Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lotar Köllner
Gemeente
:   Ruhla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5967-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2'

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29. Das zweite Motiv der Bocksehen Federzeichnungen heißt: 'Dornsengasse im Schnee.' Man blickt über einen Teil dieser hinweg zum Abhang des Domsenberges und zum Reuter, eine gelungene Darstellung einer Alt-Ruhlaer Winterstimmung.

30. Den Federzeichnungen von Hanns Bock soll noch eine von H. Rottmann angereiht werden. Dargestellt ist das Innere der Werkstatt des letzten Ruhlaer Messerschmiedes Gottlieb Stein. Sein Häuschen stand auf der Obergasse (s. Bild 22 in Band 1). Obwohl er bereits im Jahre 1911 verstarb, blieb seine Werkstatt bis 1942 unverändert erhalten. In diesem Jahr wurden die Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände mitsamt den Steinen der Schmiedeesse sichergestellt und im Heimatmuseum deponiert, wo sie vomAutor dieses Bändchens in Anlehnung an diese Zeichnung im Jahre 1952 zu einem Schauraumensemble wieder aufgebaut bzw. zusammengestellt wurden. Die Zeichnung ist zu finden in Arno Schlothauers Broschüre von 1930 'Was das Ruhlaer Ortsmuseum erzählt',

31. Diese Aufnahme des langjährigen Ruhlaer Fotografen Eugen Rohn vom 1. Dezember 1918 zeigt das etwas steiler ansteigende Stück der mittleren Marienstraße, früher var der Pflasterung nach dem dort anwohnenden Bürgermeister von Ruhla GA 'Gießenholl'n' genannt, mit Frauen und Kindern, die heimkehrenden Kriegsteilnehmer erwartend. Die Häuser sind zum Empfang geschmückt. Das Schild an der Girlande trägt die Aufschrift: 'Gott segne Euren Eingang.' Links vorne sieht man das Haus des Fotografen Rohn, weiter hinten den "Thüringer Hof', das Haus vorn Müller und Bäcker Firnhaber (früher Hiobsmühle) sowie das ehemalige Gasthaus Borbe. Vor diesen Häusern gab es noch keinen Bürgersteig.

32. In den zwanziger Jahren entstand am Kirchberg das Arbeiterschützenhaus, ein barackenähnlicher Bau, der auf dieser, von der Motivwahl her kaum guten Aufnahme, teilweise verdeckt ist. Die sechs Schießbahnen verliefen zum Berghang hin, wo man die Scheibenanlage erkennen kann. Nicht nur an den Wochenenden war das Objekt bewirtschaftet, auch im Sommer. wenn man draußen sitzen konnte, war es eine gern besuchte Ausflugsgaststätte für die Ruhlaer. Auf dem Platz vor dem Gebäude veranstaltete der schon früher gegründete Arbeiterschützenverein (s.a. Bild 64) dann seine eigenen Schützenfeste mit Volksfestcharakter, die natürlich auch guten Zuspruch fanden.

33. Die Auerhahnhütte auf dieser Ansicht von Mitte der zwanziger Jahre war ursprünglich eine Holzhauerhütte im einfachen Blockhausbau, die der Revierförster Vollmer im Jahre 1857 an dieser Stelle der Vogelheide am Rennsteig errichten ließ. Wenig später wurde sie zu einer Jagdhütte erweitert, durch einen abseitigen Stall ergänzt und 'Der Auerhahn' genannt, weil sie Forstbeamten sowie dem Großherzog und seinen Gästen als Unterkunft bei der Auerhahnpirsch diente. Von 1920 bis 1933 war sie Naturfreundehütte. Auf der Abbildung hat sie noch die alte Fichtenlohrindenverschalung, die um 1930 durch Bretterschalung ersetzt wurde. Nach zwanzigjähriger alleiniger Nutzung durch Forstleute wurde sie 1954 Bergrettungsstation und von 1977 bis 1979 durch den heutigen festen Bau ersetzt.

34. Im Sommer 1925 war das neue Ruhlaer Stadtbad rohbaufertig. Hier ist es zu dieser Zeit mit der Arbeitskolonne von Maurermeister Kar! Köllner zu sehen, dessen Firma die Tief- und Hochbauarbeiten ausführte. Der Neubau entstand an der Stelle des alten Brunnen- und Badehauses von 1855 (s. Band 1 Bild 50). Nach Einweihung zur Kirmes nahm das Stadtbad, das der Stadt rund 225 000 Reichsmark gekostet hatte, am 5. August 1926 seinen vollen Betrieb auf. Erster Bademeister war, für etwa zwanzig Jahre, Simon Rottler.

35. Diese Ansicht zeigt auf der linken Seite, wo heute die Poststraße verläuft, einen Teil der FurnierSchneidemühle von Stumpff & Katterfeld, als sie noch in Betrieb war (s.a. Band 1 Bild 26 unten). Wie schon erwähnt, gab es sie seit dem Jahre 1828, damals mit Unterstützung des aus Ruhla stammenden und in London etablierten Königlich Britischen Harfenmachers Johann Andreas Stumpff geschaffen. Im Jahre 1926 wurde sie aufgegeben - die Firma ging nach Eisenach als Holzhandlung- und wich dem Postneubau mit Umfeld. Das Haus rechts mit seiner nicht rechtwinkligen Ecke, Marienstraße 29, gibt es noch, ebenso Wohnhaus und Werkstattgebäude Wiesenstraße 16 seitlich dahinter. Darüber sieht man die Häuser am Bermberg und die Ringbergflanke.

36. Bis zum Oktober 1927 war am unteren Ende der Altensteiner Straße der Erbstrom noch weitgehend offen und wurde durch Brücken überquert. Auf der Fotografie ist die erste Phase der Arbeiten zur Eintunnelung des Baches festgehalten. Zunehmender Verkehrerfordertc breitere Straßen. Links im Bild ist der hintere Teil des Spritzenhauses (vgl. Bild 7) zu sehen, rechts die Einfahrt zum Winklerschen Anwesen, einst Schneidemühle Helbig. Nach den Arbeiten am Erbstromtunnel wurde 1928 der Einmündungsbereich KarolinenstraßelForststraße ausgebaut.

37. Im Sommer 1927 wurde mit dem Bau des Wohnblockes an der Altensteiner Straße begonnen. Dazu gehörten auch umfangreiche Geländeerschließungsarbeiten. Die Aufnahme vom Oktober 1927 zeigt einen Teil der halbfertigen Betonmauer zur Abstützung des Bürgersteiges und die Entstehung der Bruchsteinmauer zur Abstützung des Hanges. Eingerüstet ist ein Teil der Kläranlage. Die Altensteiner Straße war, wie man sieht, zu dieser Zeit noch nicht gepftastert.

38. Die 1927 begonnene sechsteilige Wohnblockreihe im Bauhausstil an der Altensteiner Straße, hier Mittelpunkt einer Ansicht von Anfang der dreißiger Jahre, war im Spätherbst 1928 fertiggestellt. Ab da wurde sie bezogen. So sehr die in der Amtszeit des kommunistischen Bürgermeisters Kohlrausch erfolgte Schaffung der 55 Wohneinheiten begrüßt wurde, so heftig kritisierte man aber auch die flache Ausführung der Dächer als unschön, artfremd und der Landschaft nicht entsprechend. 1934 wurde das Aufsetzen einer neuen Dachkonstruktion ins Auge gefaßt und im Jahre 1937 realisiert.

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