Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Rottenburg am Neckar in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Manz
Gemeente
:   Rottenburg am Neckar
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1728-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rottenburg am Neckar in alten Ansichten'

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57. 'Zu Ehingen auf dem Platz' hatten seit dem Mittelalter zahlreiche Adelsgeschlechter ihre Stadthäuser, so die Herren von Speth, von Gemmingen, die Ifflinger von Graneck, die Wernher von Themar und andere. Eines der wichtigsten Adelshäuser war der breite, hochgieblige Bau im Hintergrund, die 'Koller'sche Behausung'. Im Jahr 1530 erbaut, gehörte das Haus lange Zeit der Familie Koller von Bochingen. 1930 brannte es vollständig ab.

58. Würde nicht der Pulverturm mit seiner Kegeldachhaube ins Bild blieken, so könnte man diesen ländlich anmutenden Straßenzug weit eher in einem Dorf vermuten als in einer Stadt von der Größe und Bedeutung Rottenburgs. Die alte Aufnahme - um 1910 belegt einen Zustand, der, in der Zwischenzeit längst nivelliert, die Existenz der Ackerbürgersiedlung in Erinnerung ruft, die neben der Adels- und Beamtenstadt allzu oft vergessen wird.

59. Parallel zur westseitigen Ehinger Stadtmauer verläuft die Kapuzinergasse. Trotz gelegentlicher späterer Veränderung für bäuerliche Nutzung verkörpert ein Großteil der dortigen Gebäude den ursprünglichen Typ des Rottenburger Weingärtnerhauses. Dessen Kennzeichen sind ein massiv gemauertes Erdgeschoß mit fast stets rundbogiger Kellertür und aufgesetzte, auskragende Fachwerketagen.

60. Voll malerischen Reizes, aber auch reich an historischen Erinnerungen ist die Häusergruppe beim Kapuzinertor. So war das Gebäude mit der hölzernen Altane seit 1716 Eigentum des hohenbergischen Erblandvogts Johann Ludwig Konstantin Baron van Ulm-Erbach, während 'Turm und Stadtmauer am Kapuzinertor' 1651 in den Besitz des 'B iersied ers' Daniel Ziamberzki aus Prag kamen, der dort eine Brauerei betrieb, die noch bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bestand.

61. König Wilhelm 11. von Württemberg war neben Bischof Paul Wilhelm von Keppler prominentester Gast auf der Ehrentribüne, als am 29. Juni 1914 die Rottenburger Bürgerwehr ihr 600-jähriges Jubiläum feierte. Ein Schatten verdüsterte das festliche Ereignis: am Vortag waren die Schüsse von Sarajewo gefallen; die Götterdämmerung für das alte Europa hatte begonnen.

62. Mit zahlreichen Triumphbogen und Ehrenpforten, wie hier beim Bahnhof, wurden die Gäste empfangen, die im August 1925 in die Stadt kamen, um 50-jähriges Priester- und 25-:iähriges Bischofsjubiläum des als Kanzelredner und als Schriftsteller gleichermaßen bedeutenden Bischofs DI. P.W. von Keppler mitzufeiern.

63. In festlichem Gewand zeigte sich die Stadt auch beim hundertjährigen Diözesanjubiläum 1928. Den Höhepunkt des Festschmucks bildete - wie schon beim Keppler-Jubiläum 1925 - die Illumination des Doms, dessen Inneres vor dem Fest im Barockstil neugestaltet worden war.

64. Besonderen Glanz bekam das Fest von 1928 durch die Anwesenheit des päpstlichen Nuntius Msgr. Eugenio Pacelli, der hier beim Verlassen des Doms das Spalier der Rottenburger Bürgerwehr durchschreitet. Als Pius XII. bestieg er elf Jahre später den päpstlichen Thron.

65. Fast schon vergessen ist der alte Vers 'Hopfazopfla, Stiel dra'lau, wers et ka, solls bleiba lau' - dabei war Rottenburg um 1880 die größte Hopfenbaugemeinde Württembergs. Eines der ganz seltenen Bilddokumente aus jener Zeit zeigt, mit welch großem Menschenaufgebot das Einbringen der Hopfenernte damals geschah: Rund sechzig Personen, meist Frauen und Mädchen, sind vor dem Hintergrund einer großen Drahtanlage mit dem 'Hopfenzopfeln' beschäftigt.

Gruss zus Rottenburg a. N.

66. 'Urn diese Zeit der Hopfenerndte gewährt die Stadt Rottenburg einen besonders interessanten Anblick von Regsamkeit und Leben. Schaaren von Kindern aus den benachbarten Orten ziehen nach der Stadt. In allen Straßen sieht man Alt und Jung, Reich und Arm mit dem Abpflücken der Zapfen beschäftigt.' So erzählt ein Augenzeuge im Jahr 1845, und etwas von dieser Atmosphäre war auch noch um 1908 auf dem Ehinger Platz zu spüren, als sich die Hopfenzopfler für den 'Photographen' zurechtsetzten.

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