Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lotar Köllner
Gemeente
:   Ruhla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5967-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2'

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39. Auf dieser Ansicht mit dem ersten Schnee des Winters 1937/38 ist der Wohnblock Altensteiner Straße mit seinen neuen Satteldächern zu sehen, besonders aber im Vordergrund der als Flachbau belassene Trakt des einstigen Ruhlaer Stadtcafés. Sein Betreiber war Konditormeister Otto Russ. Im zweiten Stock befand sich der Tanzsaal. Im Stadtcafé wurde im April 1941 das Heimatlied 'Ruhla am Erbstrom' aus der Taufe gehoben. Text und Melodie sind von dem damals dort aufgetretenen Vortragskünstler Leo Vogt-Stolzing aus Rothenburg ob der Tauber. Das Ruhlaer Stadtcafé wurde bis zum Jahre 1949 betrieben und dann zu Wohnraum umgebaut.

40. Den Steinbruch am Engestieg auf dieser Fotografie von 1928 gab es schon im 18. Jahrhundert. Ab etwa 1850 bis nach 1900 wurde er von Ruhlaer Maurermeistern privat und von der Gemeinde WA im mehrfachen Wechsel und mit Unterbrechungen betrieben. Um 1920 übernahm ihn die Stadt als Eigenbetrieb und ließ ihn 1927 mit elektrischen Bohrern, Feldbahn sowie Brech-. Sortier- und Verladeanlage ausrüsten. Letzter Betreiber war ab 1956 die Schwerspatgrube Ruhla, die ihn dann stillegte. Das anstehende und gewonnene Gestein ist Amphibolit, auch Mesodiabas benannt, ein sehr hartes Umwandlungsgestein des Ruhlaer Kristallin. Es wurde als Bruchsteine für jegliche Art von Mauern und, weiter gebrochen, als Schotter und Splitt weithin verwendet.

41. Der Bliek von der Emilienruhe am unteren Breitenbergweg ist einer der schönsten, die man von den umliegenden Bergen auf Ruhla hat. Er geht über den relativ breiten minleren Stadtteil, wo hier unter anderem die Fabrikanlage von Thiel & Bardenheuer, das Rathaus und das Schulgebäude an der Krummen Wiesengasse zu sehen sind, hinweg zum gegenüberliegenden Abhang des Engestiegs mit Winkelkirche St. Concordia, Knaudtstraße, Waldstraße und Straße 'Am Stadtwald'. Die für die Ansichtskarte verwendete Aufnahme eines Nürnberger Lehrers entstand 1928.

42. Noch vor 1930 sind auch schon Aufnahmen von Ruhla aus dem Flugzeug gemacht worden. Die auf dieser Ansicht wiedergegebene stellte die Luftbildzentrale der Junkers-Flugzeugwerke Dessau zur Verfügung. Herausgeber der Ansichtskarte war der Ruhlaer Buchhändler Bruno Eppelin. Abgebildet ist, ähnlich wie auf Bild 41, nur natürlich unter anderem Blickwinkel, der mittlere Stadtteil zwischen den beiden Kirchen, dem unteren Drittel der Köhlergasse und der Oberen Lindenstraße. Der Verlauf der Köhlergasse ist bis zu ihrer oberen Einmündung gut zu erkennen.

43. So sah der Aufgang zum Friedhof und zur Kirche St. Concordia bis zum Frühjahr des Jahres 1932 aus. Dann wurde die Straße 'An der Gottesgabe' gebaut. Auf der Ansicht rechts hinter den beiden Grabobelisken ist zu erkennen, daß die Erdarbeiten schon begonnen worden sind. In der Folge wurde dieser untere Teil des Friedhofes mit der Auffahrt weggenommen. Hier verläuft jetzt die Straße. Der Baum links von der Bildmitte blieb stehen.

44. Das heutige Ruhlaer Schützenhaus ist das dritte an der gleichen Stelle auf der Alten Ruh!. 1861/62 hatte die Schützenvereinigung von Ruhla WA das Areal erworben und baute bis 1863 das erste dortige Schützenhaus. Sein Bau und seine Existenz trugen wesentlich zum Zusammenschluß der Schützen beider Ruhlaer Ortsteile bei. Infolge Unachtsamkeit eines in das nicht bewohnte Gebäude eingedrungenen Vagabunden brannte es in der Nacht zum 2. Februar 1906 ab. Schon gut vier Monate später konnte zum Schützenfest ein neues Haus eingeweiht werden. Als es den Anforderungen nicht mehr genügte, wurde es durch Um- und Erweiterungsbau erneuert. Nach seiner Fertigstellung um 1930 gab der Bundesschützenverein als Eigentümer zusammen mit dem Fotohaus Rohn diese Ansichtskarte heraus.

45. Der 1791 zur Nutzung durch den Kur- und Badebetrieb an das herzoglich-weimarische Forsthaus (s. Bild 1) angebaute Saaltrakt wurde 1856 durch die 'Bade-Actien-Gesellschaft' zum separaten 'Hotel Kurhaus' umgebaut. Dieses wurde als solches über 45 Jahre lang betrieben. Als nach 1900 der Kurbetrieb in Ruhla zum Erliegen kam, änderte man den Namen in 'Hotel Forsthaus', wies aber noch längere Zeit auf den vormaligen Namen hin. Die Aufnahmen für die Ansichtskarte sind etwa 1932133 entstanden. 1935136 wurde das Haus mit dem die alte, schöne Fassade weitgehend verdeckenden und damit eigentlich störenden festen Verandavorbau versehen.

46. Einen nochmaligen Aufschwung als 'Luftkurort und Sommerfrische' nahm Ruhla zwischen den beiden Weltkriegen. Eine wichtige Rolle spielte dabei das nach dem Brand vom 3. März 1913 neu, schöner und größer entstandene Hotel 'Bellevue', oft auch nach dem Besitzer 'BerggasthofNordmann' genannt. Anfang der dreiBiger Jahre, als diese Aufnahme entstand, verfügte es über achtzig Betten. Bis 1939 wurde ein eigener Omnibus ('Nordmanns Allwetterwagen') betrieben, mit dem man Tagesausflugs- und -rundfahrten, aber auch Mehrtagesfahrten durchführte. Auf der Ansicht ist links wieder die ehemals Zieglersche Villa 'Ursomontana' zu sehen (vgl. Bilder 10 und 11). Der Carl-Alexander- Turm auf dem Ringberg (rechts im Bild) ist durch Retuschieren etwas zu hoch und verändert dargestellt.

47. Ab 1933/34 wurde die bereits in den Jahren 1908 bis 1912 im 'Gerissen' und am oberen Wiesenweg begonnene und beim Postneubau 1926/27 weitergeführte Eintunnelung des Erbstromes im unteren Abschnitt, vom Grundstück Firnhaber an, realisiert. Die behördlichen Genehmigungen für die weitere und damit weitgehende Vorrohrung des Baches hatten längere Zeit auf sich warten lassen. Die Fotografie von der Bauphase in der oberen Gebrüder- Thiel-Straße vermittelt auch noch einen Eindruck vom ursprünglichen Zustand. Heute verläuft an dieser Stelle über dem Erbstrom der breite linksseitige Bürgersteig der oberen Bahnhofstraße.

48. Urn 1935 fanden parallel zu Pflasterarbeiten im oberen Teil der Oberen Lindenstraße (Beginn Bildmitte hinten schon zu sehen) auch das Stadtbild verändernde Maßnahmen im Bereich 'Singerrain' statt. Die Lagergebäude auf der Ansicht links wurden noch abgerissen und Straße sowie Bürgersteig an dieser Stelle verbreitert. Der Verkaufskiosk, der an der Einfahrt zum Dornsenplatz stand (vgl. Band 1 Bild 59), wurde dorthin versetzt (s. Bild 49). Die fünf Häuser auf derrechten Seite dieser Ansicht sowie das Haus Backhaus im Hintergrund (mit 'Iürrnchen) gibt es inzwischen auch nicht mehr. Sie mußten dem späteren Straßenbau weichen.

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