Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten

Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten

Auteur
:   Daniel Bingemann
Gemeente
:   Rotenburg an der Fulda
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2721-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten'

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49. Welche wahren Kunstwerke an Straßenschmuck man in Rotenburg errichtete, um dem ankommenden Fürstenpaar zu gefallen, zeigt hier ein Bliek in den oberen Stemweg. Die Straße gleicht einem Wald von Fichten. Girlanden in allen Variationen, hohe Stangen mit sich rankendem Grün bis zur Höhe der Hausfirste geben neben den Fahnen und Fähnchen und dem aufgehängten Transparent mit Krone, Wappen und 'Willkommen' ein überwältigendes Bild des freudigen Empfanges, Gewöhnlich gingen am nächsten Tag die hohen Gäste durch die Straßen und begutachteten den Schmuck, verteilten auch Lob und Präsente für gut gelungene Details.

50. An der Straßenecke Steinweg zur Lindenstraße stand bis 1929 das Riedesel'sche Gut, ein alter Burgsitz, der bis 1362 Siegfried Il. von Rodenberg gehörte, bis 1432 im Besitz der von Lilienberg war und in Riedesel'sche Hände überging. Ab 1930 steht hier das neu erbaute Landratsamt, in dem die Behörden des Kreises untergebracht wurden und das auch die Kreissparkasse beherbergte. Ein großes Blechschild am alten Haus weist darauf hin, daß am unteren Ende der Lindenstraße der Kaufmann Flörsheim seine Textilien anbietet und andere Schilder, daß es bis Cassel 51 Kilometer und bis Bebra 6 Kilometer Wegstrecke sind. Hier kreuzten sich Steinweg-Zwickel mit der Rotenburger Durchgangsstraße in diesem Bereich, der Lindenstraße-Bahnhofstraße. Das zweite Gebäude links ist die alte Landvogtei.

51. Hier sehen wir nochmal auf die Kreuzung LindenstraßejSteinweg mit Bliek in den Zwickel. Der Zwickel führte über die Bahn bis zum Schafhof. In dem schönen Fachwerkhaus Ecke ZwickeljPoststraße war der Vorschußverein untergebracht. Metzgermeister Wilhelm Hein kaufte es um 1925 und baute es im Untergeschoß um, so daß ein Arkadengang entstand, der die Verkehrsenge am Anfang der heutigen Poststraße für die Fußgänger wesentlich entschärfte. 1929 verkaufte er es an Bäckermeister Baumhardt. Im Besitz der Familie BaumhardtjErmel ist es heute noch. Ganz rechts ist das noch verputzte Haus von Schuhmachermeister Daniel Zülch zu sehen, das früher einem Rotschild gehörte.

52. Der Schafhof in Rotenburg - hier ein Bild aus den zwanziger Jahren - war ehemals mit dem Hof Dickenrück gemeinsam das 'Ernährungsgut' der Landgrafen. Nach Aufhebung der fürstlichen Güter ging er in die Domänenverwaltung über und hat immer einen Pächter gehabt, bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Baulich stellt der Schafhof ein Unikum dar, das in fachwerklicher Gestaltung einmalig in ganz Nordhessen war. Nach seinem Abbruch 1973 kamen die abgetragenen Holzteile nach Südhessen in den sogenannten 'Hessenpark' bei Anspach im Taunus, wo das Gebäude in alter Form in einem Freilichtmuseum wieder erstellt werden soll.

53. Ein den alten Rotenburgern vertrautes Bild war der Transport eines Transformators aus der Gobiet'schen Fabrik bis zur Verladerampe hinter dem Bahnhof. Das Bild, aus 1925 etwa, zeigt einen solchen gefährlichen Transport im Sälzerweg, um über die Bahnüberführung in der Kasselerstraße, die Lindenstraße und den Zwickel zur Rampe zu kommen. Die kurze Strecke des Sälzerweges konnte man nicht benutzen, weil sie sehr versumpft und nicht passierbar war. Lange ging der Streit zwischen Gobiet, dem Fabrikbesitzer, und der Stadt, die es beide ablehnten, den Weg auf eigene Kosten auszubauen. Das ging soweit, daß Gobiet drohte, die Fabrik zu schließen. Im Hintergrund sehen wir das Wohnhaus von Gobiet.

54. Die Post, die in den verschiedensten Gebäuden in Rotenburg untergebracht war, konnte nun 1905 endlich in dies von Dietrich Helmerieh erbaute Gebäude umziehen, um eine dauernde Bleibe zu haben. 1922, in der starken Inflationszeit, hatte Helmerich das Haus an die Post verkauft und stiftete von dem Erlös einen Betrag zur Errichtung eines Pavillons am Höberück. Da aber die Stadt zu lange zögerte, verringerte sich der Geldwert so, daß nur noch das 'Pilzchen' davon erstellt werden konnte. Die Post profitierte nun von der Nähe des Bahnhofes. In letzter Zeit wurde noch ein Neubau angehängt, der dem Publikum mit modernen Einrichtungen aufwartet.

55. In der Poststraße, wo heute das große Gebäude der Sparkasse sich erhebt, wurde 1909 vom Bauunternehmer Schanze das obige Haus erbaut. Schanze, der beim Tunnelbau für die Reichsbahn in der näheren und weiteren Umgebung zu Wohlstand gekommen war, konnte es sich leisten, soleh ein schönes Haus zu errichten. Steinmetzrneister Krug Iertigte den Grundstein und lieferte die Steinhauerarbeiten. Das Haus ging später an den Schwiegersohn von Schanze, den Leiter des Rotenburger Finanzamtes Jünge, über. Von ihm kaufte es 1935 DI. Falke, praktizierender Arzt in Rotenburg. Frau Falke hat das Haus mit Grundstück 1970 an die Sparkasse für einen Neubau verkauft. Es wurde 1971 abgerissen.

56. Immer wieder gab das Hochwasser Anlaß zu Aufnahmen, die uns heute den Zustand auch anderer Details zeigen, die man ebenso mit aufgenommen hat, so hier der Bliek von Möllers Orgelbauanstalt über die Gärten hinter der Brotgasse mit Bliek zum Galgenberg über Most's Wäldchen an der Nürnbergerstraße. Ein einsames Haus steht 1909 erst hinter dem Hotel Leinhos, jetzt Gesemann. Der Bliek auf das alte Feld zeigt nur Ländereien und die Gärten im Vordergrund sind noch frei von Gebäuden, wie hier hinter dem Haus von Deist (links) in der Bahnhofstraße.

57. Die Lindenstraße in Rotenburg hat ihren Namen von den Lindenbäumen, die ihre Ränder bestanden und die Häuserfronten mit Grün schmückten. Alte große Bäume mögen früher der Straße den Namen gegeben haben. In jüngerer Zeit sah man in den Bäumen Hindernisse und entfernte sie. Das Bild von 1930 zeigt wieder neu gepflanzte Linden, die aber auch nicht lange existierten, denn wachsender Verkehr und Parkplatzsuche verdrängten sie bald wieder aus dem Weichbild der Straße. Im Hintergrund fängt sich der Blick an den Häusern, die noch zur 'Scharfen Ecke' zählten, die dem neuen Brückenbau weichen mußten.

58. Unterhalb vom Riedesel'schen Gut in der Lindenstraße stand ehemals Blackerts Haus, ein landwirtschaftliches Anwesen, das auch 1929 abgerissen werden mußte, als man das neue Kreishaus bauen wollte. Blackerts haben in der heutigen Poststraße ihren neuen Betrieb aufgebaut. Bauer Blackert fuhr den mit Pferden bespannten Leichenwagen. Beerdigungen gab es damals in drei Klassen, was man an der Ausstattung von Pferden, Wagen und Kutscher erkennen konnte.

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