Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten

Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten

Auteur
:   Hartmut Schötz
Gemeente
:   Rothenburg ob der Tauber
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3475-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten'

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39. Ganz rechts im Bild erkennen wir das alte Haus mit der Seifensiederei Steiner. Wie die gesamte hier abgebildete Häuserzeile ist auch dieses Haus nach dem Luftangriffvom 31. März 1945 neu aufgebaut worden. Seither residiert hier wieder die Parfümerie Steiner. Das Gebäude nach dem großen Tor war einst nur Wohnhaus. Nach dem Krieg waren hier die Ladenräume des inzwischen erloschenen Elektrogeschäfts Fick. Heute ist hier ein Geschirrladen. Gehen wir weiter in Richtung Galgenturm so führt uns der Weg - damals wie heute - an der Bäckerei Hachtel vorbei. In den beiden darauffolgenden Gebäuden ist auch heute noch die Fell- und Lederwarenhandlung Weth. Das jetzige Schmuckhaus Weigel war ehedem nur ein Privathaus.

40. Um 1920 fertigte man diese Aufnahme mit der St.-Jakobs-Kirche im Hintergrund. Im Jahr 1373 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Vorher stand an ihrer Stelle eine romanische, dem Heiligen Kilian oder dem Pilgerheiligen Jakobus dem Älteren geweihte Pfarrkirche in der von Chorherren aus Würzburg etwa ab 1240 Gottesdienste abgehalten wurden. Eine Sage erzählt uns: Als die Jakobskirche gebaut war, sollten auch zwei Türme in die Höhe geführt werden. Den einen übernahm der Meister, den anderen, nördlichen, übergab er einem jungen Gesellen. Als dieser aber zur bestimmten Zeit sein Werk viel zierlicher und schöner vollendet hatte als der Meister, stürzte sich dieser wütend vor Neid und Zorn von einem Baugerüst herab. Zur Herstellungszeit unserer Aufnahme stand wieder ein Gerüst am Turm, um Renovierungsarbeiten ausführen zu können.

41. Der Hauptaltar in der St-Jakobs-Kirche ist von Heinrich Topler und seiner Gemahlin zu Ehren der zwölf Boten gestiftet worden. Der Schrein birgt herrliche Schnitzereien. Voll tiefen Schmerzes ist der Kruzifixus, einer der schönsten, den die altdeutsche Kunst des Frankenlandes hinterlassen hat! Ebenso schön findet man Maria, Jakobus, Elisabeth, Johannes, Leonhardus und Antonius. Dieser Altar ist ein Werk von Friedrich Herlein aus Rothenburg, der später in Nördlingen tätig war. Die Gemälde an den Flügeln verraten nierderländischen Einfluß.

42. Ursprünglich war Tilman Riemenschneiders Heilig-BlutAltar aus Lindenholz in der Mitte der Westernpore aufgestellt. 1501 erhielt der Würzburger Riemenschneider den Auftrag fur den Alter, der vier Jahre später vollendet war. Er ist dem in Rothenburg seit ältester Zeit verehrten Heiligen Blut Christi geweiht. Hauptthema des Altarwerks ist das Letzte Abendmahl im Schrein. Hier steht nicht Christus in der Mitte der bewegten Jünger, sondern Judas Ischariot. Er empfängt vom Herrn den Bissen, der ihn als Verräter kennzeichnet. Johannes, kaum erkennbar, schmiegt seinen Kopf an die Brust Christi. Tritt man nahe an den Altar heran, gewahrt man, daß Augensterne, Brauen und Lippen farbig gehalten sind. Ein Meisterwerk von Tilman Riemenschneider! Den Altarschrein fertigte Meister Erhard aus Rothenburg.

43. Um 1920 entstand diese Aufnahme mit dem Gebäude der Stadtkirchnerswohnung und der Sakristei der früheren Michaelskapelle (rechter Bildteil). Die Michaelskapelle war 1449 durch Helene von Rosenberg geborene Langmantel, und Witwe des Ritters Hans von Rosenberg, erbaut worden. Neben der Sakristei erhob sich die Rotunde auf einem gesprenten Kreuzgewölbe. Die Kapelle wurde nach der Reformation als Bibliothek und Examenslokal verwendet. Trotz der Schönheit des Bauwerks wurde die Michaelskapelle im Jahr 1804 auf Abbruch verkauft und bald niedergerissen.

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44. Im Jahr 1588 wurde das kleine Schulhaus an der Nordseite der Jakobskirche abgebrochen. Im Jahr darauf begann der Bau des Gymnasiums, dessen Fertigstellung 1591 gefeiert wurde. Die Baukosten trug die Jakobspflege. Typisch für die Zeit der Erbauung sind die beiden Seitenportale. Das Mittelportal wurde - wie die J ahreszahl1703 kündet - später im italienischen Barockstil erneuert. Im Erdgeschoß unterrichtete man in den gewölbten Schulräumen. Im ersten Obergeschoß waren die Wohnung des Rektors und Wohn- und Schlafräume für zwölf Alumnen. Das Konsistorialzimmer und das Auditorium waren in der ersten Etage. Aus Kultusmitteln unterstützte man die Alumnen. Sie hatten dafür bei Hochzeiten und Beerdigungen musikalisch mitzuwirken. 1945 brannte das Gebäude völlig aus. Nach dem Wiederaufbau seines eigenen Wohn- und Geschäftshauses war Richard Wagner maßgeblich am Aufbau des Gymnasiums beteiligt.

45. Im Jahr 1442 brachte ein Ablaß die finanziellen Mittel zur Vollendung der Jakobskirche. Die Klingengasse wurde damals in der hier sichtbaren Weise überbaut und darüber entstand der Westchor. Unter dem bedeutenden Baumeister Niklas EIser arbeiteten hier noch Andreas und Heinrich Stücks, denen man auch die Erbauung der Wolfgangs- und Kobolzellerkirche zuschreibt. Das Eckhaus zum Klosterhof, mit dem herrlichen geschnitzten Erker, wurde im Jahr 1616 erbaut. Der Feuerleinserker ist seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Ziel der Maler und Fotografen. Früher trug das Feuerleinsche Haus die Nummer 776. Es wechselte in den letzten Jahren mehrmals seinen Besitzer.

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46. Markant sind die vier Erker des Klingentores. Im Turm befand sich seit dem 16. Jahrhundert die Brunnenstube Rothenburgs. Das Reservoir wurde durch die Tauber mittels eines Druckwerkes gefüllt und speiste zahlreiche Brunnenkästen der Stadt. Von der Klingengasse aus, sehen wir auf dieser Ansichtskarte den Klingenturm und teilweise seinen Aufgang zur Stadtmauer. Deutlich wird uns an der Bekleidung der Frau mit dem Kind der Modestil um das Jahr 1910. Auch einige 'Spione' sind jeweils an einem der ersten Obergeschoßfenster sichtbar.

47. Klein und winzig erkennt man auf dem Dach des runden Strafturms die kupferne und vergoldete Taube, das Sinnbild des heiligen Geistes. Ursprünglich war diese Taube auf dem Dach der Spitalkirche angebracht. Im Hintergrund sehen wir die Jakobskirehe. Schon in staufischer Zeit legten die aus dem Norden ins Heilige Land reisenden Pilger Zwischenstation in Rothenburg ein. Bis 1274 war die ursprüngliche Kirche noch dem Kirchenwesen der älteren benachbarten Pfarrei Dettwang als Filialkirche untergeordnet. Um 1320 erweiterte man das Gotteshaus durch einen partiellen Neubau. Dabei wurde an den romanischen Baukörper die stilistisch und maßstäblich getreue Nachbildung der Würzburger Deutschordenskirche als Ostchor angefügt.

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48. Im Innem der 1473-1483 erbauten Schäferskirche führt neben dem Portal eine kurze Wendeltreppe an diesem geschmiedeten Gitter vorbei zum Wallgang in die Bastei. Der Weg führt von dort weiter auf die Stadtmauer in der Nähe des Klingentorturms. Die Schäferskirche ist dem heiligen Wolfgang geweiht. Sein Steinbild thront zwischen den beiden Portalen an der Kirchensüdseite. Ursprünglich befand sich am Klingentor ein Betplatz, der mit dem Bild des heiligen Bischofs Wolfgang geschmückt war. Hierher führten die Schäfer der Umgebung ihre Wallfahrten durch. Die Wolfgangspflege wuchs im Laufe der Zeit zu einem Vermögen von fast 100 000 Gulden an und diente hauptsächlich dem Unterhalt des Gymnasiums. 1804 erkannte man es dem bayerischen Staatsschuldenfond zu.

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