Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten

Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten

Auteur
:   Hartmut Schötz
Gemeente
:   Rothenburg ob der Tauber
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3475-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten'

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9. Dem Spitalmeister waren einst verschiedene Amtsleute untergeordnet. Unter dem 'Keller' standen der Spitalschreiber und der Spitalbereiter , der als Aufseher über die Feldarbeit, sowie über Seen und Waldungen eingesetzt war. Der letzte Bereiter kaufte sich die spätere Wagnersche Brauerei in der Rödergasse. Damals erhielt sie den Namen 'Zum Breiterle' . Der schöne Fachwerkbau fiel, mit dem Fachwerknebenhaus, leiderim Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer. Beide Gebäude sind in der Zwischenzeit wieder aufgebaut worden, wobei man auf das Fachwerk verzichtet hat.

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10. Durch diesen Hof führte der Weg zu dem Fotografen A. Ohmayer im rechten Teil des ersten Obergeschosses in diesera Haus der Rödergasse. Wie viele Personen mögen wohl hinter der Türe im Bildhintergrund die Treppe hinaufgestiegen sein, um fotografiert zu werden? Im unteren Teil des Hauses befand sich die Eisenwarenhandlung mit Geschirrladen der Familie Hermann. An der Hausvorderseite erblickte man im linken Schaufenster Eisenwaren und rechts Geschirrsachen. Später verkauften die Hermann's den Gebäudekomplex an die verwandten Familien Lassauer und Weiß, die an die Firma Schöpflin weitervermieteten. Zuletzt zog ein anderes Kaufhaus ein.

11. Ein Stück Rothenburger Vergangenheit ist auch die Conditorei von Fritz Flohr. Herr Flohr ist auf dieser Aufnahme unter der Ladentüre zu sehen. Damals, als diese Privataufnahme entstand, noch vor dem Ersten Weltkrieg, war das Fotografieren noch ein Luxus, der wenigen vorbehalten war. Wo der Mann mit der Kamera arbeitete, da stellten sich die Leute in Positur, da wurde der Sonntagsstaat angezogen, auch wenn Details dann auf der Fotografie nur schwer zu erkennen waren. Heute findet man anstelle der Conditorei ein Optikergeschäft.

12. Im Verlag von C.F. Kraemmer entstand noch vor dem Ersten Weltkrieg diese Aufnahme mit dem Röderbrunnen. Sein Fassungsvermögen beträgt 21 Fuder, 3 Eimer und 4 Maß. Vor wenigen Jahren konnte die gesamte Brunnenanlage grundlegend restauriert werden, nachdem der 'Zahn der Zeit' sehr an ihr genagt hatte. Hinter dem Röderbrunnen befand sich einst die Seilerei von Johann Friedrich Riegel. Später wurden im Erdgeschoß Schaufenster eingebaut. Heute befindet sich hier eine Foto-, Andenken- und Schreibwarenhandlung.

13. Im Jahr 1904 entstand diese Ansichtskarte mit dem Röderbogen. In dem lange Zeit leerstehenden Gebäude ganz links befindet sich heute das Sportfachgeschäft Lassauer. Rechts vom Röderbogen ist das spätere Hotel 'Markusturm' sichtbar, das zur Entstehungszeit der Aufnahme nur eine Gaststätte mit Fremdenzimmern war. Auch das zweite Obergeschoß dieses Hauses war damals noch nicht ausgebaut. An der Hausecke wies eine Hinweistafel 'Zum Fotograf'(en). Der Röderbogen gehört zusammen mit dem Markusturm zum ältesten Teil der Stadtbefestigung und bildete bis etwa 1200 die Stadtgrenze.

14. In der Hafengasse befand sich - wie auf dem rechten Haus zu lesen - das Bürsten- und Pinselgeschäft von Carl Flohr. Einige Besen hatte die Firma Flohr immer an den Fensterläden des Geschäftes befestigt. Hier gab es auch Seifen und andere Putzmittel. Heute findet man an dieser Stelle ein Textilgeschäft. In dem Querbau vor dem Röderbogen befindet sich schon seit langer Zeit eine Bäckerei. 1896, als unsere Aufnahme durch die Kunstanstalt Zedier und Vogel in Darmstadt entstand, hatte man in der linken Giebelhälfte noch kein Schaufenster eingebaut. Diese Aufnahme vertrieb in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts auch der Kunstverlag Herman Martin in Nümberg.

15. Wieder führt uns eine Ansicht zurück in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Links im Bild ist das alte, von einem Nachfolger noch heute weitergeführte Geschäft des Juweliers, Gold- und Silberarbeiters Wilhelm Böttler. Schon um die Jahrhundertwende warb der Betrieb mit Inseraten seine reichhaltige Auswahl in Rothenburger Ansichtsartikeln und Silberwaren. Vor dem hochgiebeligen Haus in der Bildmitte stand hier das steuerfreie Gerichtshaus des kaiserlichen Reichsrichters. Bei dem Brand des Hauses blieben 1240 nur die mit Pfeilern verstärkten Mauern des Erdgeschosses erhalten. Nach dem Wiederaufbau richtete man eine Verkaufshalle für die Fleischer ein. Im großen Saal des oberen Stocks fanden Tänze und Festlichkeiten statt. Später erwarb der Gewerbeverein das Gebäude, in dem heute Kunstausstellingen stattfinden.

Herterichbrunnen.

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16. Im Jahr 1898 versandte der damalige Eigentümer der Marienapotheke, Herr Mayer, diese Ansichtskarte. Durch den Poststempel auf der Originalkarte ist die genannte Jahresangabe nachweisbar. Die Apotheke hatte früher die Nummer 74, heute - unter Apotheker F. Stegmann - die Bezeichnung Marktplatz 10. Im Vordergrund steht der Herterichs- oder St.-Georgs-Brunnen. Sein Ursprung geht bis auf das Jahr 1446 zurück. 1608 wurde der Brunnen erneuert. Sehenswert sind die Füllungen und die Fratzen an dem durch Michael Scheinsberger erbauten Trog. Die Brunnensäule ist von dem Meister Christoph Körner gefertigt worden.

17. Malerische Höfe mit Galerien und idyllischen Gärten finden wir noch heute hinter den Patrizierhäusem der Herrengasse. Im Bild der Hof des Jagstheimerischen Hauses, der Marienapotheke, vor der Renovierung. Besonders zu nennen sind auch das Walthersche (Graf Sayn-Wittgensteinsche) und das von Staudtsche Haus, dessen Hof zugänglich ist. Verschiedene Häuser der Herrengasse weisen in den Innenräumen herrliche Vertäfelungen und schöne Stuckarbeiten auf. In den Tennen, den von Säulen getragenen Hausfluren, schenkten einst die Patrizier Wein für das Volk aus. Sie selbst tranken mit Standesgenossen in den Herrenstübchen der Häuser.

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Hof der Madenapotheke

18. Das bedeutendste fränkische Rathaus des 16. Jahrhunderts ist unbestritten das Rothenburger . Am bestmöglichen Platz erstand als Zeichen städtischer Freiheit der Repräsentationsbau mit seiner bemerkenswerten Aufteilung der Mauerrnassen. Obwohl der Doppelbau zwei verschiedenen Stilepochen angehört, schließt er sich doch zu einem mächtigen Blockgebilde zusammen. Links sticht der gotische Bau mit dem schlanken Turm in die Höhe. Rechts beweisen uns die Horizontalgesimse, ausgehend vom großen Eckerker, die markante Waagrechte deutscher Renaissance.

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