Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lotar Köllner
Gemeente
:   Ruhla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5967-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2'

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19. Anläßlich des bevorstehenden 250jährigen Jubiläums der Winkelkirche St. Concordia im August/ September 1911 machte ihr vielseitiger Pfarrer Lothar Koch in der Zeit vorher verschiedene fotografische Plattenaufnahmen von seiner Kirche. Fünf davon gab er seiner Broschüre 'Die Kirche St. Concordia zu Ruhla W.A. - Ein geschichtlicher Rückblick' bei. Die besonders gelungene Winteransicht 'St. Concordia zur Weihnachtszeit' wird hier wiedergegeben. Die Kirchenaußen- und -innenansichten erschienen damals auch auf Einzelblättern und Karten. Winkelkirchen gibt es in Deutschland außer in Ruhla in Freudenstadt im Schwarzwald und in Elsfieth im Oldenburgischen.

Ruhla, Thür.

Sächsischer Hof, Herm, Schäfer.

20. Der 'Sächsische Hof an Ruhlas Hauptstraße (Obere Lindenstraße 1) auf dieser Ansicht von etwa 1910 war früher ein gut besuchtes Gast- und Logierhaus mit Saal. Das Werbeschild an der Hauswand sagt aus: 'Logis à 1 M. 20 Betten. Kalte und warme Speisen zu angenehmen Preisen.' Bis um die Mitte des vorigen Jahrhunderts hieß dieses Gasthaus 'Zum Elephanten' und war weithin bekannt. Von etwa 1830 bis 1840 war es fast berühmt und wurde, besonders von Studenten und jüngeren Leuten, außerordentlich gut besucht. Der Grund war die hübsche Wirtstochter Friedericke Böttcher, allgemein nur 'Die schöne Elephantine' genannt. Ihr wurde damals sogar ein Theaterstück gewidmet. Die Folklorevereinigung 'Alt-Ruhla' ließ sie und das Wirtshaus in der inzwischen vierzehn Folgen umfassenden Veranstaltungsreihe 'Zu Gast im Elephanten in der Ruhl' wieder auferstehen.

· Ruhla i. Thür. - 8ermer u. Zieglerstralle

21. Der Bliek vom Breitenberg über den Bermerausläufer hinweg zur Zieglerstraße (heute GeschwisterScholl-Straße) im Lappengrund wurde wahrscheinlich so nur einmal als Motivauf einer Ruhlaer Ansichtskarte verwendet. Die Aufnahme stammte vom Drogisten Kurt Rottwitt und müßte zwischen 1911 und 1914 entstanden sein. Im Vordergrund sieht man die Häuser der unteren Marienstraße, darüber die des Wiesenweges und des unteren Bermberges. Das Haus der heutigen Wiesenstraße Nr. 75 gibt es noch nicht, dafür aber noch die kleinen Häuser am Ende des Wiesenweges, die da standen, wo heute die Straße verläuft. Nahezu Mittelpunkt der Ansicht ist das Haus auf der 'Luxenkoppe". Im Lappengrund gibt es im Anschluß an die Villa von Fritz Thiel auch noch einige Häuser nicht.

22. Die Farbdruckansicht 'Knaudtstraße mit WaIdstraße' von vor dern Ersten Weltkrieg zeigt rechts das alte Gasthaus 'Waldhaus', im Volksmund wegen des Spitznamens der Betreiberfamilie Gössel 'Hutzelhöh' genannt. Es befand sich bis 1922 in diesem Gebäude, das dann von der Postverwaltung erworben wurde, um fünf Wohnungen für Postangestellte darin einrichten zu lassen. Das Gasthaus wurde in das Haus von Förster Schilling etwas unterhalb verlegt, wo es sich heute noch, allerdings als erneuertes 'Hotel Waldhaus' , befindet. Die Knaudtstraße ist nach Oberförster Hermann Knaudt benannt, der den ab 1898 zur Ortsstraße ausgebauten Holzabfuhrweg am Engestieg anlegen ließ und auch den Bau des eisernen Carl-Alexander-Turmes auf dem Ringberg betrieb.

23. Noch aus der Zeit von vor dem Ersten Weltkrieg stammt diese Ansicht von der unteren Köhlergasse und ihrer Einmündung in die Marienstraße. Dort befand sich bis in das zweite Drittel des vorigen Jahrhunderts der 'Plan', der Dorfplatz der Gemeinde Ruhla Uetterodtschen Orts, auf dem auch die Kirmesgelage stattfanden. Rechts sieht man das 1882 errichtete und 1907/08 umgebaute Postamtsgebäude, als solches genutzt bis zur Inbetriebnahme des neuen Postamtes am Wiesen weg im Jahre 1928. An der abgeschrägten Ecke ist das Schild 'Kaiserliches Postamt' erkennbar. Im Gebäude links befand sich einst das Gasthaus 'Zum Lamm', im Gebäude gegenüber, das dem Postgebäude weichen mußte, das Gasthaus 'Zum Bären'. Dieses ist Schauplatz eines Aktes in Schlothauers Bühnenstück 'Die Rühler Lüter'.

Álexand.erturm

Ruhla

24. Das ehemalige 'Hubertushäuschen' wurde im Jahre 1905 von Forstleuten und Freunden des Waldes als Jagdhäuschen und Station für den Revierförster auf der Totemannshalde am Bierweg erbaut. Es enthielt einen Aufenthaltsraum, einen Unterkunftsraum und eine Stallung. Auf dieser Ansichtskarte (um 1915) ist es zusammen mit dem Carl-Alexander-Turm abgebildet, weil es auch am Weg zu diesem lag. Ab 1906 kam etwa zwanzig Jahre lang dort die 'Hubertusgemeinde' zusammen, ein Freundeskreis von Jagd- und Naturliebhabern, der auch viel Sinn für kulturelle Belange und den Humor hatte. Ein gut besuchtes kleines Waldgasthaus war das 'Hubertushäuschen' ab 1949/50. N ach Aufgabe der Bewirtschaftung ist es mutwillig zerstört worden. Restabriß und Beseitigung der Trümmer erfolgten 1968/69.

Hubertus-Haus, Reinheld Storch, Erfrischungshalle am fuße des

25. Neben dem 'Hubertushäuschen' (Bild 24), dessen Fachwerkgiebelseite in Bildmitte zu sehen ist, wurde im Jahre 1922 durch den Ruhlaer Reinhold Storch eine kleine 'Erfrischungshalle' als einfacher Holzbau in grünweißer Farbgebung unmittelbar am Bierweg errichtet. Ab 1916 war von ihm schon schräg gegenüber am Weg zum Carl-Alexander-Turm an den Sommerwochenenden ein offener Verkaufsstand betrieben worden. Sein Sohn, Werner Storch, erweiterte 1937 die 'Erfrischungshalle' nach beiden Seiten im gleichen Holzbaustil und bewirtschaftete sie, ausgenommen die Kriegspause, bis 1949. In diesemJahr wurde begonnen, die kleine 'Ausflugsgaststätte mit Alkoholausschank', den es in der Halle nicht gegeben hatte, im von der Forstverwaltung gemieteten 'Hubertushäuschen' zu betreiben.

Waldschänke "Dreiherrnstein" bei Brotlerode i. Thür. lnhaber Fritz Messerschmidt.

Grenze zwischen Preußen, Sachsen-Gcburq-Gotha und Sachsen-Meiningen. 743 rn. Weg z~iscnen Ruhl. und Jnselsberg

26. Noch vor dem Ersten Weltkrieg entstand diese Aufnahme von der im Jahre 1911 im Auftrag der Gemeinde Brotterode im Blockhausstil errichteten Waldschänke am Dreiherrenstein, die damals schon für viele Ruhlaer ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel auf dem Scheitelpunkt des alten Ruhla-Brotteröder Karrenweges und am Weg zum Inselsberg war. Bereits ab 1896 war an dieser Stelle in zwei kleinen Bretterhäuschen eine 'Bier- und Kaffeewirtschaft' betrieben worden. Der dem Gasthaus unmittelbar benachbarte, 'Dreiherrenstein' genannte dreieckige Grenzstein ist auf der Ansicht nicht zu sehen. Er trennte bis zur Bildung des Landes Thüringen im Jahre 1920 die früheren Länder Hessen bzw. Preußen, Sachsen-Coburg-Gotha und SachsenMeiningen und war einer von dreizehn Dreiherrensteinen am rund 168 km langen Rennsteig.

27. Diese Federzeichnung vom Kirchaufgang ('Kirchstiegk') und Pfarrhaus zu St. Trinitatis an der Köhlergasse schuf der Zeichenlehrer und Grafiker Hanns Bock für die Dezemberausgabe 1916 der Ruhlaer 'Kriegs-Heimatgrüße'. Sie wurden vomPfarrer Lothar Koch während des Ersten Weltkrieges monatlich herausgegeben und an alle Kriegsteilnehmer aus Ruhla verschickt, Sie enthielten Mitteilungen und, wie es der Name sagt, Grüße aus der Heimat. Jeder Ausgabe waren auch heimat- bzw. textbezogene Zeichnungen von Hanns Bock beigegeben. Bei dieser hat er es verstanden, etwas weihnachtliche Stimmung hineinzulegen. Das Motiv wurde später auch auf Weihnachtsgrußkarten aus Ruhla verwendet.

28. Aus der 1921122 von der Ruhlaer Buchhandlung Bruno Eppelin herausgegebenen kleinen Broschur 'Ruhla - 10 Federzeichnungen von Hanns Bock' sollen, wie im 'Ruhla in alten Ansichten' Band 1 bereits geschehen, auch wieder zwei Motive abgedruckt werden, hier der 'Bliek nach der Kirche St. Trinitatis' über die Dächer der Häuser 'In der Ecke', Häuser an der Köhlergasse und am 'Kirchstieg'. Neben der Kirche fällt besonders das Pfarrhaus durch seine hohe Giebelwand auf. Leider ist sie verputzt, obwohl sie ein schönes Sichtfachwerk präsentieren würde.

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