Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten

Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten

Auteur
:   Hartmut Schötz
Gemeente
:   Rothenburg ob der Tauber
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3475-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rothenburg ob der Tauber in alten Ansichten'

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49. Mit viel Liebe und Freude an der Sache wurden um die Iahrhundertwende solche GruBkarten entworfen und gefertigt. Die hier abgebildete Karte aus dem Verlag von Carl Herbert in Rothenburg, gedruckt von Greiner und Pfeiffer in Stuttgart, zeigt uns mit dem Marktplatz und Rathaushof, dem Bild mit dem Klingentor - schon damals saßen also die Maler auf ihren Hockern in den Straßen und Gassen und fertigten Bilder nach der Natur - und der Ansicht Am Plönlein einen Teil der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Rothenburg.

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50. Das städtische Bürgermeisterhaus ist auf dieser Aufnahme ganz rechts nur in der Breite von zwei Fenstern zu erkennen. In dem Gebäude links daneben - es gehört heute zum Hotelkomplex Eisenhut - befand sich früher das Feinkostgeschäft Düll. In den beiden sich anschließenden Gebäuden war schon vor dem Ersten Weltkrieg das 'Hotel Eisenhut', dessen Besitzerin den Rothenburgern als gute Reiterin bekannt ist. Auch die beiden nächsten Bauten sind schon lange Geschäftshäuser. Hier befand sich die leider erloschene Druckerei HoIstein. Heute können wir an ihrer Stelle eines der florierendsten Rothenburger Geschäfte finden: das Weihnachtsdorf. Unsere historische Aufnahme entstand um die Jahrhundertwende.

51. Eine Renovierung erfuhr auch die Diele des Hotels Eisenhut. Diese Aufnahme entstand um 1915 durch A. Ohmayer in Rothenburg. Besonders interessant ist die alte Lampe mit den fünf einfachen Milchglassturzen über den beiden Tischen. Eisenhut ist der Familienname der Vorfahren der Besitzer, in deren Wappen ein gekrönter Löwe einen Eisenhut hält. Der Hotelkomplex hat sich im Laufe der Zeit auf vier mittelalterliche Patrizierhäuser ,deren Ursprung auf das 12. Jahrhundert zurückreicht, erweitert.

52. Die Herrengasse hieß ursprünglich Viehmarkt. Als unsere Karte kurz nach der Jahrhundertwende entstand, befand sich in dem Gebäude ganz links eine jüdische Lederwarenhandlung. Das sich anschließende Haus mit dem Fachwerkgiebel beherbergte einst eine Bäckerei, heute befindet sich in deren Räumen ein Andenkenladen. Auch im dritten Anwesen wurde Brot gebacken. Eigentümerin der Bäckerei war die Familie Grombach. In unseren Tagen ist hier ein italienisches Lokal. Etwas kleiner ist das nächste Gebäude, in dem sich die Glaserei Zeitzer befand. Daneben war eine Tuchhandlung mit Konfektionsgeschäft. Die Brunnensäule des Herrenmarktbrunnen krönt ein Wasserweibchen. Diese Figur ist das Gegenstück zur Johannisbrunnenfigur , die einen doppelschwänzigen Wassermann zeigt, beide Figuren verkörpern den Segen des Wassers.

53. Die Franziskanerkirche wurde 1280 erbaut, fundiert von dem Ritter Herrmann von Hamburg. Zwischen dem nördlichen Seitenschiff und dem Chor erhebt sich auf einem Bogen ruhend das feingliedrige Türmchen. Nach der Erweiterung der Gebäude des Franziskanerklosters reichten diese von der Südseite der Kirche bis an den Bergabhang. Als 1548 der letzte Bruder starb, trat die Stadt das Erbe an. 1809 wurden die Gebäude mit dem gesamten Klostervermögen vom Staat in Besitz genommen. Mehrere Gebäude wurden danach abgetragen und an ihrer Stelle die Fronfeste und die Realschule erbaut. Die Kirche verwendete man als Salzmagazin. 1869 kaufte die St.-JakobsStiftung die Franziskanerkirche und gab sie ihrer Ursprünglichen Bestimmung zurück.

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54. Der frühgotische Bau der Franziskanerkirche ist dreischiffig und hatte ursprünglich eine als Schnitzwerk gemalte Holzdecke. Der um 1360 erbaute Chor ist durch den Lettner (Einbau) von dem Mittelschiff getrennt. Im Hauptraum der Kirche sind viele, sehr alte Grabmäler von Rittern und Patrizierfamilien Rothenburgs. Wir sehen hier das Steinbild des Ritters Hans von Beulendorf und seiner Frau mit noch sichtbarer Farbenfassung. Das Grabdenkmal an der ersten nördlichen Säule stammt aus dem Jahr 1504. Hinter dem Altar befindet sich das Grab des 1484 verstorbenen Dietrich von Berlichingen und im nördlichen Seitenschiff die Kreglingerische Familiengrabstätte. Zu erwähnen sei auch der Grabstein des Perkhöffer, eines schwedischen Offiziers, der bei der Erstürmung Rothenburgs durch Tilly erschossen wurde.

55. Gehen wir die Herrengasse hinab, müssen wir durch das Burgtor , bevor wir in die Anlagen des Burggartens gelangen. In diesem Grünpark stand nach alter Volksüberlieferung die gänzlich verfallene Burg der Grafen von Rothenburg. Von der wenig später in unmittelbarer Nähe errichteten staufischen Königsburg besteht nur noch die Blasiuskapelle. Das jüngere Burgtor ist dagegen noch wohlerhalten. Zu seinen Füßen ruhen die efeuumrankten Wachhäuslein mit ihren spitzen Dachmützen. Vom Tor schaut stolz das reichsstädtische Wappen herab.

Rothenburg o. T. Partie am Bu.gtor

56. Im Gelände des heutigen Burggartens stand die, der Sage nach 409 von dem Frankenherzog Pharamund erbaute, im 10. und 11. Jahrhundert von den Grafen von Rothenburg-Comburg bewohnte 'Alte Burg'. Sie war später im Eigentum der Herren von Nordenberg, der hohenstaufischen Burgvögte. Der Pharamundsturm (Bergfried) wurde erst vor etwa 150 Jahren abgebrochen. Auf der Anhöhe beim Burgtor stand ebenfalls bis vor etwa 160 Jahren das Gebäude des kaiserlichen Landgerichts. Hier waltete der Reichsrichter mit den Schöffen seines Amtes.

57. Im Jahre 1596 wurde das Baumeisterhaus im Stil der deutschen Renaissance erbaut. Das Baumeister- oder auch Geiselbrechtische Haus bildet durch seine prachtvolle Steinfassade eine Ausnahme. Die Fassade der alten Hausnummer 343 zieren vierzehn Karyatiden. Diese stellen je sieben Tugenden und Laster dar und zwar im ersten Stock von links nach rechts: die Herzensgüte. (Hand am Herzen), die Völlerei (Becher), die Mütterlichkeit (Kinder), den Betrüger (Gewichtfälscher), die Sanftmut (Lamm), die Klugheit (zwei Schlangen), und die Mäßigkeit (einen Becher mit Wasser und einen mit Wein). Zwischen den Fenstern der zweiten Etage finden wir den Geiz (Geldbeutel), die Tapferkeit (Keule), die Unkeuschheit (Ziegenbock), die Gerechtigkeit (Schwert), die Hoffart (Spiegel), die Falschheit (Schlange) und die Trägheit (Schnecke).

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58. Im allgemeinen wurde zur Bauzeit des Baumeisterhauses der Holzbau vorgezogen. Man zierte damals die Häuser mit schön geschnitztem und bemaltem Fachwerk nach außen und innen in den von Galerien malerisch umzogenen Höfen. Als eines der sehenswertesten Beispiele ist wohl der Patrizierhofmit Veranda im Baumeisterhaus zu nennen. Die efeuumrankte Holzarchitektur der auf drei Seiten umlaufenden Veranda verbindet sich formvollendet mit dem fränkischen Fachwerk der Wände und den Kreuzgewölben, die heute mit Fresken geschmückt sind. Schon vor 1910, als diese Postkarte im Verlag von Elise Mahler entstand, fühlte man sich hier wohl.

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