Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 1

Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dietmar Ahner und Thomas Schroot
Gemeente
:   Ronneburg (Thüringen)
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5198-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 1'

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R0üneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 1

van Dietmar Ahner und Thomas Schroot

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sucht alte Ansichtskarten, Bücher.Hefte, Fotos, Rechnungen und Prospekte von Ronneburg

Thomas Schroot Schießgasse 2 07580 Ronneburg (Thür.) Telefon: 036602/34381

Diese 3. Auflage wurde durch Herrn Thomas Schroot und den Verlag möglich

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ISBN10: 90 288 51984 ISBNI3: 978 90 288 5198 6

© 1991 Europäische Bibliothek - ZaltbommeliNiederlande © 2011 Reproduktion vom 3. Druck aus 2000

Nachdruck und Vervielfàltigung jeglicher Art von Bild und Text nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlegers.

LITERATUR:

Illustrierter Führer nach der Bismarcksän1e auf dem Reuster Berge bei Bad Ronneburg des Verschönerungsvereins zu Ronneburg.

Broschüre Ronnebufll i. Thur. von 1926 der Stadtverwaltung sowie des Verkehrs- und

Verschönerungsvereins.

Der Kurort Ronneburg von Dr. W. H. Gilbert, 1893.

Kleine Kurtaxe Bad Ronneburg des Verschönerungsvereins von 1933. Festschrift für das 25jährige Jubiläum desTurnerbundes Ronneburg e.Y. von 1909. Chronik znm 200 jäbrigen}ubi1äum der privilegierten Schützengesellschaft von 1931. Historisches Jahrbuch und Hauskalender von Karl Förster, 1930.

Das vorliegende Werk versteht sich als Bildband um Biirgern, Gästen und regionaJhistorisch interessierten Personen ausgewählte Blicke Ronneburgs und dessen Umgebung aus der }ahrhundertwende darzustellen. Es erhebt keinen Anspruch aufVollständigkeit sowie den Status einer wissenschaftlichen Abhandlung.

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NL - 5300 AA ZaltbommeliNiederlande Telefon: 0031 418 513144

Telefax: 0031 418 515515

E-mail: publisher@eurobib.nl

EINLEITUNG

Wie viele Kleinstädte unseres Landes, hat auch Ronneburg in Ostthüringen eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich. So gab es Höhepunkte im Leben der Bürgerschaft, aber auch große Verheerungen wie Brände, Kriege und ähnliches.

Diese Worte mögen ihnen einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung der Stadt Ronneburg in Thüringen geben.

Um 800 spricht man von einer spätsorbischen Niederlassung. Im Jahre 1209 findet Ronneburg seine erste urkundliche Erwähnung als Burganlage und danach als Pfarrkirche. 1307 finden wir auf einer Urkunde die Verleihung des Stadtreehts und in diesem Zusammenhang erfolgte die Befestigung der Stadt. Im Jahre 1327 trat die Stadt in geschichtlicher Sicht hervor, damals schloß Heinrich Reuß von Plauen mit anderen vögtischen Linien den Ronneburger Vertrag zum Schutz gegen die Wettiner Fürsten, deren Machtbereich sich bedrohlich vergrößert hatte.

Auch die Herrschaftsverhältnisse waren sehr wechselhaft. Anfangs übten die Vögte von Weida die Macht aus, danach die Vögte von Plauen und ab 1517 kamen die Herren von Wildenfels (heute bei ZwickauJSachsen). 1548 wurde durch Kauf die Anlage dauerndes Eigentum der herzoglich-sächsisch-ernestinischen Linie.

Einen wichtigen Ort im städtischen Leben stellt

das Rathaus dar. In unserer Stadt findet es bereits um 1476 erste Erwähnung. Durch einen Stadtbrand am 1. August 1665 eingeäschert, wurde es wieder erneuert und aufgebaut. Seine letzte umfassende Rekonstruktion erfuhr es in unserem Jahrhundert,1928/29.

Als weitere Punkte in der Entwicklung sind 1703 die Gründung des Stadtteils Friedrichshaide, 1736 der Bau des Rokokohauses Drogerie Noack am Markt, sowie 1766 die Wiederentdeckung und der Ausbau der Quellen zu nennen.

Mit der Erschließung der Quellen begann für Ronneburg ein neues Zeitalter. Das radioaktive Mineralwasser fand erfolgreiche Anwendung gegen: Arterienverkalkung, Gicht, Rheurnatismus, Katarrhe, Blutarmut, Bleichsucht, Hautkrankheiten und Darmleiden. Folgende Quellen befanden sich in der Stadt: Urquelle, Eulenhofer Quelle, Rasenquelle, Schwefelquelle und Zellenquelle.

Im Tempel der Urquelle, sowie im Kurhaus, oder auf der Esplanade konnten die Trinkkuren vorgenommen werden. Es gab aber auch die Möglichkeit Heim- und Nachkuren durchzuführen. Dazu wurde das Ronneburger Mineralwasser in Flaschen verfüllt und in weite Teile der Welt versandt.

Heute kann man die Badanlagen nur noch erahnen oder sich von älteren Bewohnern berichten las-

sen. Der Standort der Anlage befand sich im weiteren Rahmen am Ortsausgang in Richtung Werdaul Crimmitschau auf der linken Seite. Den Ronneburgern sind Begriffe wie 'Badehaus', 'Brunnenholz' oder 'altes Bad' noch vertraut.

Auch bekannte Fürstlichkeiten und Heerführer besuchten unsere Stadt. So weilten Friedrich der Große, der Dichter und Maler Hoffmann von Fallersleben, Wilhelm von Kügelgen unter anderen hier.

Die industrielle Besiedlung bestand zum größten Teil aus Textilwerken. Heute noch erkennen wir die spezielle Bauweise der Fabrikgebäude. In der Geschichte bekannt wurde der 'Ronneburger Schnallensturrn' (Bezeichnung für eine Weberei) am 26. März 1841. Hierbei lehnten sich die Arbeiter gegen die Modernisierung mit mechanischen Webstühlen auf.

Mit Beginn der Jahrhundertwende fand aber auch die Automobilindustrie ihren Platz im Gewerbe der Stadt. So hatte die Elite Lastwagen AG ein Werk und die Firma Hering produzierte Zubehörteile (Räder) für Autos. In diesem Zeitraum wurde auch in der Stadt ein Auto gebaut, der 'RexSimplex' (zu deutsch König der Einfachheit), ein Zweisitzer mit 6 PS.

Auch auf dem Gebiet der Volksbildung wurde mit Ende des 19. Jahrhunderts eine Neuerung geschaf-

fen. Es wurde am 16. September 1890 ein neues Gesamtschulhaus für die Stadt in den Dienst gestellt. An diesem Tag feierte ebenfalls seine Hoheit der Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg seinen Geburtstag.

Zur Absicherung der medizinischen Versorgung fand am 6. August 1906 die Grundsteinlegung für das städtische Krankenhaus statt. Durch Urn- und Ausbauten ist heute von dem Ursprung recht wenig zu erkennen. Letzte großräumige Baumaßnahmen fanden 1978 statt.

Im folgenden Bildteil möchten wir verschiedene Ansichten der Stadt bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts vorstellen. Viel hat sich verändert in den vergangenen Jahren, mögen die Bilder uns Ronneburger erinnern und den Lesern ein Stück Geschichte unserer Stadt vermitteln.

An dieser Stelle möchten wir uns für die Unterstützung mit Fakten und Materialien bei allen Beteiligten bedanken. Den Heimatforschern wünschen wir, getreu dem Wort 'Urn die Zukunft zu meistern, muß man die Gegenwart kennen, und um die Vergangenheit wissen', viel Erfolg für die Arbeit weiterhin!

zusammengestellt von Dietmar Ahner und Thomas Schroot

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1. Die Stadt vom Ortsteil Friedrichshaide aus betrachtet. Im oberen Teil entdecken wir die Stadtkirche.

2. Die Stadt Ronneburg liegt in unmittelbarer Nähe von Gera im ostthüringischen Raum. Ihre Höhe bei etwa 285 m über dem Meeresspiegel. Wichtige Fernverbindungen, wie die Strecke Gera-Altenburg sowie Gera-Zwickau verlaufen durch den Ort. In der Vergangenheit besaß die Stadt einen eigenen Amtsgerichtsbezirk , das heißt sie übte die Hoheit über verschiedene Dörfer in der Umgebung aus. Im Schloß befanden sich neben dem Amtsgericht auch das Zollamt und das Rentamt.

3. Der Wochenmarkt - eine wichtige Tradition im städtischen Leben. In der Vergangenheit wurde durch den Stadtvorstand ein Platz ausgewählt an dem Händler und Gewerbetreibende ihre Ware feilbieten konnten. Damit der Verkauf in geregelten Bahnen lief wurden Statuten und Marktordnungen erlassen, die bestimmten Gewerben ihren Platz zuwiesen und für Verfehlungen Strafgelder vorsahen. Diese Orte wurden in der Regel als Bänke bezeichnet, es gab zum Beispiel eine Brotbank, eine Fleischbank und dergleichen mehr.

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4. Eine der ältesten Gastwirtschaften ist der 'Gambrinus' in der Stadt (Eckgebäude im Bild rechts.) Als Bauzeitraum wird der Anfang des 17. Jahrhunderts (um 1603) angenommen. Ehemals als Wirt der Gaststätte 'Zurn schwarzen Bären' bekannt wurde dem Betreiber zur damaligen Zeit, Herrn Bernhard Schröder, im Jahr 1865 die Konzession zur Nutzung erteilt.

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VerJalt: Leopold Brandes, Buch- u. Papierhandlung, Ronneburg 142 --:? ./ / --

5. Rund fünfzig Gaststätten befanden sich in unserer Stadt. Viele sind eingegangen, andere existierten weiter als einfacher Bierausschank. Ein Glas Bier war in der damaligen Zeit für 7-8 Pfennige zu erhalten, wobei besondere Lagerarten bis zu 15 Pfennigen kosteten. Unser Bild zeigt einen Teil des Marktes mit dem Hotel 'Zum rothen Hirsch'. Im Service standen neben gepflegten Getränken, eine gut bürgerliche Küche sowie Kraftfahrzeuggaragen und ein ADAC-Stützpunkt. Für größere Feierlichkeiten und Bälle stand ein Tanzsaal zur Verfügung.

6. Als altrenommiertes Haus ersten Ranges wird öfters das Hotel 'Zum weißen Roß' am Markt genannt. Durch seine zentrale Lage erfreute es sich stets großer Beliebtheit. Vaterländische Verbände und landwirtschaftliche Vereine nutzten dieses Haus als Tagungslokal.

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