Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Manz
Gemeente
:   Rottenburg am Neckar
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1728-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rottenburg am Neckar in alten Ansichten'

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ROTIENBURG a. N.

Marktplatz

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17. 'Dies ist der Marktplatz, wie er war vor sechzig oder siebzig Jahr' mag man, einen Vers Sebastian Blaus ein wenig abwandelnd, bei dieser Aufnahme denken. Die ersten Verkauf'släden begarmen sich vom Ende des 18. Jahrhunderts an allmählich in den einstigen Adelshäusern, dem Rathaus vis-à-vis, zu etablieren. Von ein paar modischen Zutaten abgesehen, größeren Schaufenstern und neuen Reklameschildern, hatte sich um die Jahrhundertwende seit Fidel Herrmanns Marktplatzbild von 1817 noch nicht al1zuvie! verändert.

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DomkircJze

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18. Als die Hohenberger um 1271/80 die ältere Siedlung Rotenburg zur Größe des heutigen Stadtkerns ausbauten, errichteten sie auf dem neuen Markt eine Liebfrauenkapelle, die 1424/36 neugebaut und als Marktkirche dem heiligen Martin geweiht wurde. Der gotische Turm von 1486/91 überstand unversehrt den Brand von 1644, während das Kircheninnere vollständig ausbrannte. Mit der Inthronisation des ersten Bischofs von Rottenburg wurde die bescheidene Marktkirche 1828 zur Domkirche.

19. Auch dieser Bliek am Marktbrurmen vorbei zeigt die Weiträumigkeit des Platzes, auf dem im Mittelalter mehrmals Turniere abgehalten wurden; an einem nahm 1348 sogar Kaiser Karl IV. als Kämpfer teil. Rund um den Platz standen bis 1644 die Häuser des Adels, so der Herren von Ow, der Stain vom Rechtenstein, der Lutz von Lutzenhardt, der Erckenbrecht von Sinsheim, der Wendier von Pregenroth zu Nordstetten und anderer,

20. Der Marktbrunnen gilt mit Recht als die 'glänzendste Brunnenpyramide Schwabens', als 'einer der schönsten Brunnen Südwestdeutschlands'. Erzherzogin Mechthild stiftete ihn 1470; als einziges Zeugnis ihres Mäzenatentums hat er die beiden Stadtbrände überdauert. Im Hintergrund schiebt sich die ehernalige Wirtschaft zum 'Rörnischen Kaiser' ins Bild, der einstige Sitz der Herren van Ow.

21. Der Zahn der Zeit nagte im Lauf langer Jahrhunderte kräftig am alten Marktbrurmen und manche Ausbesserung ist aktenkundig geworden. Das Original von 1470 mußte 1911 durch eine wohlgelungene Kopie von der Hand der Rottenburger Bildhauer Gebr. Walz ersetzt werden. Die Enthüllung am 8. Dezember 1911 gab Anlaß zu einem Fest mit Hymnen, Festreden, öffentlichem Konzert und einem Festessen im Gasthof zum 'Ochsen'.

22. Mit seinem 1424 begonnenen Chor beherrscht der Dom das Bild der äußeren Königstraße, Wahrzeichen der Stadt ist der Domturm, der 1486 zur Fertigstellung innerhalb von fünf Jahren an Meister Hans Schwarzacher verdingt wurde. Im 1740 errichteten Barockbau des ehemaligen Pfleghofs von Kloster Kreuzlingen war bis 1938 die Verwaltung des früheren Oberamts Rottenburg untergebracht.

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23. Im Jahr 1670 errichtet und 1735 erneuert, diente der 'Neue Bau' nacheinander den Freiherren von Hohenberg und den Baronen von Raßler als Wohnung, Das Anwesen kam 1796 in bürgerlichen Besitz und war unter dem Namen 'Waldhorn' eine der beliebtesten Wirtschaften der Stadt. In den unteren Räumen etablierte sich nach der J ahrhundertwende ein Banklokal und die Bibliothek des katholischen Lesevereins.

24. Betrachtet man sie vom Dom her, so weist die äußere Königstraße recht deutlich barocke Züge auf. Manche Fassade zeigt zwar das Gesicht des 19. Jahrhunderts, doch entstand der Kern überall nach dem Brand von 1735; Blickëang war ohne Zweifel das schmiedeeiserne Waldhornschild in reichsten Rokokoformen, eines der schönsten schwäbischen Wirtshausschilder.

25. Das hochgieblige Haus, das den Beginn der Königstraße markiert, läßt sich in seiner Besitzerfolge bis 1334 zurückdatieren. In den ältesten Urkunden wird es als 'Steinhaus' bezeichnet. Seine Traufseite grenzt an die Spiegelgasse, in der nach 1735 der Orgelbauer Hieronymus Spiegel Haus und Werkstatt besaß. Hier, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Sülcher Tors, gab es im 14. und 15. Jahrhundert eine Niederlassung von Franziskanerinnen; in der Nähe stand das Zeughaus.

26. Eine Gruppe von Schulkindern hat sich um 1900 für den 'Photographen' aufgestellt; dem altersgrauen Ritter auf dem Brunnenstock wurde respektvoll der Platz in der Mitte eingeräumt. Die Figur irn Landsknechtskostüm und rnit dem Orden vom Goldenen Vlies entstand in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie ist als Syrnbol von Landesherrschaft und Landeshoheit zu deuten.

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