Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 2

Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Stadtverwaltung Ronneburg
Gemeente
:   Ronneburg (Thüringen)
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6593-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Die rasanten Veränderungen unserer Stadt werden am sichtbarsten beim Betrachten alter Fotos und Postkarten. Der zweite Band der Reihe 'Ronneburg in alten Ansichten' lädt zu einer Zeitreise ein, die uns in die Vergangenheit führt.

Eine Stadt lebt und verändert sich, sie muß sich neuen Anforderungen anpassen und den Wünschen ihrer Bewohner und Gäste entsprechen. Dies muß man bedenken, wenn sich beim Betrachten alter Fotos oft Wehmut einstellt, daß etwas verschwunden ist, von dem eine ganz besondere Atmosphäre ausging.

Beim Stöbern in alten Postkarten stellt sich dieses Gefühl leicht ein; halten sie doch die 'Schokoladenseiten' der Stadt fest und zeigen selten die harten Lebensbedingungen in früheren Zeiten.

Die Postkarten, die man verschickte, sollten natürlich für unseren Ort werben und dem Empfänger ein idyllisches Motiv zeigen. Gleichzeitig sollten sie ihn dazu bewegen, in den nächsten Iahren eine Kur in Ronneburg zu planen.

In diesem vorliegenden Bildband soll das Flair der alten Postkarten und Fotos unsere Stadt in vergangenen Tagen zeigen.

Aus alten Reiseführern, Chroniken und dem 'Ronneburger Anzeiger' wird zitiert, um sprachlich die Zeitreise abzurunden. Es wurde versucht, möglichst viele Informationen zu den Bildern über den Ort zu vermitteln.

Dieses kleine Bildbändchen versteht sich nicht als historischer Abriß, sondern als Auswahl der uns zur Verfügung gestellten Bilder, Fotos und Postkarten.

Am 'Kreislauf des Brotes' sollen verschiedene Bauernhöfe, Mühlen und Bäckereien dargestellt werden. Viele davon existieren leider nicht mehr.

Nachfolgend aufgeführte drei Wirtschaftszweige waren und sind maßgeblich bei der Herstellung des Brotes beteiligt.

Die Landwirtschaft war und ist ein wichtiger Erwerbszweig. Sie erzeugt pflanzliche und tierische Nahrungsmittel sowie Rohstoffe. Die Art des Bodens und das Klima haben großen Einfluß auf die Betriebstypen wie Weide-, Futterbau-, Getreide- und Hackfruchtwirtschaft.

Die Müllerei bereitet im landläufigen Sinne Getreide zu Mehl, Grieß und Schrot auf. Ein wichtiges Nahrungsmittel ist Brot, das sich in Mitteleuropa erst in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zum Hauptnahrungsmittel entwickelte. Der Bäcker ist für die Herstellung des Brotes verantwort-

lich und vertritt einen wichtigen Wirtschaftszweig. Gleichzeitig zeigt das Buch Geschäftshäuser und Besonderheiten unserer Stadt. Natürlich sollen auch die Ortsteile und umliegenden Dörfer auszugsweise mit betrachtet werden.

Man könnte selbstverständlich noch viel mehr aufzeigen, doch der Platz ist begrenzt.

Weitere Informationen zur Stadt erhalten Sie zum Beispiel aus dem Band 1 'Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten' und der Stadtchronik. Beide Werke können in der Stadtbücherei Ronneburg im Schloß eingesehen werden. Nach dem bereits von Dietmar Ahner und Thomas Schroot kompetent und liebevoll zusammengestellten Band 1 erfordert die Auswahl für dieses Buch einen nicht unerheblichen Aufwand, um Wiederholungen zu vermeiden.

Wenn sich dieses Anliegen verwirklichen ließ, so nicht zu letzt Dank der Unterstützung von Sammlern, die mit wahren 'Schmuckstûcken' das Stadtarchiv bedacht haben. Einen besonderen Dank an dieser Stelle an die Postkartensammler Herrn Thomas Schroot und Herrn Werner Schenke. Ohne ihren Sammeleifer und ihre Kooperation hätte sich das vorliegende Buch nicht realisieren lassen. Auch viele Ronneburger Bürger und ehemalige Einwohner

unserer Stadt unterstützten uns beim Zusammenstellen des zweiten Bandes.

Ronneburg, Mai 1999 Angelika Dietsch und Renate Pohle

1 Die Landkarte 'Von Altenburg sa Gothaischer Hoheit' vermittelt einen Einblick in die damalige Größe und den Umfang der Ämter Altenburg und

Ronneburg. Das Amt Ronneburg dehnte sich in westlicher Richtung bis Roschütz, dann südlich bis Gauern und östlich bis in die Gegend von Thonhau-

sen aus. Sie zeigt uns die alten Schreibweisen, wie beispielsweise 'Schmägau' (Schmirchau), 'Beyerwalda' (Beerwalde) oder 'Reich-Städt' (Reichstädt).

Zu beachten sind auch die Zeichenerklärungen, die nähere Auskünfte über die eingezeichneten Städte, Dörfer und Vorwerke geben.

2 Die Begriffe 'Siegel' und 'Wappen' werden im allgemeinen Sprachgebrauch immer wieder verwechselt. Sie müssen jedoch deutlich auseinandergehalten werden, da es sich in ihrer Entstehung und ihrem Gebrauch nach um völlig verschiedene Dinge handelt. Siegel und Wappen sind Erkennungszeichen, wenn auch verschiedener Natur. Die Siegel waren zuerst da und haben ein hohes Alter, das einige Jahrtausende vor der Zeitenwende zurückreicht. Die Wappen sind erst einige Jahrhunderte alt. Ein Siegel ist der Abdruck eines Stempels. Es bestätigt die Echtheit einer Urkunde oder eines amtlichen Schriftstückes. Siegel kennt man schon seit dem Altertum. Das Bild zeigt verschiedene Siegel der Stadt Ronneburg aus den

Iahren 1410 bis 1731Abbildung aus 'Alt-Ronneburg und sein Handwerk' von Walter Kellermann. In der Mitte des Siegels befindet sich ein Wappenstein, datiert vermutlich auf 1529. Dies sind Zeugnisse des kulturhistorischen Erbes unserer Heimatstadt.

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3 Diese Abbildung zeigt eine der ältesten Urkunden von 'Roneberch' , datiert auf den 27. Juli 12 97. Mit der Entwicklung unserer Sprache und Schrift verän-

derte sich auch die Schreibweise des Namens unserer Stadt. So lesen wir in alten Urkunden und Akten zum Beispiel Ronberg, Ronbech, Rannberg

und dann wieder Ronnburgk. Noch in der Mitte des 18. Jahrhunderts war Rannenburg und Ronneburg gebräuchlich. Nachzulesen in der 'Chronik der

Stadt und der Pflege Ronneburg' van Eduard Böhme.

4 Die ehemaligen Studenten der landwirtschaftli chen Schule ]ena-Zwätzen vom Schuljahr 1870/71. Diese Aufnahme entstand zu Himmelfahrt 1927 vermutlich anläßlich eines Treffens der 'alten Herren'. Stehend von links: Bernhardt (Gorlitzsch bei Gera), Barthol (N eunhofen) , Rose (Kundorf) und Randor (Oberreißen ). Sitzend van links: Trummer (Ronneburg), Pufe (AumühleWeida), Urbich (Kerpsleben) und Thurm (Ronneburg) . Als Landwirt eines großen Betriebes mußte man auch in früheren Zeiten über ein fundiertes Wissen verfügen, das man an einer landwirt-

schaftlichen Schule erwarb. Die Natur- und Wetterbeobachtung spielte natürlich bei der praktischen Arbeit eine große Rolle.

5 Den Räderhof kaufte 1576 Cas par Räder von Iacob Fritsch: Haus, Hof und Baumgarten, Ackerstück hinter dem Hof, samt der 'Spitze', eine Zelle am Rotenberg, und ein Holz, 'Das Rädergut' , das seither der 'Róder' genannt, ist wohl das älteste Stadtgut. Es war nie in landesherrschaftlichem Besitz, sondern ein geschlossenes Gut in Privatbesitz, ausgestattet mit allerhand Gerechtigkei ten wie Braurecht usw. Das Wohnhaus ist vermutlich 1713 neu aufgebaut worden, so war es zumindest über der Haustür des Wohngebäudes zu lesen.

6 Dieses Bild ermöglicht uns einen Blick in den Röderhof Nachweisen läßt sich anhand einesTestaments der Eheleute Chris tian und Christiane Schumann aus dem Iahr 1856, daß nach deren Tode die Stadt Ronneburg in den Besitz des Röderhofes mit beträchtlichen Ländereien gekommen ist. Die Stadt verpachtete das Gut. Der Gewinn, den der Pächter erwirtschaftete, kam der Stadtkasse zugute beziehungsweise wurde in Farm von Naturalien an Bedürftige und Einrichtungen der Stadt verteilt. Die letzten Fragmente der Gebäude wurdenimjuni 1996 abgerissen, denn eine Sanie-

rung wäre nicht sinnvoll gewesen. Herr Bergner, der Sohn des letzten Pächters vom Röderhof, unterstützte uns durch Infarmationen zum Gut.

7 Herrengasse 11, ein Bauernhof in Stadtmitte, dessen Vorderfront dies nicht ahnen läßt. Das Anwesen stellt sich wie ein Wohnhaus dar. Die Stallungen und Wirtschaftsgebäude befinden sich im Inneren des Hofes mit einem Durchgang bis zur Erbisstraße. Bis Mitte der sechziger Iahre noch als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt, ist es heute ein Wohn- und Geschäftshaus. Das Foto entstand im ersten Iahrzehnt unseres Jahrhunderts und zeigt zwei Frauen, die im landwirtschaftlichen Betrieb Trummer beschäftigt waren. Das zweite Bild zeigt den Blick in den Trummerschen Hof im Iahr 1933. Zu sehen sind Stall- und Seitengebäude mit Blickrichtung zur Erbisstraße sowie die Tor-

durchfahrt in den hinteren Teil des Grundstückes nördlicher Richtung. Der vordere Hofwar mit natürlichem, aus Kieselsteinen bestehenden pflaster befestigt. Die hintere Hoffläche war unbefestigt. Der Transport aller landwirtschaftlichen Güter erfolgte über den Hinterhofund die Erbisstraße.

8 Dieses Gebäude, heute nicht wiederzuerkennen, war das Stadtgut der Familie Müller, Förstergasse 7. Die Besonderheit dieses Bauerngutes lag darin, daß seine Felder und Wiesen unmittelbar am Hof anschlossen. Um auf die Felder zu gelangen, mußten keine großen Wege zurückgelegt werden, und Fahrten mit dem pferdegespann durch die Stadt erübrigten sich. Mit etwa 17 ha war es ein mittelgroßes Gut, wo vorwiegend Feld- und Viehwirtschaft sowie Getreideanbau erfolgte. In den fünfziger Iahren wurde es von der Landwirtschaftlichen Produkti ans genossenschaft (LPG) für die Schafzucht genutzt.

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