Rosengarten in alten Ansichten

Rosengarten in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Rosengarten
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1885-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rosengarten in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der nun vorliegende fünfte Band in der Reihe alter Ansichten aus dem Kreise Harburg - Seevetal, Winsen (Luhe), Tostedt, Neu Wulmstorf - wurde für die Gemeinde Rosengarten zusammengestellt. Diese Gemeinde ist laut 'Gesetz zur Neugliederung der niedersächsischen Gemeinden vom 1. Juli 1972' durch Zusammenlegung von neun ehemaligen politischen Gemeinden, Ortschaften und einstelligen Höfen entstanden. Das Gebiet umfaßt 6 625 Hektar Fläche mit etwa 12 000 Einwohnern. Mittelpunkt und Sitz der Verwaltung ist der Ort Nenndorf an der Bundesstraße 75 zwischen Bremen und Hamburg.

Die höchsten Erhebungen des Kreises Harburg liegen in dieser Gemeinde: Hasenberg bei Sieversen (155,5 Meter), Scharfenstein mit Fernsehturm (155 Meter) und der Gannaberg bei Langenrehm (152 Meter). Langenrehm ist auch mit 150 Metern über NN das höchstgelegene Dorf des Kreises Harburg. An dem sehr fruchtbaren Lößboden als gelbe- bis braungelbe, äolische und schichtenlose Windablagerungen vor allem in der Epoche des Pleistozäns (240 000 bis 100 000 Jahre vor der Zeitrechnung), haben die Dörfer Eckei, Klecken, Nenndorf mit Jddensen und Hinteln, Leversen, Sieversen, Sottorf und Westerhof den größeren Anteil. Ausgedehnte Waldungen entlang dem Harburger Höhenzug mit den Schwarzen Bergen, mit Haake, Rosengarten, Stuvenwald und Kleckener Wald verleihen in ihren Laub- und Nadelholzbestän-

den allen Dörfern der Gemeinde betonte Schönheit. Die Wälder bieten zu Erholung und Entspannung beste Gelegenheiten. In den Dörfern an Haake und Rosengarten finden Urlaubs- und Feriengäste immer freundlichen Aufenthalt.

Mit der Vielfalt und Zahl frühgeschichtlicher Denkmäler steht die Gemeinde Rosengarten an der Spitze aller Dörfer des Kreises Harburg. Das Hünenbett im Buchenwalde bei Klecken aus der Zeit um 2 500 vor Christus gehört zu den am besten erhaltenen Findlings-Steingräbern der germanischen Frühzeit. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg bei Ehestorf bietet mit seinen zahlreichen alten Gebäuden und weiteren Sehenswürdigkeiten einen hervorragenden Überblick über die altbäuerliche Kultur der Nordheide.

Bei der Sammlung und Beschreibung der 76 alten Ansichten fand der Verfasser wesentliche Unterstützung bei dem Herrn Bürgermeister Gustav Böttcher und bei dem Herrn Gemeindedirektor Friedhelm Weihe, sowie dankbare Hilfe bei Herrn Amtsrat Heinz Berndt in der Gemeindeverwaltung. Für freundliche Hilfe dankt er den Damen Frau Hildegard Matthieß, Klecken; Frau Milli Pabst, Ehestorf; Frau Ilse Rybicki, Eckel; Frau Irma Schuster, Kiekeberg, und den Herren Hans Avenriep, Eckel; Pastor Engelhardt, Nenndorf; Hermann König, Leversen; Heinrich Meyer-Hüdig, Ehestorf, und Helmut Stemmann, Tötensen.

1. In der Gemeinde Rosengarten gibt es zahlreiche Höhen, die einen schönen Weitbliek über die Landschaft südlich Hamburgs gestatten. Einer von diesen hervorragenden Aussichtspunkten liegt bei Vahrendorf. Dort wurde 1875 eine Windmühle errichtet, die bis 1934 auch mahlte. Als ein Flügel im Sturm gebroehen war, hörte das Mahlen auf. Zu Füßen der Mühle liegt im Kranz hoher Eichen der Ort Vahrendorf. Dieses Bild wurde als Schmuck des Buchdeckels gewählt.

2. Um ältere Namensdeutungen mit den Hundsrosen, die hier in üppigem Wachstum die Landschaft einst schmückten, auch um die umherstreifenden Herden von Rossen in der Wildnis der großen Waldungen ist es in den letzten Jahrzehnten still geworden. Aber Namen fallen nicht vom Himmel, und auch der Name Rosengarten kommt aus dem geheimnisvollen Dunkel geschichtlicher Vergangenheit. Die könnte in die Zeit der Klostergründung bei Buxtehude im Jahre 1197 zurückführen, als der Herr von Heimbruch die Stiftung mit großen Teilen seiner Waldungen begabte. Die wurden vom Kloster wie ein 'Gatten' streng bewacht, und die Wachen sparten nicht mit harten, rauhen und 'rusigen' Strafen, wie noch heute von rusigem Wetter gesproehen wird.

3. Ein alter Weg zwischen Lüneburg-Bardowick und den ehemaligen Klöstern Buxtehude, BredenbeckNeukloster und Stade kreuzt die Gemarkung der Gemeinde Rosengarten von Ost nach West zwischen Tötensen-Westerhof und Daerstorf. Er wird in einer Urkunde 1412 mit Dethweg bezeichnet. Die erste Silbe dieser Wegebezeichnung gehört zu dem älteren Stammwort theodisk, aus dem in der Entwicklung diutisk wurde und dann zu 'deutsch' in der Bedeutung Volk geworden ist. Dieser alte Weg wäre also ein Volksweg gewesen, der besonders dem 'Volk', den Söldnern des Mittelalters, als Verkehrsweg vorbehalten war.

4. Dieses Bild kommt aus den Sottorfer Kuhlen des Rosengartens. Wer diese Landschaft mit den eindrucksvollen Tälern und den von da mächtig aufstrebenden Höhen aufmerksam betrachtet, kann wohl kaum eine noch stärker überraschende Ansicht aus der Wartheeiszeit mit ihrer Hinterlassenschaft in der Einsamkeit einer Waldesstille der norddeutschen Tiefebene gewinnen.

5. Im Rosengarten genießen noch emige Jagen-Steine aus der Zeit des Königreichs Hannover den Schutz der Forstverwaltung. Die Steine galten vor 1866 der Orientierung und Kennzeichnung der in Jagen eingeteilten Staatlichen Forst. Später wurde eine neue, genauere Vermessung durchgeführt, die auch eine den forstlichen Anforderungen entsprechende Jagen-Einteilung bedingt. Spaziergänger im Rosengarten, die etwas mit der althannoverschen Geschichte vertraut sind, gehen an diesen alten Steinen nicht achtlos vorüber.

6. Westlich von Leversen und Sieversen, in Richtung nach der großen Rosengarten-Staatsforst, zeichnet sich im Gelande eine Reihe von Findlingen ab, die mit Kreuzen oder einer senkrechten Anordnung von drei schmalen Rechteeken oder beiden Darstellungen versehen in den Granit geschlagen sind. Nach einer im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv Hannover entdeckten Urkunde von 1412 deutet die Reihe der Findlinge eine ehemalige Grenze zwischen dem Eigentum der in Karoxbostel seßhaften Adelsfamilie von Heimbruch und dem Kloster Harsefeld an. Leider sind viele Findlinge im Laufe der Jahrhunderte beseitigt worden.

7. Das Hünenbett bei Klecken. Im Walde zwischen Klecken und Bendestorf liegt eines der ältesten Denkmäler frühgerrnanischer Kultur, dessen Bedeutung für die prähistorische Zeit Norddeutschlands einmalig ist. Es ist das Hünenbett, das um 2500 vor der Zeitrechnung von starken Männern als großartige Anlage zur Ehrung verstorbener Geschlechter errichtet wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fing der Handel mit Granitfindlingen an. Um dieses 46 Meter lange, von 72 großen Steinen umgebene Denkmal bemühte sich der Förster Schneemann, der die Zerstörung tatkräftig verhindern konnte. Aufnahme: Louis Voß, Stelle von 1904.

8. Zu den größten und auffälligsten Denkmälern der urgeschichtlichen Zeit zählen die Großsteingräber, die in Norddeutschland, Dänemark und Schweden in verschiedenen Formen vorkommen. Die abgebildete Grabform bezeichnet man als Dolmen, ein Ausdruck, der aus dem Nordwesten Frankreichs kommt und in der keltischen Bevölkerung das deutsche Wort 'Steintisch' bedeutet. Dieser 'Steintisch' wurde im Sommer 1950 in der Nenndorfer Interessentenforst freigelegt. Das Helmsmuseum wurde von dem Bauer W. Thömen aus Nenndorf auf dieses alte Hünenbett aufmerksam gemacht.

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