Roßleben in alten Ansichten

Roßleben in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Sommerburg
Gemeente
:   Roßleben
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6547-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Roßleben in alten Ansichten'

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Einleitung

Meine lieben Leser, ich möchte Ihnen mit diesem Buch nicht nur alte Ansichten von Raßleben nahebringen, sondern dabei gleichzeitig mit Ihnen eine Wanderung durch die Geschichte des Ortes Raßleben durchführen. Ich nutze diese Gelegenheit, mich für die Unterstützung mit Bild- und Textmaterial bei der Kulturverwaltung der Gemeinde, der Buchdruckerei Sauer und den vielen anderen Freunden des Heimatvereins zu bedanken.

'Raßleben: Dorfirn preußischen Regierungsbezirk Merseburg, Kreis Querfurt, an der Unstrut und der Linie Naumburg-Artern der preußischen Staatsbahn, hat eine evangelische pfarrkirche, zwei Zuckerfabriken, eine Handelsmühle und (1885) 2 195 Einwohner. Unmittelbar dabei liegt Kloster Raßleben mit einer Gelehrtenschule von ähnlicher Einrichtung wie die Fürstenschule zu Pforta. Die Anstalt wurde aus den eingezogenen Gütern des vor 1142 gestift eten Augustiner-Klosters von Heinrich von WitzIeben 1554 gegründet und später unter Mitwirkung der kursächsischen Regierung erweitert. Die jetzigen Gebäude stammen, nachdem die alten 1686 ein Raub der Flammen geworden, aus den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts.' So wird Raßleben in der vierten Auflage von Meyers Konversations-Lexikon von 1890 beschrieben. Es ist der Zeitpunkt, von dem an Raßleben sich von einem reinen Bauerndorf zur Industriegemeinde entwickelte.

Raßleben liegt auf geschichtsträchtigem Boden. Die bis weit insThüringer Becken reichende Vergletscherung während der Elster-Kaltzeit war wohl die Ursache dafür, daß mit dem Ende dieser Kaltzeit vor etwa 350 000 Jahren die ältesten Funde menschlicher Besiedlung zu finden

sind. Spätere Eiszeiten brachten keine erneute Überdeckung mit Eis bis in unseren Raum. Die ältesten Zeugnisse von Steinzeitmenschen in Thüringen basieren auf dem Fund eines Homo erectus bei Bilzingsleben. Bei Memleben sowie bei Kleinwangen wurden Rastplätze mit Feuersteinresten und Werkzeugsplittern aus dieser Zeit gefunden. Aus der mittleren Steinzeit, die den Übergang von den nomadisierenden Jägern zu seßhaften Ackerbauern darstellt, sind aus unserem Gebiet einige Siedlungsplätze bekannt. So von den Unstrutterrassen zwischen Bottendorf und Raßleben. Die bei Bottendorf am Sandweg gefundenen Hockergräber, bei denen die Toten mit Rötel eingerieben und in runden Gruben bestattet wurden, sind eins der ältesten Zeugnisse menschlicher Bestattung in Deutschland. Während der Bronzezeit ging man auch in hiesigem Gebiet zum Kupferabbau und zur Benutzung von Bronze über. Verhüttungsplätze sind aber nicht bekannt. Die süddeutsche Hügelgräberkultur fand verbreitet Einfluß. Es bildete sich die sogenannte Unstrutgruppe heraus. Auf den Abhängen des Ziegelrodaer Forstes bzw. aufRandhöhen des Unstruttales liegen einige hundert Grabhügel.

Unsere Landschaft gehörte mindestens seit 100 v. Chr. zum Stammesgebiet der Hermunduren. Dorfgründungen wurden auf der flachen Talterrassen durchgeführt.

In den Jahren 9 und 5 v. Chr. durchzogen bei den Kämpfen der Germanen gegen das römische Imperium römische Heerscharen das Unstrutgebiet. Funde in Raßleben, Kirchscheidungen und Karsdorf zeugen davon.

Angelockt durch die römische Kultur zogen andere Germanenstämme durch unser Land nach Süden. Dabei verschmolzen sie teilweise mit

den hier lebenden Hermunduren. Ortsgründungen mit den Endungen -städt, -stedt (die Stelle); -ingen (Familiensiedlung) und -leba (leben, der Hof) stammen aus dieser Zeit, so auch Raßleben.

Aus dem Namen geht hervor, daß es sich um eine alteThüringer Gründung aus dem 4. Jahrhundert handelt. Bestand nicht vor 1 500 Jahren hier am Unter!auf der Unstrut das Zentrum des großen Thüringer Reiches mit dem Herrschaftssitz Scidingi (Burg Scheidungen) und vollendete sich 531 nicht hier an der Unstrut das Schicksal des Thüringer Staates! Dann wurde die Unstrut die Grenze zwischen den Siegermächten, den Franken und den Sachsen. Aber kaum 100 Jahre später kam es in der Steinklöbe zwischen Memleben und Wangen zum großen Freiheitskampf der Thüringer gegen die Franken.

Und wieder einige Jahrhunderte später um 933 war das Tal bei Riade (Ritteburg) der Schauplatz der Kämpfe gegen die einfallenden Ungarn. Deshalb heißt es ja auch 'Wo Deutschlands Wiege einst stand'. Denn hier nur wenige Kilometer von Raßleben entfernt stand die Lieblingspfalz Heinrichs des 1. Hier beschloß er sein Leben ebenso wie sein Sohn Otto 1. Im 8. Jahrhundert setzte die Christianisierung des Thüringer Raumes ein. Die Gaueinteilung durch Kar! den Großen bewirkte auch die Zuordnung zu den entsprechenden Bistümern. Der Hassegau mit dem Friesenfeld - Grenzen waren die Unstrut und die kleine Helme bei Artern - kam 823 zum neugeschaffenen Bistum Halberstadt. Aus dieser Zeit ist auch die erste urkundliche Erwähnung Raßlebens in dem Hersfelder Zehnverzeichnis erhalten, wo der Ort 'Rostenleba' als Nr. 52 erwähnt wird. Das Hersfelder Zehntverzeichnis wurde in den Jahren 840-87 0 geschrieben, etwas später datiert der zweite Teil die sogenannte Burgenliste. Aus diesem Grunde feiert Raßleben 1999 die 11 OOjährige Wiederkehr der Ersterwähnung.

In dem erstarkenden Sachsen gehörte Raßleben zu dem Herrschaftsbereich der Pfalzgrafen von Putelendorp (Bottendorf) . Als solches wird Rastenleba noch 1120 in einer Urkunde genannt.

Nach dem Tode des letzten Pfalzgrafen von Putelendorp (1125) und vor 1142 stiftete derVormund derWitwe des Pfalzgrafen, Graf Ludwig v. Wippra, in Raßleben ein Augustiner-Chorherren Kloster.

1 An der Westseite des Dorfes wurde das Kloster mit einer stattlichen Kirche erbaut. Diese Kirche, die wohl eine der größten dieser Zeit war, fiel 1686 einem verheerenden Feuer zum Opfer. Von dieser Kirche ist nur noch eine Zeichnung von Schamelius vorhanden, die die Kirche nach dem Brand (s.Bild) zeigt. Das Kloster wurde mit vielen Lände reien und Besitzungen ausgestattet. So erhielt es unter anderem die Rechte über Raßleben und Sukenthorp (einem jetzt wüsten Ort in der Nähe der jetzigen Egelseebrücke im Ried). Zu Roßleben gehörten damals zwei Kapellen, die dem heiligen Liudger und Sankt Petrus geweiht waren, wie es in einer Urkunde Barbarossas van 11 74 heißt. Um 11 7 7 kam das Kloster unter die Schirmherrschaft des Grafen von Hakeborn, dem Schwiegersohn des Ludwig v.Wippra. Um 1250 wandelten die Grafen von Hake-

born das Kloster in ein Zisterzienserinnen-Kloster um. In einer Urkunde von 1263 wird eine dritte Kapelle in Raßleben, die Johannes dem Täufer geweiht

von Orlamünde für 80 Schock Groschen' , den Ehegemahl der Erbtachter der Gräfin Mechtilde von Rabenswald.

war, erwähnt. Im Jahre 1355 verkauften Albert und Ludwig von Hakeborn 'die ganze Herrschaft Raßleben nebst allen Gerechtsamen an den Grafen Hermann

2 Ihm gehörten die drei Schlösser: Wiehe, Rabenswald und der WendeIstein, den er um 1 3 1 2 ausbauen ließ. Die Herren von Raßleben waren nachgewiesener Maßen seit 1263 die Grafen von Raßleben. Ihr Stammsitz war der sogenannte Große oder Rote Hof, die heutige Dorfpfarre. Dieses Grafengeschlecht ist bis zum Ende des Thüringer Grafenkrieges 1345 in Raßleben nachweisbar. Im Ergebnis des Krieges wurde Rabenswald sicher zerstört. Wiehe erhielten die Orlamünder als Lehn zurück. Den Wendelstein mußten sie jedoch auf Grund der durch den Krieg entstandenen Kosten an den Landgrafen abtreten. Die Burg kam 1355 als pfand fûr ' 100 Mark löthigen Silbers' in die Hände des landgräflichen Hofrichters Christian v. Witzleben. Somit wurde das Geschlecht v. WitzIeben Herren über Raßleben und Kloster Raßleben. Zum Klo-

ster Raßleben war die Familie schon 1282 in Beziehung getreten, damals schenkte Curdt v. WintzIeben dem Kloster unter anderem 3 Acker Weingarten. Im Jahre 1450 wurde die Umgebung von Raßleben durch den Thüringer Bruderkrieg stark verwüstet. Sechzig Dörfer gingen an

einem Tag in Flammen auf Vermutlich ist dabei auch Sukenthorp vernichtet worden. Auch die drei Kapellen in Raßleben erscheinen nicht mehr, nur noch eine Kapelle Sankt Andreas.

Hier ist das pfarrhaus von der Gartenseite abgebildet.

3 Der Bauernkrieg ging fast spurlos an Raßleben vorüber. Nur vier Männer waren bei der Plünderung des Klosters Donndorf zugegen und sind dann nach Frankenhausen gezogen. Trotzdem mußte jeder der 55 vorhandenen Bauernhöfe la Gulden Schadenersatz zahlen.

Als 1553 die letzte Nonne des Klosters gestorben war, gründete Heinrich v. WitzIeben nach dem Vorbild der Fürstenschule in Meißen die Klosterschule Roßleben. Der Enkel des Stifters konnte wegen all zu großer Schulden den Wendelstein nicht halten. Am 27. März 1616 entband er alle Untertanen von ihrem Eid und übergab gegen 16 Schuldscheine den Wendelstein an Heinrich von HessIer, einem nahen Verwandten. 1619 übersiedelte er nach Roßleben, zuerst ins Kloster, später in den Roten Hof Der Große Hof wurde nach der kirchlichen Trennung vom Kloster zur Dorfpfarre und in den Jahren 1695/96,nachdemer 1686 ab-

gebrannt war, neu aufgebaut. Aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammt noch das Portal des pfarrhauses, das das Bild zeigt. Somit ist dieses Haus eins der ältesten Roßlebens, das alle späteren Brände überstand. HessIer verkaufte später seine pfandrechte am Wendelstein an

den Kurfürsten von Sachsen. Die Übergabe erfolgte am 17. Ianuar 1623. So wurde die politische und kirchliche Oberhoheit Roßlebens getrennt. Im Dreißigjährigen Krieg hatte Raßleben sehr zu leiden. Von 2 000 Einwohnern waren nach dem Krieg noch 18 Familien vorhanden.

4 Das Bild zeigt die Burg Wendelstein, auf einem Gipsfelsen oberhalb der Unstrut gelegen. Hier war der Amtssitz auch für den Ort Roßleben. Der Kurfürst besichtigte 1624 selbst den WendeIstein und ließ ihn zur Festung ausbauen. 1632 erfuhr die Feste durch die Pappenheimer eine erste Plünderung. 1636 fielen die Schweden das erstemal ein und es brannte das Gut Wendelstein bis auf den Grund ab, die Burg blieb vorerst verschont. Am 12. Dezember 1640 zerstörten die Schweden nach langer Belagerung und Plünderung schließlich die Burg. Die Gebäude wurden mit Pechkränzen behangen und angezündet, die Türme wurden gesprengt. Nur ein Teil der Burg wurde später wieder aufgebaut. Am 26. Mai 1813 erhielt die seit Jahrhunderten betriebene pferdezucht den Todesstoß. Theodor Körner führte mit einem Kommando der Lützower alle pferde weg. Preußen, das durch den Wiener Kongreß den gesamten thüringischen Teil Sachsens erhielt, hatte kein Interesse an der Pferdezucht. Aber auch in Preußen blieb Wendelstein der Amts-

sitz. Das Amt umfaßte die Gemeinden WendeIstein, Roßleben, Kloster Roßleben, Bottendorf, Eßmannsdorf und Schönewerda. Erst 1923 kam der Amtssitz nach Roßleben.

5 Sankt-Andreas-Kirche zur 200jährigen Kirchweihe 1928. Nachdem 1656 die endgültige Abtretung desWendelsteins an den Kurfürsten erfolgte, liefen in Raßleben Bestrebungen, sich auch kirchlich vom Patronatsrecht derer von WitzIeben zu trennen. 1659 beschwerte sich der Ort beim Herzog. 1663 verließ der pfarrer Rudolphi das Kloster und siedelte sich im Ort an. Im Jahre 1674 wurde dann die 'Selbständigmachung der Kirchengemeinde', wie es in der Chronik heißt, proklamiert. Erster pfarrer war bis 1676 Rudolphi. Ihm folgten: 1676-1717 Georg Seidler, 1717 -172 7 Johann Gottfried Seidler, Sohn seines Vorgängers; 172 7 -1760 Melchior Beyer. Nach 1720 ging man in Raßleben daran, die alte kleine Gottesackerkirche St. Andreas zu einer großen geräumigen Kirche umzubauen. Am 6. Mai 1723 wurde der Bau begonnen, der am 6. März 1728 beendet war. Im Herbst 1728 erfolgte dann die Kirchweihe, so daß 1928 die 200. Kirmes gefeiert werden konnte. Von der alten Kirche blieb nur der jetzige Chor

erhalten. Der Bau stand unter der Leitung des Dorfschulzen und Baumeisters Erhard Schip Ier und kostete 3 523 Thaler. Es wurde auch eine neue Uhr eingebaut, jedoch nur nach drei Seiten. Die Seite zum Kloster hin erhielt kein Zifferblatt, vielleicht noch vom alten Streit herrührend. Die Orgel wurde vom hiesigen Orgelbaumeister Mackern erstellt. Von ihr selbst steht jetzt nur noch der prunkvolle Rahmen, da am 29. Juni 1885 ein Blitz viel Verheerung angerichtet hat.

6 Im Dreißigjährigen Krieg wurde Roßleben sehr zerstört, es brannte 163 1 bis auf wenige Häuser nieder. Das Kloster hatte jedoch die Wirren des Krieges einigermaßen gut überstanden.

Die Roßleber Chronik berichtet: 'Anno 1686, den 2.April alten Kalenders ist das ganze Dorf Roßleben samt dem Kloster bis auf die Dorfkirche, pfarrhaus und Klostermühle nebst 13 geringen Häusern, früh um 9 Uhr innerhalb 3 Stunden in Feuer aufgegangen, war aber der Karfreitag. Eine Wöchnerin wollte in der Scheune über einem Kohlenfeuer ein Faß Bier zur Kindtaufe auftauen. Mit Windeseile breitete sich das Feuer über das ganze Dorf aus. 1 71 Wohnhäuser mit Scheune und Ställen brannten nieder, nur 17 Häuser, die Andreas-Kirche und die Klostermühle blieben erhalten. Über den Hanfgarten (Schulplatz) breitete sich das Feuer nach dem Kloster hin

aus. Innerhalb von drei Stunden wurde dasselbe vollständig eingeäschert. Die schöne PeterPauls-Kirche war eine Ruine. Die fünf Glocken zerschmolzen. Aus den Resten wurde später eine kleine Glocke gegossen, die auf

dem Glockenturm im Klostergarten aufgehängt wurde, der auf dem Bild neben der Aula (Kirche) der Klosterschule zu sehen ist.

Glockenstuhl

Klosterschule Rossleben

7 Die Klosterschule um 1750. Im Kloster Roßleben sah es traurig aus. Es waren einige Wirtschaftsgebäude stehen geblieben, die notdürftig überdacht wurden. Vom Klostergebäude selbst waren nur das Refektorium und einige Mauern stehengeblieben. Den Gottesdienst hielt die nur noch aus dem Klosterguts-Pächter und seinen Arbeitern bestehende Gemeinde, die Schule war ja leer, in der wenig beschädigten Kapelle über dem Witzlebensehen Erbbegräbnis - in Bild 1

als die neugebaute Kirche bezeichnet - ab. Fünfzig Jahre sollten vergehen, ehe wieder im Kloster Roßleben Unterricht durchgeführt werden konnte. Endlich am 10. Ianuar 172 7 befahl Kurfürst Friedrich August den Wiederaufbau des Schulgebäudes. Den Bau entwarf und leitete der kurfürstliche Bauinspektor Lobenstein. Am 2. Ianuar 1742

wurde die Schule unter dem Rektor Magister Schmutzler mit zunächst nur einem Zögling wieder eröffnet. Der Bau sollte ein vierseitiges Gebäude werden. An der Nordseite war der Platz für eine Kirche vorgesehen. Die angefangenen Fundamente mußten

wegen Geldmangel im Siebenjährigen Krieg wieder abgebrochen werden.

8 Das Bild zeigt eins der ältesten Gebäude Roß!ebens, die 'Wache', das ist das kleine Haus, das heute der Buchhandlung Sauer als Lagerraum dient. Woher der Name rührt, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Es ist jedoch anzunehmen, daß dieses Haus Wachsitz der Garnison in Roß!eben nach dem Dreißigjährigen Krieg gewesen ist. Diese Einquartierung ist bis 1811 nachgewiesen. Die Wache gehörte später der Gemeinde. Am 14. Septemberln8 kaufte der BuchdruckereibesitzerWilhelm Sauer das Haus für 5 325,00 Mark. Er hatte das höchste Gebot abgegeben, da er, wie der nebenan liegende Bauernhof Lampe (später Wolf), an einer Erweiterung seines Grundstückes interessiert war. Der Käufer der Wache stiftete hundert Mark um durch die Schuljugend ein Modell des Hauses anfertigen zu lassen, das den Grundstock für ein Heimatmuse-

um bilden sollte. Heute steht das Haus unter Denkmalschutz. Die 'Wache' war der Sitz des Ortspolizeidieners. Die wenigen Räume darin dienten ihm sowohl als Amts- wie auch als Wohnraum. Eine Arrestzelle war auch vorhanden, die aber selten in Anspruch genommen werden mußte. Vor

der Wache standen zwei Bänke aus großen Steinen. Von der Wache aus machte der Nachtwächter seine Runden durch das Dorf

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