. Von 1918 bis 1987 wurde die Burg als Wohngebäude genutzt. Die Arbeitsgerneinschaft Burg bemüht sich um die Erhaltung des Gebäudes. Viele Roßlauer erinnern sich noch der Störche, die auf dem Dach der Burg nisteten. Der Burg gegenüber entstand im Jahre 1740 das 'Kleine Schloß'. Die heutige Brücke über die Rossel wurde 1745 gebaut.

38. Vor 1918 entstand die Aufnahme von der Feldscheune, deren Tor von Norden in das Burggelände führt. Diese zum Teil aus Feldsteinen gebaute Scheune ist mit eines der ältesten Gebäude der Stadt und erinnert daran, daß sich auf der Burg jahrelang die Domäne befand.

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