Roßwein in alten Ansichten Band 6

Roßwein in alten Ansichten Band 6

Auteur
:   Günther und Roswitha Hanisch
Gemeente
:   Roßwein
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6703-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Roßwein in alten Ansichten Band 6'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  >  |  >>

49. Zum SchuIfest 1959 fand am 11. Juli ein Festakt für westdeutsche und ausländische Gäste im 'Herkules' statt. Der gemischte 'Hamrnerschuh' -Chor und der westdeutsche Chor von 'Eintrach!' Buchen-Solbach, Kreis Siegen, gestalteten das kulturelle Programm. Der 'Hammerschuh' -Chor folgte Ende Mai 1960 einer Einladung der Sangesfreunde zum Gegenbesuch. Auf dem Foto vom 25. Mai 1960 können noch alle Personen genannt werden. In den Reihen von unten links: Scherenschleifer Thomas, Max Berge, Herbert Büttner, RudolfThomas, Iochen Schuster, Erich Fuhrmann, Willi Dittmann, Kurt Friebel, Max Brade, Walter Feldmann und Ernst Friebel. Reihe darüber: Fritz Schwarzer, Lieschke-Pansch, Christian Zydek, Gottfried Pötzsch, Max Walther, Fritz Friebel, Richard Conrad, Christian Friedrich, Kurt Heinert, Johannes Dittrich, Arno Werner, Iochen Höhne, Horst Höhne, R. Bößwetter, darüber Paul Wittig, Erich Rüger, Paul Riedel, Rudolf Dietze, Werner Kölbel, Artur Andrä, Werner Krumbiegel, Erhard Pönisch, Kurt Hager, Hans Beyer, Alwin Höhne, Teichgräber, Harry Wolf, Heinz Berge, Paul Klemt, Wolfgang Böttcher, Jürgen Höhne, Herbert Pflug, Kurt Hennersdorf, Paul Forberg, Alfred Eckhard, Willi Schickhaus, Kurt Conrad, Johannes Krause, Kurt Ruff, Fritz Romrig, Heinz Martin, Beulig, Kurt Seifert, Gerhard Meierhoff, Reinhard Senf, Walter GeIfert und Gottfried Hager.

RossUJein

Lommatzsmer - Straoe

SO. Der kleine Park, rechts begrenzt von der Nordstraße und links von der Straße nach Haßlau, ist heute von hohen Eichen und Linden beschattet. Unter diesen sind Rhododendren gepflanzt. Vor zweihundert [ahren war hier ein schluchtähnlicher Hohlweg, der sich aus der Stadt den Berg hinauf zog und sich in Höhe der heutigen Kaufhalle auch nach links in Richtung Troischau gabelte. In dieser Schlucht verlief der Fahrweg, der im Winter durch seinen schlechten Zustand kaum benutzbar war. 1825 wurde die Haßlauer Chaussee nach Osten versetzt auf die heutige Trasse. Der Hohlweg wurde Müllkippe und nahm über [ahrzehnte Abfälle auf. Lange Zeit nutzte ihn noch der Seilermeister Luckweil, wenn er ein besonders starkes und langes Seil anzufertigen hatte. Die Kinder, die die Hohle zum Spielen anlockte, wurden oft vor den gefährlichen Scherben gewarnt. Da sich der aufgefüllte Boden schlecht für Bauland eignete, bepflanzte man ihn mit Bäumen. Als die Wohnungsnot unerträglich wurde, projektierte Direktor Keller von der Roßweiner Baugewerkenschule am westlichen Rand dieser Schlucht kleine Einfamilienhäuser, die nicht mehr als 3 000 Mark kosten sollten, um auch Menschen mit geringerem Einkommen zu eigenem Wohnraum zu verhelfen. Große Probleme ergaben sich durch den aufgefüllten Boden, als die Kaufhalle an der Karl-Marx-Straße erbaut wurde, der Baugrund musste immens verfestigt werden.

51 . Wie die Türme eines Eispalastes ragen die Fontänen im Gersdorfer Wald in die Höhe. Der starke Frost hatte Ende des Winters 1978 die Wasserleitung der Teppichfabrik Traugott Bauch platzen lassen und damit dieses Naturschauspiel zustande gebracht. Das Bächlein, das oberhalb der' Alten Mühle' in einem Teich gestaut wurde und einst die Mühlräder antrieb, speiste wenige Meter unterhalb der 'Alten Mühle' die Wasserleitung. In Röhren lief das Wasser bergab, etwa bis zur Eisenbahn und dann weiter zurTeppichfabrik, wo es in große Sammelbehälter floss. Der Betrieb hatte allein zum Färben der Teppichgarne einen großen Wasserbedarf. Da die Stadt Roßwein aber in früheren [ahren sehr oft unter Wasserknappheit litt, hatte sich die Fa. Traugott Bauch ihre eigene Wasserversorgung aus dem Gersdorfer Wald geschaffen. Mit ihr deckte sie den gesamten Wasserbedarf und war daher vom Stadtnetz unabhängig.

S 2. Seit dem [ahre 19 S4 hatte sich die Teilnehmerzahl an der Jugendweihe stark erhöht. Allerdings wurde bei der Beeinflussung der Jugendlichen und der Eltern staatlicherseits oft kräftig nachgeholfen. So ist bekannt, dass leitende Angestellte in einem VEB-Betrieb großen Repressalien ausgesetzt waren, ja sogar ihre Arbeit verloren, weil sie ihre Kinder konfirmieren ließen. Der überwiegende Teil der 14-Jährigen entschied sich für die Jugendweihe, die weltliche Feier, die mit Festreden und einem Konzert gestaltet wurde und mit dem Gelöbnisspruch zum sozialistischen Staat endete. Es waren geburtenstarke Jahrgänge, sodass mehrere Abteilungen gebildet werden mussten.Auf dem Foto von 1961 ist eine Gruppe des Geburtsjahrgangs 1946/47 abgebildet. Stolz halten die Jungen und Mädchen ihr Buch mit der Urkunde und die Blumen in der Hand. Einige werden sich noch wiedererkennen. So sehen wir unter anderen Eberhard Lohmann, Christiane Richter und Karin Richter.

S3. Die Organisation der Jugendweihefeier war für den Ortsausschuss der Nationalen Front mit reichlich Arbeit verbunden. Die 14jährigen Jugendlichen sollten in dem halben [ahr vor der Feier auf ihren Übergang vom Kind zum Erwachsen vorbereitet werden. Dieses erfolgte mit vielfältigen Veranstaltungen, wie politische und Arzt - Vorträge und Fahrten zum KZ-Mahnmal Buchenwald und ins Hygienemuseum Dresden. Im Iahr 1960 sind die Organisatoren des Festes im Bild festgehalten worden. I. Reihe, von links: Luise Settler, Gisela Pönisch (spätere Frau Beutel), Festredner Kurt Lange, Generaldirektor VVB Automobilbau aus Chemnitz, dahinter seine Tochter, Lenchen Wegert und Alfred Eifler. Obere Reihe, von links: Karl Thiel, Herr Reder vom Bahnhof Olaf Kürschner, Herr Lehrer Schuricht, der Fahrer von Herrn Lange, Hans Löffler und Alfred Eckhardt.

Gc~', 1683 Mi"<i,,ri ?? brik R"lIw~infS..

eirta/lJI1obcllc

elegant, Ionuvollendet b<:k-.nn! in allcl'W"lt

54.Am 9.Juni 1883 gründete [ohann Wilhelm Pabst die Korsettfabrik Pabst & Co. Er zog mit seinem Betrieb in das Carl August Zschoche gehörende Haus Frohngasse Nr. 5. Der Kaufmann Erdmann Anders übernahm 1908 die Firma Pabst & Co. Er hatte hervorragende Kenntnisse in dieser Branche, sodass er mit 80 Beschäftigten das 25-jährige Bestehen begehen konnte. Später stieg der Kaufmann Carl Gottfried Eulzer, geboren am 29. Mai 1884, als Partner in die Firma ein. Als vor dem Ersten Weltkrieg Herr Erdmann Anders nach Amerika auswanderte, wurde Carl Eulzer alleiniger Inhaber. 1948 konnte er, auf dem Foto an seinem blumengeschmückten Schreibtisch sitzend, das 65-jährige Bestehen der Firma Pabst & Co feiern. Seine Kinder Hans und Ruth standen ihm nun schon bei der Betriebsführung zur Seite. Am 1 6. Juni 1957 starb der Vater Carl Eulzer. Im [ahre 1959 gingen die jungen Leute nach Westdeutschland. Der Betrieb kam unter treuhänderische Verwaltung und wurde 1971/72 dem Betrieb 'Elastikmieder' in Zeulenroda angegliedert. Nach der Wende schloss auch dieser Betrieb seine Pforten für immer.

SS. Die Mitarbeiter der Fa. Pabst & Co. sind im Bild festgehalten worden. Es ist ein Zeitdokument, denn 1983 bestand die Firma 100 [ahre. Nach Weggang Eulzers stand die Firma unter treuhänderischer Verwaltung. Die Namen der Belegschaft konnten fast vollständig aufgezeichnet werden. Viele werden noch bekannt sein. 1. Reihe, sitzend von links: lnge Halm, Edelgard Mühlberg, Elisabeth Thiele, Marie Kandler, lnge Gennencher, Hanni Müller, Frau Kubiziel, Gerhard Schürer, Alice Hertrieh, Frau Honymus, Frau Homola, Frau Voigt-Kodantke, Gertrud Roßberg und Herr Hanisch. 2. Reihe von links: Willi Köhler, Langermann, Zocher, Lina Schütz, Alice Nestler, Meinhold, Ursula LegIer, lrmgard Gedack, Sonja Lauer, Gertrud Schirdewahn, Schneider, Lieselotte Becker, Frau Fronzek, Hannelore Ohndorf, Charlotte Wagner und Alma Kuhnt. 3. Reihe: Schettrer, Erika Helm, Hartrampf, Eva Hetze, Ursel Teichert, X ?, Schmidt, Schubert, Böhnke, Furgber, Erika Fronzek, Keller, [utta Hoyer und Jentzseh. 4. Reihe: Peege, X ?, Erika Schönthier, Sprotte, Brigitte Mittwoch, Monika Schindler, Petri, Rita Keller, X ?, X ?, Boragk, Ilse Zerge, Ruth Dittmann, Karin Kind, Rudolph, Marianne Menz, X ?, Monika Leuthert und Ilse Thum. Gerhard Schürer war der Bereichsleiter für diesen Betrieb.

56. In den dreißiger [ahren war der Reisedienst von Hans Krause mit seinem Bus 'Rheingold' in Roßwein ein bekanntes Unternehmen. Er führte Sonder-, Gesellschafts- und Vereinsfahrten durch. Sei es zur Baumblüte in die Lößnitz, zum Mostfest nach Meißen, zum Zirkus Sarrasani oder zum Fußball Hartha - SV Hamburg in Dresden. Busfahrten waren Anfang der dreißiger [ahre noch nicht so verbreitet wie heute. Hans Krause, geboren am 5. August 1904 in Döbeln, zog um 1925 nach Roßwein und fand Arbeit in der Fa. Carl Bauch, bei dem Mitinhaber August Nipper. Zunächst als 'Mädchen für alles', auch mal Fahrten für die Söhne mit dem Eselsgespann. 1928 wurde er Chauffeur von Herrn Nipper und bereiste mit einer Daimler-Benz Limousine fast alle Hauptstädte Europas. Durch dies

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek