Rösrath in alten Ansichten

Rösrath in alten Ansichten

Auteur
:   Stephan Nuding
Gemeente
:   Rösrath
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6591-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rösrath in alten Ansichten'

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Einleitung

Gott he1ep üch!

Rösrath ist die am südlichsten gelegene Gemeinde des Rheinisch-Bergischen Kreises. Ur- und frühgeschichtliche Funde legen die Vermutung nahe, daß die Region bereits in der Mittelsteinzeit (10 000-4000 v. Chr.) besiedelt war. Ein eindrucksvolles Denkmal der Hallstattzeit (1000-400 v. Chr.) ist die Ringwallanlage auf dem Lüderich. Dort wurden auch Urnengräber gefunden, die in die Zeit zwischen 700-450 v. Chr. datieren. In jüngster Zeit gemachte Funde aus römisch-germanischer Zeit belegen, daß es in dieser Region des Bergischen Landes zumindest einen Tauschhandel zwischen Römern und der ansässigen Bevölkerung gegeben haben muß. Archivarisch ist als erster Ortsteil Rösraths im Iahr 892 Volberg belegt. In der entsprechenden Urkunde ist 'Vogelberhe' als grundherrlicher Hofverband, der mit einer pfarrstelle ausgestattet und im Besitz der Abtei Prüm/Eifel war, erwähnt. Rösrath wird unter der Bezeichnung 'Reuzerode' erstmals im 14. Iahrhundert in einer schriftlichen Quelle greifbar. Als Urzelle der Gemeinde ist der Adelsitz Eulenbroich anzusehen, dessen Entstehung wohl auch in diese Zeit fällt.

Seit dem Iahr 1560 existiert in Volberg eine evangelische Gemeinde. Die katholische Gemeinde Rösrath gehörte bis 1830 zur Altenrather Pfarrei. Die katholischen Christen in

Volberg aber, wurden durch das gegen Ende des 16. Iahrhunderts in Rösrath gegründete Kloster der aus Köln stammenden Augustiner-Eremiten betreut. 1 773 entstand durch die Gründung des 'Hoffnungthaler Harnmers' der neue, zu Vol berg gehörende, Ortsteil Hoffnungsthai, der diese Bezeichnung aber offiziell im Iahr 1899 erhielt. Um die Jahrhundertwende wurde diese Ortsbezeichnung auf Volberg und Hoffnungsthai ausgedehnt.

Im Iahr 1808, während der französischen Fremdherrschaft, wurde das Kirchspiel Volberg zur 'Mairie' - also Bürgermeisterei - Rösrath erhoben. Wie Bensberg, Odenthai und Bergisch Gladbach gehörte die Gemeinde zum Kanton Bensberg imArrondissement Mülheim am Rhein. 1814 wurde Rösrath 'Sarntgemeinde'. Auch während der Preußenzeit blieb Rösrath beim Kreis Mülheim/Rhein. Bei dessen Auflösung im Iahr 1932 wurde es dem neugegründeten Rheinisch-Bergischen Kreis zugeschlagen, zu dem es heute noch gehört.

Durch die Eisenbahnverbindung Bensberg-Hoffnungsthal im Iahr 1890 und die Kalk-Overath im Iahr 1910 fand Rösrath den Anschluß an das nationale Eisenbahnnetz des Deutschen Reiches.

Obwohl Rösrath über zahlreiche Industrie-, Groß- und Einzelhandelsunternehmen verfügt, ist die Gemeinde

immer noch, insbesondere durch ihren Waldreichtum, überwiegend ländlich geprägt. Die Verwaltung der Gemeinde ist bestrebt, nur umweltfreundliche Gewerbebetriebe anzusiedeln. Neben den belebten Ortszentren von Hoffnungsthai und Rösrath findet man in der Gemeinde aber auch immer noch idyllische und ruhige Fleckchen, die zum Verweilen einladen.

Im Buch wurden auch einige Bilder aufgenommen, die Örtlichkeiten oder Personen zeigen, die sich nicht auf dem Rösrather Gemeindegebiet befinden, aber mit der Geschichte der Gemeinde auf das Engste verbunden sind. Am Ende dieser kurzen historischen Betrachtung mag eine gutgemeinte Empfehlung stehen. Der große deutsche Schriftsteller Theodor Fontane schrieb in seinen 'Wanderungen durch die Mark Brandenburg' : 'Die Welt, die fremde, lohnt mit Kränkung, was sich umwerbend ihr gesellt; das Haus, die Heimat, die Beschränkung, die sind das Glück und sind die Welt.' In diesem Sinne möge das vorliegende Büchlein das Vergangene in Erinnerung rufen und die Liebe zur Heimat, dem Bergischen Land, wecken.

Gott Dank üch!

Bergisch Gladbach im Frühjahr 1999, Stephan Nuding

1 Gemäß neuerer Forschungen ist Haus Eulenbroich seit dem 13./ 14. Jahrhundert die Keimzelle des gegenwärtigen Rösrather Ortskernes. Bei Ausgrabungen, die zu Beginn der achtziger Iahre durchgeführt wurden, fand man die Reste von Befestigungsanlagen, die eine frühe Burganlage für die Zeit zwischen 1200 und 1250 vermuten lassen. Im 15. Jahrhundert ist die Familie Stael von Holstein auf Eulenbroich urkundlich greifbar. Im Besitz dieser Familie blieb das Haus annähernd dreihundert Iahre. 1764 erwarb Iohann Werner Freiherr van Francken die Anlage. Er ließ die Burganlage, die im 15.

Jahrhundert erbaut worden war, in ein Schloß umbauen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wechselte Haus Eulenbroich mehrfach den Besitzer und wurde häufig umgebaut.

Seit 1981 ist es im Besitz der Gemeinde Rösrath. Vorliegende Aufnahme zeigt die Bausituation im 19. Jahrhundert.

(Foto nach einer Postkarte um 1940.)

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2 Die Wasserburg Schönrath ist bereits im 13. Iahrhundert urkundlich erwähnt. Sie war im Besitz der Herren von Schönrode. Später befand sie sich im Besitz der Adelsfamilien van Quandt, van Landsberg und von Nesselrode. Im 15. Jahrhundert folgte ihnen die Familie von Plettenberg. Später fiel Schönrath durch Heirat an die Familie van Heyden. 1695 wurde der Rittersitz mit seinen Gütern für 30 000 Reichstaler an den Freiherren Ernst von Erlenkamp verkauft. Durch Erbschaft wurde im 18. Jahrhundert Ferdinand Reichsgraf Schall von Bell Besitzer von Schönrath. In der Folgezeit

wechselte die Burg häufig den Besitzer. Schließlich, bereits im Verfall befindlich, kam sie in bürgerliche Hand. Am 28.Januar 1928 wurde Schönrath gesprengt. Die Steine wurden

als Baumaterial verwandt. Mauerreste, die Vorburg aus dem 18. Jahrhundert und Teile des Burggrabens sind noch erhalten.

(Foto van 1928.)

3 Friedrich Kerper wurde am 20. März 1855 in Rosbach an der Sieg geboren. Von 1873 bis 1 876 besuchte er das Lehrerseminar in N euwied. Am 15. März 1877 übernahm er die Lehrer- und Organistenstelle in Volberg. Die dortige evangelische Volksschule leitete er zuletzt als Hauptlehrer. 1 878 heiratete er die aus Großbliersbach (Gemeinde Rösrath) stammende Emma Lemmer. Aus der Ehe gingen elf Kinder hervor. 1 891 legte Kerper in Koblenz die Mittelschullehrer- und 1892 in Münster die Rektorenprüfung ab. 1896 wurde er Rektor der Bochumer 'Friedensschule'. Kerper, der sowohl in Volberg wie auch in Bochum Gründer, Mitglied und Vorstand zahlreicher Organisationen - insbesondere aber von Gesangs-

vereinen - war, war auch der Begründer der Bochumer und derWestdeutsehen Rektorenkonferenz. Er ist auch der Autor des Buches 'Kleine Heimatkunde des Kreises Mülheim am Rhein für Schule und Haus' . Kerper verstarb am 16. Oktober 1912.

(Foto um 1900.)

4 Haus Stade bei Volberg ist bereits in den Iahren 1356-1363 urkundlich erwähnt. 1486 wird es als Sitz der ritterbürtigen Familie von Loe bezeichnet. Nach demAussterben der Familie im Iahr 1749 fiel das Haus an die Familie van Baltenberg. Danach hatte es wechselnde Besitzer. Die ehemalige Wasserburg brannte 1842 ab. Aus ihren Resten wurde der heute hier sichtbare Neubau errichtet. Auf die jahrhundertealte Geschichte des Gebäudes weisen eine Wetterfahne aus dem Iahr 1871 und ein Wappenstein von 1631 am Südeingang des Gemäuers hin. Er trägt die Buchstaben G.V.L.

G.v.K., die Initialen der damaligen Besitzer des Anwesens. Es waren Gerhard von Loe und Gertrud von Katterbach.

(Foto um 1940.)

5 Der Hof Wolf in Forsbach ist ein typisches Beispiel für den sogenannten bergischen Streuhof. Bei diesem wird für jeden besonderen Zweck ein eigenes Gebäude errichtet. Dem bergischen Streuhof liegt nie eine Plananlage zugrunde. Vielmehr sind die einzelnen Häuser und Stallungen willkürlich, allenfalls von einer durch das Gelände vorgegebenen Ordung, errichtet. Wie Urkunden und Ausgrabungen belegen, liegen die Ursprünge dieser Siedlungsform in germanischer Zeit. Einige Wissenschaftler vermuten sogar, daß der bergische Streuhof ein Spiegelbild des historischen germanischen Bauernhofes ist.

(Bild um 1940.)

6 Das ehemalige Wasserschloß Haus Venauen, das vermutlich auf einen Vorgängerbau zurückgeht, ist erstmals 1555 urkundlich erwähnt worden. In der Quelle heißt es: 'Peter von Bellinghusen hat einen neuen seeß angefangen zu bauen, genannt Finawen.' Durch Heirat gelangte Venauen im 18. Jahrhundert an die Familie von Belven. Ab dann hatte das Haus wechselnde Besitzer. Von 1938 bis 1945 warinVenauen eine Gauschule der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte das Anwesen in Bundesbesitz und wurde dann an die belgi-

sehen Streitkräfte verpachtet. Diese richteten 1950 dort ein Gymnasium für die Kinder der wallonischen Angehörigen der belgischen Armee ein. (Foto um 1900.)

7 Viele Rösrather arbeiteten zu Beginn des 20.Jahrhunderts in den Bergwerken des Grubenfeldes Lüderich. Wenn die Arbeit in den Bergwerken auch hart war, so war sie doch begehrt, da sie für die ansässige Landbevölkerung die Gelegenheit bot, einen regelmäßigen Verdienst zu erlangen. Über den Berg, der dem Grubenfeld den

N amen gab, verläuft heute die Gemeindegrenze zwisehen Overath und Rösrath. Seit 1837 wurde dort Bleiglanz abgebaut. Später wurden, neben anderen Erzen, auch nach Zinkblende geschürft. Von Norden nach Süden umfaßte das 'Grubenfeld Lüderich' folgende Lagerstätten: Nordlagerstätte, Bleifeld, Berg-

mannsfreude, Frühling, Franziska, Sommer und Hangender Sommer. 1 978 wurde der Abbau auf dem Lüderich entgültig stillgelegt.

(Foto van 1901.)

8 Schon vor dem Zweiten Weltkrieg zählte Rösrath zu den beliebten Ausflugsorten im Bergischen Land. In einer Werbebroschüre des Landesfremdenver kehrsverbandes Rheinland aus den dreißiger Iahren heißt es: 'Hoffnungsthal mit der Sommerfrische Rösrath und Forsbach ist sowohl Ausgangspunkt für Wanderungen durch den wildreichen Königsforst, als auch ins Sülztal und auf den Lüderich. Das neuzeitlich eingerichtete Freibad in Hoffnungsthai mit Planschbecken und Liegewiese besitzt ein Becken von 2400 qm. Bei Rösrath liegt das Waldstrandbad im Ammerland an der Sülz .. .' Kost und Logis fanden die

Ausflügler und Urlauber in den zahlreichen Gaststätten, wie hier in Hoffnungsthal im Hotel Bergischer Hof, der damals als erstes Haus am Platz galt. (Fotoum 1935.)

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