Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lotar Köllner
Gemeente
:   Ruhla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5967-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2'

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49. Diese Ansicht von 1936 mit dem Bliek zum 'Singerrain' hin zeigt den Zustand nach Beendigung der damaligen Straßenbaumaßnahmen im oberen Bereich der Oberen Lindenstraße. Der Verkaufskiosk, von den Ruhlaern nach seinem Betreiber 'Ortmanns Büdchen' genannt, steht an seinem neuen Standort unterhalb des alten. Rechts davor ist das noch vorhandene Erbstromwehr zu sehen, das später, als es keine Funktion mehr hatte, auch beseitigt wurde. Der Erbstrom ist dann an dieser Stelle auch übertunnelt worden.

50. Der im Jahre 1929 als ArbeiterkinderErholungsheim der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) von einer gemeinnützigen Zweckgenossenschaft unter Beteiligung der Stadt Ruhla und mit großer Unterstützung der Ruhlaer Arbeiter am Reuter begonnene WinkelFlachbau - ursprünglich war ein großzügiger Halbrundbau konzipiert - blieb aus finanziellen und anderen Gründen 1932 rohbaufertig stehen. 1934 übernahm ihn das Thüringer Innenministerium, ließ Satteldächer aufsetzen und das Objekt als Jugendherberge aus- und fertigbauen, die im Oktober 1936 eingeweiht wurde. Im Krieg wurde das Haus als Dienstverpflichteten-, Wehrausbildungs- und Durchgangslager genutzt. Seinen ursprünglichen Zweck als Kinderheim erfüllt es ab 1946.

51. Mitte der dreißiger Jahre gab der FotografFritz Rolapp im Eigenverlag eine Ansichtskartenserie sowie ein zwölfteiliges Bildmäppchen von Ruhla und seiner näheren Umgebung heraus. Wiedergegebenwird hier der Bliek vom Mühlrainstein, der auch heute noch zu einern der reizvollsten gehört. Zu erkennen sind die Häuserzeile an der alten 'Öbergass', wo sie in die Karolinenstraße einmündet (vg!. Bild 6), links daneben das Spritzenhaus, der Verlauf der Straße 'Am Dornsenberg' .die Häuser an der Knaudtstraße. Die Horizontlinie bilden Dornsenberg, Bermberg und Ringberg mit dem Carl-Alexander-Turm. Die Bezeichnung 'Luftkurort Ruhla' durfte zu dieser Zeit offiziell geführt werden.

52. Zur Rolappschen Fotopostkartenserie gehörte auch die Ansicht vom Altarraum der Kirche St. Trinitatis. Sie entstand für das 250jährige Kirchenjubiläum im Jahre 1936. Unten in der Mitte des Bildes sieht man den aus Kittelsthaler Alabaster gefertigten Taufstein von 1684. Er wurde damals von der Innung der MesserbeschaIer des Uetterodtschen Ortsteiles gestiftet, was eine entsprechende Inschrift kundgibt. Auch das Handwerkswappen ist dargestellt. Heute steht der Taufstein an der Seite. Die Kanzel und ihr Beiwerk sind ein Geschenk des Gothaer Herzogs zur Kirchenweihe 1686. Sie waren für die Kirche auf Schloß Friedenstein angefertigt, aber dort nicht eingebaut worden.

53. Schon vor Inbetriebnahme des neuen Städtischen Kindergartens an der Bergstraße (3. Oktober 1937) wurde diese Ansichtskarte mit dem Durch- und Tiefblick vom Dornsenberg vertrieben. Der Standort des Fotografen war gut gewählt, denn man wollte mit dem Motiv die damals viel gerühmte, besondere, ruhige Lage des Hauses abseits der Stadt, am sonnigen Berghang und in unmittelbarer Waldnähe einmal mehr dokumentieren. Die Straßen und Häuser unten im Tal blieben bei der Aufnahme verdeckt. Rechts oben ist die Anlage der Schrebergärten zu sehen.

54. Ab Sommer 1935 verwendete die Stadt Ruhla, nach erfolgter Genehrnigung, auch das Thüringer HerzSymbol mit dem Ptlicht-Wortlaut 'Besucht Thüringen, das Grüne Herz Deutschlands', kombiniert mit ihrer eigenen Fremdenwerbung. Es entstand das Herz-Emblem mit der Aufschrift auf drei roten Balken: 'Sommerfrische RUHLA - weltbekannt durch Wertarbeu in Uhren und Metallwaren.' Herausgegeben wurde es als Aufkleber und Abziehbild. Auch in Fremdenverkehrswerbeprospekte wurde es eingedruckt. Die Abbildung zeigt eine kostenlos verteilte Ansichtskarte mit dem bekarmten Bliek vom Bermberg auf die Stadtmitte und dem Herz-Aufkleber.

55. Wie um 1930 schon einmal (vgl. Bild42) gab es einige Jahre später wieder Ansichtskarten mit Aufnahmen vomFlugzeug aus (Entstehung und Verlag Industrie-Fotografen Klinke & Co., Berlin). Auch in Ruhlaer Werbeprospekten war eine solche, mit Blickrichtung Bermberg-Bergstraße, abgedruckt. Das Flugzeug befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme obiger Ansicht über dem Dornsenberg. Deutlich zu sehen sind auf der Abbildung die Knaudtstraße, Schule und Stadtbad am Kurhausplatz, die Köhlergasse, die Kirche St. Trinitatis und ganz rechts der neue Kindergarten an der Bergstraße.

56. Zum 75jährigen Jubiläurn der Uhrenfabrik Gebrüder Thiel Ruhla entstand am Portal des Verwaltungsgebäudes dieses Mosaikbild mit der Sagengestalt und Symbolfigur des Schmiedes von Ruhla. Sie wurde etwas abgewandelt und mit übergroßem Uhrenanker sowie dem Schriftzug THIEL daran auf das Werk und seine Produktion bezogen. Das Wandbild wurde dem Fabrikinhaber und Geschäftsführer gewidmet. Die Inschriften, die in der VEB-Zeit des Betriebes entfernt wurden, lauteten: 'DR. REINHOLD THIEL - 40 JAHRE UNSER MITARBEITER UND DAVON 25 JAHRE UNSER BETRIEBSFÜHRER / JEDER VON UNS STIFTETE EINEN STEIN ZU DIESEM MAL / DIE GEFOLGSCHAFT / IM JAHRE DES 75JÄHRIGEN BESTEHENS DES WERKES / SEPTEMBER 1937.'

57. Über 250 Jahre lang war der einige Tage dauernde Kirmesjahrmarkt in Ruhla eine schöne Tradition. Ein reiches Sortiment an Dingen, die man sonst im Ort nicht kaufen konnte, wurde an Ständen und Buden angeboten. Auch Tand und Zuckerzeug waren natürlich dabei. Marktbereich war ursprünglich die Gasse zwischen dem Platz an der Unteren Linde und dem Plan (heute Einmündung Bermbachtal bis Marienstraße/ Einmündung Köhlergasse). Mit dem zunehmenden Verkehr mußte der Jahrmarkt auf Nebenplätze oder -straßen ausweichen. So wurde er nacheinander oder teilweise auch im Wechsel am Wiesenweg. in der Ecke, in der Kurhausstraße und am Kurhausplatz, an der Gottesgabe, am Dornsenberg und zuletzt, wie auf dem Foto zu sehen, in der oberen Köhlergasse durchgeführt. Seit gut dreißig Jahren gibt es den Kirmesjahrmarkt nicht mehr.

58. Vielen Ruhlaern bekannt ist sicher noch dieses Haus des Tanzlehrers und Kartonagenmachers Ludwig Kerl an der Carl-Gareis-Straße, Mit dem umlaufenden Leiterband im Balkenwerk des oberen Geschosses und seinen geringen Ausrnaßen, besonders auch in der Stockwerkhöhe, war es ein typisches Altruhlaer Fachwerkhaus. Dieses Stück Straßenseite, auf der auch das rechts noch ins Bild reichende Zieglersche Haus stand, wird heute von der Kaufhalle eingenommen.

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