Ronneburg (Thüringen) - Rex-Simplex

Ronneburg (Thüringen) - Rex-Simplex

Auteur
:   Stadtverwaltung Ronneburg
Gemeente
:   Ronneburg (Thüringen)
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6705-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ronneburg (Thüringen) - Rex-Simplex'

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37. Eine sehr alte, aber interessante Postkarte wirbt neben dem Automobilbau der Stadt Ronneburg in den einzelnen Buchstaben aber auch für markante Gebäude und Einrichtungen der Stadt. Der interessierte Betrachter wird viele alte Details erkennen wie den Reuster Turm, die alte Schule, das Obere Tor, Teile des Marktplatzes, den Werkseingang zum Automobilwerk und vieles mehr. Aber das Automobil zeigt deutlich allen, dass es sich um Grüße aus der Automobilbauerstadt Ronneburg handelt. Wie ersichtlich wurde die Postkarte in Ronneburg beim Verlag Leopold Brandis hergestellt.

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38. Auch die Presse befasste sich intensiv mit dem Wagen, der sich ohne pferde fortbewegte. Sie tauften den Rex-Simplex- Wagen als Ronneburger Mercedes. In der Presse konnte man am 16. Februar 1905 lesen (Auszug):

Das hiesigeAutomobilwerk von Hering & Richard hat auch auf der großen Berliner Automobil-Ausstellung, die meist von großen Luxuswagen beschickt ist, ihre bewährten Rex-Simplex-Wagen ausgestellt.Auch Se. Majestät der Kaiser betrachtete mit Interesse die netten Fahrzeuge und Se. königliche Hoheit KronprinzWilhelm verweilte längere Zeit an dem Stande und sprach sich anerkennend über das Fabrikat aus.Wir Ronneburger können uns nur darüber freuen, dass es sich in der' alten Schnalle' wieder so regt, Schaden bringt es gewiss Niemand.

39. Der Platz in den alten Fabrikgebäuden in der Amalienstraße reichte nicht mehr aus, um der steigenden Nachfrage nach dem Automobil Rex-Simplex gerecht zu werden. Deshalb stellte Max Hering 1909 einen Bauantrag an die Stadtverwaltung Ronneburg. Der Stadtbaumeister Drescher stimmte dem Bauantrag zu, allerdings mitAuflagen. ImAntwortschreiben des Stadtbaurates ist imArchiv nachzulesen: Es wäre jedoch bei beiden Gebäuden zur Bedingung zu machen, dass die Fronten, wie überhaupt alle, von der Straße aus sichtbaren Teile architektonisch so gestaltet werden, dass sie dem Straßenbilde nicht zur Unzierde gereichen. Alte Fabrikgebäude wurden abgerissen, um für die neue Montagehalle Platz zu schaffen. Es entstand ein Stahlbetonskelettbau mit Wandfüllungen aus unverputzten Backsteinen. Der Bau erfolgte in den [ahren 1910 bis 191 1.

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40. Am 26. Juli 1919 teilte die Firma' Automobilwerk Richard & Hering AG' dem Stadtrat von Ronneburg mit, dass ein Fallhammerwerk in der Amalienstraße aufgestellt werden soll. Der Fallhammer wurde zur Herstellung von Schmiedestücken benötigt. Der Hammer hatte ein Gesamtgewicht von 49 000 kg. Die Höhe des Fallhammers von Fußboden bis Oberkante Riemenscheibe betrug 5 940 mmo [edoch zeigten nicht alle Ronneburger Bürger Verständnis für die Entwicklung der Fabrik und die dazugehörigen Maschinen undAnlagen. So gab es erheblichen Protest gegen die Aufstellung des Fallhammers. Ein Arzt sah sich in den Untersuchungsmethoden behindert, der Spinnereibesitzer hegte Bedenken für die Qualität seiner Produkte. Dennoch war der technische Fortschritt nicht mehr aufzuhalten. Am 17. Oktober 1919 erteilte der Stadtrat der Stadt Ronneburg die Genehmigung zur Aufstellung des Fallhammers.

41. Durch den Bau der neuen Montagehalle (Bogenbinderhalle) konnte sich eine Spezialisierung der Produktionsabläufe herausbilden. Der erhöhteAbsatz des Rex-Simplex erforderte neue Betriebsorganisation, und man war gezwungen, von der handwerklichen Einzelfertigung nunmehr Kleinserien aufzulegen. Die neue Montagehalle gab dafür die Möglichkeit, und auch die Arbeitsplatzbedingungen verbesserten sich erheblich. Das Bild zeigt im Rahmenbau den Meister Prüfer als Verantwortlichen und im oberen Teilder Empore - den Meister Hofmann, wo die Karosserie- und Bautenmontage erfolgte. Das vorhandene Foto wurde 1914 aufgenommen.

42. Durch die neue Montagehalle (Bogenbinderhalle) eröffnete sich für die Firma Richard & Hering die Möglichkeit, von der Kleinserienfertigung zur industriellen Fertigung überzugehen. Die große Nachfrage nach den verschiedenen Fahrzeugtypen in Bezug auf Ausstattungsgrad sowie Verkürzung der Lieferzeiten veranlasste die Firma Richard & Hering, die Automobile nicht nur auf Bestellung zu bauen, sondern auch Serien aufzulegen. Schließlich wurde dieTeilefertigung und Endmontage in ein neues Organisationssystem zusammengefasst. Die Halle war für die damaligen Verhältnisse sehr großzügig gebaut und lichtdurchflutet. Sie verfügte über genügend Platz; dadurch hatten sich die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert. Auf dem Bild ist die Serienfertigung der Untergestelle des Rex-Simplex deutlich zu erkennen.

43. Aber nicht nur die technische Verbesserung des Rex-Simplex war ein Erfordernis der starken Nachfrage, sondern auch die Innenausstattung verlangte viele Verbesserungen. War 1902 für den Rex-Simplex das Innenleben sehr spartanisch, so legte man in den späteren [ahren auf einen Komfort beim Fahren sehr viel Wert. WettergeschützteAufbauten für Fahrer und Insassen, Polsterungen (Klubsessel) in Stoff- und Lederausführung, Fenstergardinen und Trennscheiben zum Fahrer wurden für Luxuslimousinen angeboten. Auch eine Innenraumbeleuchtung und Aschebecher gehörten zur Ausstattung. Auf der Abbildung ist besonders das Sprachrohr zu erkennen, das zur Kommunikation mit dem Fahrer diente.

Zusammenstellung aller ziffermäßigen Angaben über unsere Wagen.

Stärke der Wagen PS 10/28 10/28 13/35 17138 25150
~ normal verlängert
Zylinder-Anzahl 4 4 4 4 4
'Bohrung . 82,5 82,5 85 100 120 mm
Hub 120 120 140 140 140 mm
Oesamt-ZylinderInhatt 3,152 3,152 3,880 5,724 8,460 Ltr,
Tourenzahl in einer Minute 1350 1350 1400 1300 1200
Anzahl dar Geschwindigkeiten . 4 4 4 4 4
Art der Zündung. Hochspannungs- ZÜ nd u ng
Spurweite 1250 1400 1400 1400 1400 mm
Achsen-Abstand 3065 3245 3160 3350 3450 mm
Aufbau-Länge . 2600 2690 2800 2699 2699 mm
Entfernung vom Stirnbrell bis Mille Hinterachse . 2200 2380 2490 2355 2355 111m
Aufbau-Breite 870 870 870 900 900 mm
Länge des ganzen Wagens 4070 4250 4370 4350 4580 mm
Breite des ganzen Wagens 1550 1550 1550 1582 1582 mm
Höchste Höhe der Limousine 2200 2200 2200 2200 2200 mm
Untergestell-Gewicht 900 920 1000 1200 1400 kg
Reifen-Dimensionen. . . 815/105 820/120 820/120 880/120 880/125
Kraftfahrzeugsteuer . . . 80,- 80.- 165.- 185.- 225.- Mk.
Preis des Untergestelles " . 7500.- 7800.- 9500.- 11500.- 15000.- Mk.
Preis des Torpedo-Doppel-Sport-Phaetons " 8750.- 9000,- 10750.- 13500.- 17000,- Mk.
Preis des Landaulets oder der Llrnousine " 11000.- 11300.- 13000.- 16000.- 20000.- Mk.
Preis des effenen Geschäftswagens " . 8500.- 8750.- 10500.- 12500.- -.- Mk.
Preis des gesclllossenen Geschäftswagens " 9000.- 9300.- 11000.- 13000,- -.- Mk. ? Die Preise verstehen sich ohne Zubehör.

44. Motorenentwicklung für die verschiedenen Rex-Modelle. In den Anfängen mit Motoren der französischen Firma Dion oder Fafrice ausgerüstet, ging das Bestreben von Max Hering dahin, Motoren der eigenen Herstellung in die Fahrzeuge einzubauen. Es wurden Mehrzylindermotoren entwickelt. Die Tabelle gibt einen Einblick in das vielseitige Angebot der Motorenleistungen zu den verschiedenen Fahrzeugtypen sowie in die technischen Daten für die Weiterentwicklung der verschiedenen Modellreihen.

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I. Moforaggregat der 13135 PS Type. 2. Plugmotor 6 Cyf. lIO PS (120 mm Bohrung, 150 111111 Hub). 3. Bootsmotor.

45. Mit der Verpflichtung (191 1) des bekannten Konstrukteurs Dr. Ernst Valentin zur Überarbeitung des Typenprogramms wurden besondere Verbesserungen bei der Motorenleistung erzielt. Es wurden neue Entwicklungen für den Motorenbau vorgenommen, die auch in andere Objekte eingesetzt wurden. Heute vielen nicht mehr bekannt ist neben den verschiedenen Motorenaggregaten für den Rex-Simplex das umfangreiche Angebot von Flugzeug- und Bootsmotoren. Das Bild gibt Einblick in das vielseitige Angebot von Motoren und dokumentiert auch den hohen Entwicklungsstand des Motorenbaues zur damaligen Zeit.

46. Ein stolzer Fahrer mit einem stolzen Auto. Eine wunderbare Aufnahme eines Rex-Simplex-Automobils, wie man sie sicher heute nur noch sehr selten sieht. Dabei handelt es sich bereits um ein späteres Modell, erkennbar an den Drahtspeichenrädern (Rudge-Rad). In der Kühlerhaube ist sehr gut das Rex-Simplex-Logo erkennbar, ein Dreieck mit demAufdruck 'Rex-Simplex'. Leider ist der Name des Fahrers sowie der Ort der Aufnahme nicht bekannt.

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