Roßlau in alten Ansichten

Roßlau in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johannes Schmidt
Gemeente
:   Roßlau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5346-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Roßlau in alten Ansichten'

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59. Kleinviehhaltung war in Kleinstädten, so auch in Roßlau, weit verbreitet. Gründe dafür waren aber nicht nur Sparsamkeit und Bereicherung des Küchenzettels, sondern auch Züchterstolz. Und dieser kommt auf dem Gruppenfoto der Kaninchenzüchter deutlich zum Ausdruck. Die Aufnahme stammt vermutlich aus den zwanziger Jahren und wurde von dem Roßlauer Fotografen Chudoba angefertigt.

60. So unglaublich das heute auch klingt, man konnte in der Eibe baden. Badeanstalten an der Eibe waren keine Seltenheit. Hier die Badeanstalt Werner bei Roßlau. Das Bild kann um 1932 entstanden sein. Diese Badeanstalt befand sich auf dem diesseitigen Ufer der Eibe in Höhe der Lehmbrücke (im Hintergrund links ist die Strontianfabrik zu erkennen). Die Badeanstalten wurden zumeist auf Pontons errichtet, die am Ufer vertäut waren. Auch das Schwimmen konnte hier erlernt werden: Angel, straffe, dann loekere Leine waren die Stationen bis zum Freischwimmen.

61. Und wem die Elbe zu tief oder zu reißend war, der wanderte mit Kind und Kegel zum Arnsdorfer Teich, in den Waldungen nördlich von Roßlau bei Meinsdorf gelegen. Noch bis in die sechziger Jahre war dieser Teich eine bescheidene Badegelegenheit für die Roßlauer und Meinsdorfer Kinder. Doch dann versiegte der Teich, den man sich heute bestenfalls nur noch vorstellen kann.

62. In den zahlreichen Wäldern um Roßlau gab es immer cinc Menge zu tun. Hier eine Gruppe von Waldarbeitern mit ihren Werkzeugen um 1928 bei Meinsdorf. Bis auf Darren-Straßer (mit der Dienstmütze) sind die Männer Saisonkräfte .

63. An der scherzhaften Bemerkung 'Die Roßlauer hatten zwar schon ein Brauhaus, aber noch lange kein Rathaus', ist schon ein wenig Wahrheit. Die große Zahl der Gaststätten in Roßlau schien diese Auffassung zu rechtfertigen. Im Jahre 1900 gab es hier 44 Gasthäuser, 27 Branntweinhandlungen und 115 Flaschenbierhandlungen. Eine der bekanntesten Gaststätten in Roßlau war der Askanische Hof am Friedrichsplatz, später Kurths Ballhaus. Hier befand sich auch (1921) eine Straßenbahnhaltestelle. Das Gebäude an der Straße mußte in den achtziger Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden, der ehemalige Tanzsaal diente zeitweilig als Lagerraum.

64. Gegenüber der Gaststätte befand sich das erste Kino in Roßlau. Der erste Besitzer hieß Birkenstedt. Seine Tochter. Grete Stephan, übernahm das Lichtspieltheater. Viele ältere Roßlauer erinnern sich noch an ihre Stirnrne. Bis in die sechziger Jahre fanden hier Filmvorführungen statt. Die Aufnahme entstand vermutlich um 1930.

65. Und nach der Kinovorstellung ging man auf ein Bier nebenan in Kleins Gaststätte (heutiger Inhaber Frau Richter). Das Geschäft an der Ecke zur Hauptstraße besteht nicht mehr. Es gehört heute zur Gaststätte. Das Foto wurde Anfang der dreißiger Jahre aufgenommen.

66. Die Hotels 'Zum Bären von Anhalt' und 'Zurn Goldenen Löwen' gchörten zu den bekarmtesten und vornehmsten in Roßlau. Sie standen in der Hauptstraße. 'Der Bär von Anhalt' wurde in den drcißiger Jahren Sozialgebäude der Sachsenbergschen Betriebe (heute EIbewerk). 'Der Goldene Löwe' gehört zum Landratsamt (Haus I). Der schöne Balkon über dern Eingang wurde abgerissen.

67. Aber auch im Hotel 'Zurn Weißen Hirsch' (vorher 'Erbprinz'), ungefähr 150 m entfernt in Richtung Coswig, wurde gefeiert. Hier traf sich der Roßlauer Männergcsangsverein zu seinem jährlichen Lumpenabend. Vielleicht erinnert sich dieser oder jener noch an die Lehrer Fritz Schade (oberste Reihe Mitte) und Fritz Thiemicke (Zweiter von links, dritte Reihe von oben). Die Aufnahme stammt aus dern Jahre 1929. Das Gebäude gehört heute zum Landratsamt (Haus 2).

68. Neben der Rosselbrücke in der Hauptstraße, im jetzigen Kino, befand sich der Gasthof 'Zur Goldenen Krone' mit dem gemütlichen Kaffeegarten. Die Gaststätte war Arbeiterlokal. Zugleich war hier die Polizeiwache untergebracht. Später wurde das Lokal in Volkshaus umbenannt. 1933 diente der Saal als Auffanglager von Antifaschisten, die von den Nazis festgenommen wurden. Seit Mitte der dreißiger Jahre befindet sich hier das Kino. Die Ansichtskarte stammt aus dem Jahre 1919.

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