Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Manz
Gemeente
:   Rottenburg am Neckar
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1728-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rottenburg am Neckar in alten Ansichten'

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27. Die Sonnengasse, früher ein typischer Wohnbezirk von Handwerkern, Weingärtnern und Kleinbauern. Das Haus mit der Madonnenfigur ganz rechts gehörte um 1750 dem Bildhauer Johannes Staiger, In der Bildmitte neigt sich der Giebel der ehemaligen 'Bonne Auberge' vor, jener Wirtschaft, die ihren schönen Namen dem Winterquartier des französischen Emigrantencorps unter dem Duc de Condé in den Jahren 1792/95 verdankte.

28. Wehrhaft und malerisch zugleich stellen sich die Reste der Stad tbefestigung auf der Ostseite in der Nähe des einstigen Kiebinger Tors dar. Hier dominiert der runde Zwingerturm, ein Eekturm der äußeren Stadtmauer. Sein Gegenstück, der ebenfalls runde Kriminalturrn an der inneren Mauer hinter dem Haus des Scharfrichters, wurde 1779 abgebrochen.

29. Die Eintracht der Bürger einer Stadt sei mehr wert als die Stärke ihrer Mauern, meinte ein Chronist des 17. Jahrhunderts im Hinblick auf die schon damals nicht mehr sehr widerstandsfähigen Befestigungen Rottenburgs. Ein paar Jahrhunderte früher hatte man darüber noch anders gedacht und die Stadt mit einer durch Türme und Tore gesicherten Mauer umgeben. Das Foto, um 1900 entstanden, zeigt den oberen Teil des inzwischen längst aufgefüllten ostseitigen Stadtgrabens mit dem Stumpf des halbrunden Büchelesturms an der äußeren Mauer.

30. Die Königstraße führte durch die Befestigungsanlagen des Sülcher Tors zur Stadt hinaus. Das äußere Tor wurde 1806 abgebrochen, 1823 verschwand der innere Torturm. Einer der beiden äußeren Bollwerktürme wurde um diese Zeit in das Anwesen links im Vordergrund eingebaut, der andere mußte 1872 dem Kriegerdenkmal in der kleinen Anlage rechts weichen.

31. Die Jesuiten, die 1649 in die Stadt gekommen waren, gaben 1663 ihrem Kolleggebäude sein heutiges Aussehen. Die frühbarocken Formen gehen vielleicht auf den Vorarlberger Michael Beer zurück. Nach der Aufhebung des Ordens 1773 zur Unterbringung staatlicher Behörden verwendet, dient der Bau mit seinen charakteristischen Treppengiebeln seit 1828 als Bischöfliches Palais, als Sitz der Diözesanverwaltung.

32. Vor der östlichen Stadtmauer wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts parallel zur Mauer eine neue Straße bebaut, in deren ehemaligem Namen 'Autengasse' sich das alte Wort 'Aucht' gleich 'Nachtweide' erhalten hat: das Weidevieh wurde abends in die Nähe der Stadtmauer getrieben. In der oberen Bildhälfte erscheint der neue Straßenzug, unten der 1900 fertiggestellte Neubau des Martinihauses.

33. In der Autengasse hat sich links eine Gruppe von Lateinschülern vor der 1888 eingeweihten Latein- und Realschule versammelt, die 1908 zum Progymnasium wurde. Eine Lateinschule gab es in der Stadt schon 1301. Um 1490 wirkte hier Jakob Mennel als Lehrer, der spatere Hofhistoriograph Kaiser Maximilians 1. Dr. Johannes Eek, Luthers wortgewaltiger Gegner, war wohl ihr berühmtester Schüler.

Bischöfl. Knabenseminar Martinihaus, Rottenburg a. N.

34. Das Bischöfliche Knabenseminar Martinihaus wurde 1867 gegründet und war zunächst im Haus von Stadtschultheiß Schnitzler in der Autengasse (heute Sprollstraße) untergebracht. Unmittelbar daneben entstand 1899/1900 ein Neubau, der auf der Abbildung rechts zu erkennen ist.

JT E , RE

35. 'St. Klara' - für ganze Mädchengenerationen von Rottenburg und weit darüber hinaus ist dieser Name zu einem Begriff für zeitgemäße, gediegene schulische Ausbildung geworden. Seit 1898 unterrichten die Franziskanerinnen der Sießener Kongregation in der Stadt. Oberamtsbaurneister J. Schilling plante für sie das 1901/02 erstellte Backsteingebäude an der Weggentalstraße.

36. Im Jahr 1517 entstanden, erlebte die Marienwallfahrt im Weggental in der Barockzeit unter den Jesuiten ihre größte Blüte. Die heutige Wallfahrtskirche ließ die Rottenburger Stadtpfarrei St. Martin 1682/95 nach Plänen des Vorarlberger Baumeisters Michael Thumb errichten. Seit 1919 wird die Wallfahrt, die sich unveränderter Beliebtheit erfreut, durch Franziskanerpatres betreut.

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