Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten

Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten

Auteur
:   Daniel Bingemann
Gemeente
:   Rotenburg an der Fulda
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2721-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rotenburg an der Fulda in alten Ansichten'

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69. Die Gruppe des Rotenburger ADAC-elubs f'eiert 1926 in Spangenberg ihren Sieg. Sie hatte als Gruppe und in ihr speziell A1ex Gesemann, den ersten Preis für eine Zuverlässigkeitsfahrt gewonnen. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Motorisierung weiter fortgeschritten. Motorräder und Autos wurden mehr auf den noch sehr unzulänglichen Straßen. Es gab weder Mittelstreifen noch Begrenzungspfähle, noch war die Ausschilderung so perfekt wie heute. Die Motorräder hatten, von der Vorderradnabe bis zum Lenker hoch, Bänder gespannt, auf denen die Plaketten befestigt wurden, die man für errungene Siege bekam.

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70. Die Mittelgasse in Rotenburg, die mit ihrem vorderen Teil an die Brauhausstraße stieß, gehörte zu den romantischsten Gäßchen der Neustadt. Angeführt vom Haus des Meister Dehnhardt, vorn rechts, trennte die Häuserreihe die Mittel- von der Hintergasse, in welcher früher die Rotenburger Hirtenhäuser standen. Charakteristisch aneinandergereiht mit dem Giebel nach Süden, hatte jedes Haus seine besondere Bauart, waren fast alle schiefwinklig und jedes hatte seine eigene Stockwerkhöhe. Der Abstand zu der vorderen Häuserreihe am Rasen bestand nur aus Rinnstein und Gehweg. Die ganze Front wurde abgerissen, als die ersteren Häuser dem Brückenbau zum Opf'er fielen.

71. 'Meister Dehnhardt' war sein Name, wie er sich auch selbst gem nannte. In diesem Häuschen wohnte er, das schief', charaktervoll und malerisch war, wie die zeichnerische Reproduktion wiedergibt, Meister Dehnhardt war Hofschreiner und wenn er ins Schloß zu einer Reparatur gerufen wurde, so zog er Gehrock und Zylinder an und erschien stets im besten 'Wichs'. In der Hofapotheke baute er 1903 die reichen Schnitzereien ein, die man heute noch bewundern kann. Sein Häuschen, mit reichgeschnitztem Balkenwerk und anderen Schnitzereien aus eigener Hand, mußte auch dem großen Brückenbau weichen.

72. Ein Bild aus den Jahren um 1930 zeigt uns den Uferteil der Neustadt, der vor dem großen Wäscheplatz (im Hintergrund) um den Mauerngarten liegt. Hier befand sich bis ins angehende Jahrhundert die 'Rotenburger Tonmühle', eine Töpferwerkstatt der Familie Witzel. Die Stadt hat heute diesen Bereich von Gärten und Schuppen aufgekauft und zum größten Teil schon beseitigen lassen. Das Töpferhandwerk war bis in unser Jahrhundert auch in Rotenburg bodenständig und von mehreren Handwerkern ausgeführt worden, ehe es industrialisiert wurde. Überall gab es gebrauchsfertigen Lehm und Ton, der, gemischt und verarbeitet, die jeweils für den Hersteller charakteristischen irdenen Geschirre ergaben. Heute sind das begehrte Sammelobjekte, die auch moderne Haushalte zieren.

73. Eines der interessantesten Häuser, zwar etwas außerhalb des Stadtbereiches erbaut und heute noch zu sehen, ist die 'Villa Wildeck' . Ein Hirschkopf ziert noch heute das Gebäude, das früher Bierbrauerei und Gaststätte war, seit 1872 eine Zündholzfabrik beherbergte bis 1890 eine Zigarrenfabrik hier eingerichtet wurde. Seit 1905 war es in Besitz einer Familie Most, die sich intensiv und erfolgreich mit Ziegen- und Dackelzucht befaßte. In dieser Zeit wurde im Gebäude die erste Rotenburger Jugendherberge eingerichtet, die nach einigen Jahren aber ins Rathaus kam. 1930 ging das Gebäude an den Pianofabrikanten Baum über und schon 1935 kaufte es der Schweinehändler Henkel. Das Haus mit seinen Nebengebäuden und einem eigenen FelsenkeIler wurde all diesen Anforderungen gut gerecht.

74. Das Schützenhaus der Rotenburger Schützengilde, die sich 1898 neu gegründet hatte, stand im Heienbach. Es war zuvor ein landgräflicher Ausflugspavillon auf dem Emanuelsberg gewesen, der, als er reparaturanfällig geworden war, vom Fürsten an Maurermeister Craß verkauft wurde. Von ihm erwarb ihn die Schützengesellschaft, transportierte ihn in den Heienbach und legte sich hier einen neuen Schießstand an, denn der Schießstand unter dem Eselspfad mußte nach Aufgabe der dortigen Gaststätte verlassen werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg allerdings zog der Schützenverein in das Kottenbachtal und das Haus wurde in ein Wohnhaus umfunktioniert.

75. 'Rotenburger Bläserchor' nennt sich die Gruppe der Blasinstrumentalisten, die der Rotenburger Kirche beziehungsweise später dem CVJM, dem 'Christlichen Verein Junger Männer' angehörten. Noch vor 1890 war ein Blasorchester gegründet worden. Um 1920 hat Wilhelm Hall die Gruppe wieder zu neuem Leben erweckt. Später übernahm sie Jugenddiakon Hebeler bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein Nachfolger wurde Hans Reiter, der sie heute noch betreut. Am bekanntesten waren die Vorträge von den Türmen der Rotenburger Kirchen zu bestimmten Feiertagen. Auf dem Bild sehen wir einen Teil des Chores bei einern Sonntagsausflug in Gottes freie Natur, bei der zünftige Marschlieder auch die müdesten Teilnehmer wieder fröhlich 'marschieren' ließen.

76. Der Alheimerturm auf dem höchsten Berg des Kreises Rotenburg, in unmittelbarer Nähe von Rotenburg. ist in diesem Jahr fünfzig Jahre alt. Er wurde 1930 aus Stein samt einem Ehrenmal für die Gefallenen Soldaten des Kreises errichtet. Sein Vorgänger, dieser Holzturm, der anstelle eines früheren Turmes über einem Trigonometrischen Punkt errichtet wurde, konnte 1904 seiner Bestimmung übergeben werden. Erstanden war er durch Initiative des 1886 gegründeten Alheimervereins. Bis in die späten zwanziger Jahre hielt er der Witterung stand. Dann mußte er gesperrt werden.

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