Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Manz
Gemeente
:   Rottenburg am Neckar
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1728-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rottenburg am Neckar in alten Ansichten'

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47. Seit dem 14. Jahrhundert besaß die Stadt weit vor ihren Mauern ein Leprosen- oder Aussätzigenhaus, zu dem eine Kapelle gehörte. Vom 16. Jahrhundert an wurde das 1929 abgebrannte 'Gutleuthaus' vorwiegend als Armenhaus benutzt. Der hohe Fabrikschornstein hinter der Kapelle erinnert daran, daß sich beim 'Gutleuthaus' im Lauf des 19. Jahrhunderts mehrere Mühlenwerke ansiedelten, denen sich 1873 der erste Industriebetrieb anschloß.

48. Zur Stromversorgung für sein Rottenburger Zweigwerk errichtete der Schramberger Uhrenfabrikant Junghans 1903 am Neekar bei Kiebingen ein Wasserkraftwerk, das seit 1907 der Stromversorgung von zunächst dreiundvierzig Gemeinden der Umgebung diente. Von 1912 bis 1954 war ein Dampfkraftwerk angegliedert. Das Bild zeigt den Bau der Wehran1age, das Maschinenhaus ist bereits fertiggestellt.

49. Die meisten Häuser im Ehinger Teil der Königstraße tragen, trotz mancher Veränderung durch den Einbau kleiner Läden, noch deutlich das Gepräge älterer Zeiten. In die vordem geschlossene Häuserfront riß 1915 ein Brand eine Lücke (Bildrnitte ), die noch irn selben Jahr teilweise wieder geschlossen wurde. Aufgenommen wurde das Bild von der 1873 erbauten eisernen Oberen Brücke, deren erste Vorgängerin bereits 1317 genannt ist ,

Rotfenb'uf'g a. N.

50. Weil bis ins 19. Jahrhundert das Befahren der hölzernen Oberen Brücke für Lastfuhren verboten war, mußte der 'Schwerverkehr' der alten Zeit den Neekar mittels Furten überqueren. Die Einfahrt zu einer dieser Furten - sie wurden nach dem Wehrbau von 1830/31 unbenützbar - ist vorn zu sehen; sie befand sich neben der Mittleren Brücke. Ihr letzter Rest fiel der Flußkorrektion von 1965/66 zum Opfer. Im Neekar spiegeln sich die Türme von evangelischer Kirche und St. Morizkirche.

51. Um 1300/1323 entstand die St. Morizkirche als Grablege für die Grafen von Hohenberg. Der Freskenschmuck, der den Bau zu einem der bedeutendsten Kunstdenkmäler Württembergs macht, entstand etwa zwischen 1360 und 1440/50. Zur Ausstattung der unlängst im alten Aussehen wiederhergestellten Kirche zählen die figürlichen Grabdenkmäler der Hohenberger (1329-1359) und das Original des Marktbrunnens von 1470.

52. Rudolf I. von Hohenberg errichtete 1330 an der St. Morizkirche ein Chorherrenstift, das bis zu seiner Aufhebung 1806 eine wichtige Rolle im Leben der Stadt spielte. Da das Stift stets nur über beschränkte finanzielle Möglichkeiten verfügte, konnte es sich an Rang und Ansehen nie mit den wohlhabenden Stiften und Klöstern Oberschwabens, Bayerns und Österreichs messen.

53. Diese 1945 in den letzten Kriegstagen durch Bomben zerstörte Baugruppe bildete die Nordostecke der Ehinger Stadtbefestigung gegen den Neckar. Hier hatte sich bis um 1785 das alte Wörttor befunden, das damals durch ein neues Tor in Form eines Mauerdurchbruchs im Zug der Tübinger Straße ersetzt wurde.

54. In der Großväterzeit bot die Mittelgasse im Stadtteil Ehingen ein unverfälschtes Bild ackerbürgerlichen Alltags. Mittlerweile gehören Jauchefaß und schubkarrenführende Kinder zu den fast schon rornantisch-verklärt gesehenen Kindheitserinnerungen der älteren Rottenburger.

55. Hundert Jahre nach der Errichtung der ersten Poststation erhielt Rottenburg 1908 ein neues Postgebäude. Von der Eröffnung des Bahnhofs im Jahr 1861 bis zum Bezug dieses Neubaus waren die Ämter von Postmeister und Bahnhofsverwalter in Personalunion zusammengefasst. Der Telegrafenturm auf dem Dach des Postgebäudes erinnert daran, daß die Stadt wegen ihres Hopfenhandels bereits seit 1859 eine 'Te1egraphenstation' besaß.

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Á ~ot': nburç G. )~/.

Postreoanae

Roitenbnrg a, x.

Rekrutendepot Regt. Xr. 122.

56. Die Remigiuskirche auf der Klause war Mutterkirche für Ehingen und einige Dörfer der Urngebung, Um die Mitte des 14. Jahrhunderts entstand daneben ein Franziskanerinnenkloster, das 1782 aufgehoben wurde. Die Klosterg.ebäudedienten in der Folgezeit als Not1azarett des Condéschen Emigrantencorps (1792/95), als Wirtschaft und als Schullokal, im Ersten Weltkrieg sogar als Rekrutendepot.

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