Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten

Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten

Auteur
:   Daniel Bingemann
Gemeente
:   Rotenburg an der Fulda
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2721-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten'

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29. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen, galt das Riemann'sche Haus in seinem alten gotischen Fachwerkstil in der oberen Breitenstraße als das älteste erhaltene Fachwerkhaus in der Altstadt und soll daher hier noch einmal in seinem vom Zerfall bedrohten aber reizenden Fachwerkzustand gezeigt werden. Lange ging der Streit zwischen Landeskonservator, dem Besitzer und der Stadt. Es war nicht möglich geworden, das Gebäude zu restaurieren und zu erhalten. Der letzte Besitzer konnte aus finanziellen Gründen eine solche Renovation nicht vornehmen lassen. Die Stadt hatte in ihrem Etat damals derlei Mittel noch nicht in solcher Höhe vorgesehen, als daß sie von sich aus hätte Abhilfe schaffen können. Ein Neubau steht heute an der gleichen Stelle.

30. Das einzige Fachwerkhaus in der Rotenburger Altstadt, das in gotischer Bauweise heute noch zu sehen ist, ist ebenfalls ein Haus in der oberen Breitenstraße. Heute beherbergt es eine Gaststätte, war davor in Besitz des Spirituosenfabrikanten und -Händlers Hauss, später Rudolph. Das Bild zeigt den Zustand um 1900, als man nach Manier der Zeit vor 1900 auch die schönsten Fachwerkhäuser mit Putz versah. Die Gasse links vom Haus führt zum äußeren Schloßhof.

31. Aus dem Fenster der Urhahn'schen Hauses sieht der Betrachter den Bereich des Obertores um 1930, wie er sich damals darbot. Auf dem Gelände der im Vordergrund zu sehenden Gärtnerei erstand, von WiegandjZäh erbaut, 1954 ein Kino - Parklichtspiele das 1979 an einen OK-Markt verkauft wurde. In dem Haus mit Erker halbrechts, wohnte der Stadtpolizist Körner. Die Remisen im unteren Schloßpark sind dem Bau des Internates der Landesfinanzschule zum Opfer gefallen. So hat sich das Bild im Laufe der letzten fünfzig Jahre stark gewandelt. Allein im Hintergrund die Erker des südlichen Schloßflügels zeigen heute noch ihr altes Gesicht.

32. Die Rotenburger Stadtbefestigung, die noch an verschiedensten Stellen der Altstadt in ihrer Stärke bewundert werden kann, ist auch im Bereich vom sogenannten 'Hexenturrn' noch gut erhalten. Hexenturm wurde das runde spätere Gefängnis deshalb genannt, weil hier neben Dieben und anderem 'niederen Gesindel' auch die Hexen verwahrt wurden. Der letzte Hexenprozeß war noch um 1700 vor dem Rotenburger Gericht anhängig gegen eine Katharina, Hermann Rispels Eheweib aus dem nahen Braach. Auch sie wird man in diesem Turm verwahrt haben. Noch heute ist der Glaube an Zauberei und Hexen nicht vollständig ausgeräumt.

33. 'Vorm Schloßtor' in Rotenburg, der romantische Winkel, umrahmt von schönen Fachwerkhäusern, war vor dem Ersten Weltkrieg noch mit viel Grün geschmückt. Auch hier sproß es, wie in vielen Teilen der Stadt, aus allen Kübeln und Töpfen. Der Marstal1 im Hintergrund mit dem Tor zum äußeren Schloßhof wird überschattet von einer großen Pappel. Dieses 'Schloßtor' war das meist benutzte; die andern beiden, bei der Hasengasse und am übertor , waren oft geschlossen. Das angerüstete Haus rechts war Frankenbergs Haus, einer Familie gehörend, die über Generationen hin hohe Ämter in Rotenburg begleitete; daneben verputzt, die Gaststätte von Wilhelm Hein, die 1923 der Schwiegersohn Henner Wiegand übernahm, ehe sie 1960 an Fischer verpachtet und 1970 an Thrän verkauft wurde.

34. Das Rotenburger Schloß, das 1470 erstmals zum Teil in Holz und nach einem Brand 1478 erneut in Stein aufgebaut worden war, ertrug im Laufe der Jahrhunderte viele Umbauten und Reparaturen. So verschwand der Parkflügel oder Ostflügel 1790 ganz, wie auch zur gleichen Zeit der Fuldaflügel mit der evangelischen Schloßkapelle abgebrochen wurde. Der innere Schloßhof blieb nach der Parkseite hin offen. Längere Zeit hatten sich die Neubauarbeiten am Fuldaflügel, wie wir ihn hier 1894 sehen können, hingezogen. Der Park wurde auch damals schon gärtnerisch genutzt.

35. Im südlichen Seitenflügel des Rotenburger Schlosses, gleich hinter dem Hauptflügel, befand sich bis 1966 die Schloßkapelle der katholischen Kirchengemeinde von Rotenburg. 1706 hatte man sie eingerichtet und auch bis zum Bau einer eigenen Kirche außerhalb der Schloßmauer benutzt. Eigens für die Besucher der Kapelle festgelegte Zugangswege haben all die Jahre ihre Gültigkeit gehabt, denn es war nicht immer für die Rotenburger Bürger statthaft, einfach den inneren oder äußeren Schloßhof zu überqueren oder zu befahren. Das Bild zeigt den Innenschmuck der Kapelle um 1900 etwa.

36. Die Schloßremisen, an der Südmauer des Schloßparks, nahmen Wagen, Geräte und andere Utensilien auf. Seit dem Auszug der fürstlichen Schloßbewohner standen sie zumeist leer. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat man in ihnen eine Jugendherberge eingerichtet, die von 1950 bis zum Neubau am Schloßparkende 1968 von Herbergsvater Johannes Lemke bis 1953 und Herbergsvater Karl Bämpfer bis zum Schluß betreut wurde. Die Remisen wurden abgebrochen, als man an ihrer Stelle ein Internat der Landesfinanzschule erbaute.

37. Der Bliek in die Neustadt von Rotenburgs Altstadt aus über die Brücke hinweg, geht zwischen Häusern hindurch, zwischen denen sich ehemals das Brückentor mit einem Haus befand. Als man an Stelle der alten Holzbrücke 1882 die eiserne Brücke bauen wollte, mußte der Fahrbreite wegen das Haus am Brückentor abgerissen werden. Es gehörte aber Goldschmied Hein, der sein Domizil hartnäckig verteidigte. Über Jahre ging der Streit mit der Stadt. Es half aber alles nichts, auch nicht die Aussage von Hein, er habe das einzige Haus in Rotenburg mit 'Wasserspülung', womit er wohl den Preis nach oben dirigieren wollte. Die Wasserspülung bestand nämlich darin, daß das fast regelmäßig kommende Hochwasser ebenso regelmäßig sein Plumskloo ausräumte, was ihm sichtlich viel unangenehme Arbeit ersparte.

38. Im Jahre 1882 wurde die Fuldabrücke in Stein und Stahl errichtet. Vor ihr war eine Holzbrücke für den Verkehr von der Alt- zur Neustadt zuständig, die aber oft durch die Hochwasser so geschädigt wurde, daß in kurzen Fristen Erneuerungen nötig waren, die den Rotenburger Stadtwald sehr dezimierten. Ob Rotenburg jemals früher eine steinerne Brücke hatte, ist bis heute nicht bekannt geworden. Beim Bau dieser Brücke sollen Steine von der Burg am Alten Turm verwendet worden sein, wie der Volksmund überliefert hat.

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