Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lotar Köllner
Gemeente
:   Ruhla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5967-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2'

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9. Die Wiedergabe des Blickes vom Bermberg nach Süden auf einer Ansichtskarte von 1900 zeigt links unten auf der ehemaligen Fläche der 'Herrmannswiese' (vg!. Bild 8) den südlichen Teil mit Schornstein des 1897 entstandenen. bis 1912 mit Wärmekraftmaschinen betriebenen Ruhlaer Elektrizitätswerkes für Gleichstrom. In der Mitte des Bildes sieht man die 1828 errichtete Anlage der Furnier-Schneidemühle von Stumpff & Katterfeld, die im Jahre 1926 dem Postneubau weichen mußte (vg!. Bild 35), darüber noch eine freie Wiesenfläehe.

10. Diese Ansicht mit Bliek über einen Teil der Kurhausplatzallee zum Bermbergabhang stammt etwa aus dem Jahre 1900. Rechts unten ist das Dach des alten Großherzoglichen Forst- und Kurhauses angeschnitten, links das Brunnen- und Badehaus von 1855. Auf dem Platz sieht man die nachgepflanzten und noch gestützten Linden, links daneben, von einem Leitungsmasten der Stromversorgung etwas verdeckt, das Kriegerdenkmal von 1872 in seiner ursprünglichen Form und am alten Standort an der Bermbachtalstraße. Im oberen Teil der Ansicht bildet die Villa' Ursomontana' (= Bärenberg) des Förderers seiner Vaterstadt Hofrat DI. Alexander Ziegier den Mittelpunkt. Rechts daneben befindet sich das alte Berghotel 'Bellevue'. Die Laubenterrasse davor verdeckt den Bliek auf die Fassade (vgl. Bilder 6 und 37 in Band 1 sowie nachfolgendes Bild 11).

11. 'Bliek aufHotel Bellevue' ist Thema auch dieser Ansicht auf einer Farbdruck-Postkarte von 1904/05. Wieder sind ein Teil der Anlagen und die Villa 'Ursomontana' mit abgebildet (vgl. Bild 10). Links unten ist die 1892 durch Um- und Neubau entstandene Villa von Arthur ZiegJer zu sehcn, seit langem Alters- bzw. Seniorenheim. Sie wurde im 1817 bis 1825 durch Georg Otto Ziegier großzügig und parkähnlich angelegten ZiegJersehen Garten errichtet, der bis nach dem Ersten Weltkrieg sehr gepflegt und beachtenswert war. Danach, besonders dann nach 1945, wurden viele der besonderen Fichten- und Thujabäume gefällt. Der größere Teich wurde zugeschüttet, Wege und Anlage wurden vernachlässigt,

12. Schon im Band 1 wurde das 1892 erbaute, ehemalige Ruhlaer Hotel 'Zum Landgrafen' vorgestellt (Bild 1/10), hier nun nochmals ein Bliek vom gegenüberliegenden Breitenberghang auf einer Ansichtskarte aus dem Jahre 1905. Die fotografische Aufnahme von Schönborn ist wahrscheinlich früher zu datieren. Unten im Tal sieht man, von links beginnend, die Häuser im Gerissen, das Dach der 'Landgrafenschmiede', die Häuser an der oberen Marienstraße, dahinter den Wiesenweg. Das große Haus Wiesenstraße 21 mit dem Flachdach gibt es noch nicht, ebenso die doppelseitig bebaute Bardenheuerstraße.

13. Der Besitzer des Hotels 'Zum Landgrafen' war sehr um Herausgabe und Verbreitung von Werbemitteln bemüht. Dazu gehörten neben Prospektblättem und -karten sowie mehreren Auflagen eines Hotelführers auch Ansichtskarten. Drei von ihnen zeigten die im Hotel vorhandenen Wandbilder zu Szenen der Sage vom Schmied von Ruhla und den hartgeschmiedeten Landgrafen Ludwig Il. von Thüringen. Zwei davon sollen hier wiedergegeben werden: Die Schmiedeszene mit der Bildunterschrift' Landgraf Ludwig wird vom wackren Schmied in Ruhla hartgeschmiedet' und ...

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14 .... die Edelackerszene mit der Bildunterschrift 'Landgraf Ludwig bestraft die ungehorsamen Edelleute, indem er dieselben vor den Pflug spannt'. Das dritte, hier nicht wiedergegebene Gemälde stellte eine Szene über die Drangsalierung bei Bauarbeiten von zur Fron verpflichteten Landleuten und Handwerkern durch zwei Adlige dar mit der Bildunterschrift: 'Die übermütigen Junker und Edelleute bedrücken die Unterthanen mit harten Frondiensten.' Eine solche Szene war nur im Hotel 'Zum Landgrafen' gestalter. während die Schmiede- und die Edelackerszene mehrmals dargestellt wurden.

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15. Der Titel dieser Ansichtskarte von etwa 1905 'Bliek von Belle Vue aus' ist nicht ganz exakt gewählt, denn der Standort des Fotografen war hinter der Ziegler-Villa 'Ursomontana', schräg oberhalb des alten Hotels 'Bellevue', das links unten in das Bild hineinreicht. Rechts unten sind Teile der Lindenallee und des Forst-/ Kurhauses zu sehen, darüber, neben der Kirche St. Concordia, die beiden Schulen von Ruhla GA am Eingang der Köhlergasse und in der Bildmitte die Fabrikanlage von Thiel & Bardenheuer. Im heutigen Bereich Bergstraße und Am Breitenberg stehen erst zwei Häuser.

Ruhla - l3Iick au! die llntersiadt

16. Die Ansicht auf einer Karte von 1909 mit der Beschriftung 'Bliek auf die Unterstadt' zeigt die GebrüderThiel-Straße (heute Bahnhofstraße ) vom Haus Nr. I links ('Weiße Villa' von Thiel) bzw. Haus Nr. 4 rechts bis zu den Fabrikanlagen der Gebrüder Thiel sowie die Häuser an der "Trift' und den Triftweg. Zu erkennen ist, daß hinter den Häusern rechts am Breitenberghang zwei Freileitungszüge geführt sind, allem Anschein nach Telegrafendrähte und eine Stromversorgungsleitung. Die Waldgrenze war damals schon die gleiche wie heute.

17. Geteilte Ansichtskarten mit mehreren Motiven aus einer Stadt oder Region in der Art wie sie heute verbreitet üblich sind, gab es schon vor mehr als achtzig Jahren, denn die hier wiedergegebene stammt aus der Zeit um 1910. Die kolorierten Kleinansichten sind aufgrund der noch nicht entwiekelten technischen Voraussetzungen natürlich wenig deutlich und aussagefähig. Details sind kaum richtig zu erkennen. In der Panoramaansicht unten fällt beim Vergleich mit Bild 15 auf, daß im Bereich Bergstraße/Breitenberg nun schon vier Häuser stehen. Die beiden Kirchen und der Verlauf der Köhlergasse sind auch zu erkennen.

18. Diese Fotografie vom Jahre 1910 zeigt den damaligen Wiesenweg und den noch offen fließenden Erbstrom unterhalb der heutigen Post. Der höhere Baum links ist die dort immer noch stehende Linde. Rechts im Bild, wo der Weg wegen des größeren Grundstückes vom Furniersägewerk Stumpff & Katterfeld eng wird, sind die Vorderseiten der Häuser NI. 37 und NI. 35 (jetzt 'Boutique') der heutigen Wiesenstraße zu sehen, darüber der Giebel und ein Stück Dachfläche der Häuser NI. 33 bzw. NI. 31. Über dem eingetunnelten Erbstrom befindet sich heute - untere Bildhälfte links - die Einmündung der Poststraße in die Wiesenstraße.

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