Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Lotar Köllner
Gemeente
:   Ruhla
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5967-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Ruhla im Thüringer Wald in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

59. Vom 21. bis 23. August 1897 fand das IX. Westthüringische Gauturnfest in Ruhla statt, ausgerichtet vom mitgliederstarken und sehr aktiven Turnverein 1848 Ruhla. Am Abend des ersten Tages wurde bei Anwesenheit zahlreicher Fahnenabordnungen der auswärtigen Turner die neuerbaute. vereinseigene Turnhalle am 'Turnerberg' eingeweiht. Am darauffolgenden Sonntag gab es nach Schau- und Wettbewerbsturnen einen großen Festzug vom Spritzenhaus durch die Stadt und zurück zum Festplatz an der neuen Turnhalle mit einern Absteeher zur Kurhausallee. Dort stellten sich die Teilnehmer aus vierzig Vereinen dem Fotografen. Der dritte Tag des Festes galt dem Wandern.

60. Diese Fotografie zeigt einen Aufzug zum Kirchweihfest 1902 (31. Juli bis 3. August) in der Unteren Lindenstraße, einem bei Umzügen oft gewählten Aufnahmestandort. Rechts im Bild sieht man das damals noch verputzte Haus der heutigen Fleischerei Regensburg. darunter das heutige Haus Blumen-Brinkhoff Die Paare der Kirmesgesellschaft tragen keine Ruhlaer Tracht. Sie war zu dieser Zeit auch bei der Kirmes nicht mehr gebräuchlich. Erst 1911 zum 250jährigen Jubiläum der Concordiakirche wurde sie bei den aktiven Teilnehmern wieder eingeführt.

61. Der 1856 im Gasthaus 'Alte Ruhl' gegründete Apollo-Verein war später einer von drei, zeitweise sogarvon vier Ruhlaer Gesangsvereinigungen, die Adjuvanten-(Kirchen- )Chöre dabei nicht mitgerechnet. Gute Gruppenfotografien von seinen Mitgliedern, wie diese aus dem Jahre 1903, gibt es einige. Der ehemalige ApolloVerein kann als solide Ruhlaer Kulturinstitution der Vergangenheit bezeichnet werden. Er wartete nicht nur mit regelmäßigen Liederabenden und unzähligen Gesangsbeiträgen auf, sondern organisierte auch viele Konzertveranstaltungen.

62. Der Sport-Club Ruhla 1907 war die zweite, erfolgreichere örtliche Wintersportvereinigung. Er bildete sich, als es im 1905 gegründeten Wintersportverein und dessen Thüringer Dachverband zu Diskrepanzen zwischen Arbeitern und bürgerlichen Mitgliedern gekommen war. Auf der Fotografie vom September 1923 sind zu sehen, sitzend von links: Karl Stauch, Hermann Liebergeld, Fritz Zimmermann, Max Deußing, Fritz Helbig und ? Stehend: Alfred Bayer, Albert Niedling, Max Brandau, Fritz Deußing, ?, Rudolf Langlotz, Bruno Zirnmermann, Otto Schindewolf, Erich Bayer, Berthold Gutberlet, Otto Niedling und Arnold Bittner.

63. Die Grube 'Heimat' war eines von mehreren einstigen Ruhlaer Bergwerken. Als kleine Manganerzgrube mit zwei Stollen und einem von der unteren Sohle aus abgeteuften Schacht befand sie sich in der HähneIschen Kiesgrube am Liesenberg bzw. wurde von dieser aus befahren. (Heute steht dort der Wohnblock Wintersteiner Straße 30-38). Die Erzausbeute der Grube war nicht groß und nach Wassereinbruch infolge einer Sprengung wurde sie vor Jahrzehnten schon stillgelegt. Auf der Aufnahme vom Jahre 1916 sind zu sehen, von links:

Adolf Gössel (Betriebsleiter Ruhla), Fritsching (Grubenbesitzer Dresden), Oskar Gössel (Sohn des Betriebsleiters), Ahrens (Verwalter des ehemaligen Forsthauses), Anton Tannert, Oskar Böttinger (beide Ruhlaer), Kar! Hein (Luisenthal), Kar! Hartmann und Kar! Siegmund (beide Ruhlaer},

64. Der Arbeiterschützenverein Ruhla war um 1920 als Gegenpol zum bürgerlichen Bundesschützenverein gegründet worden und hatte später sein eigenes Schützenhaus und -gelände (s. Bild 32). Wie auf dem Gruppenfoto von 1929 oder 1930, aufgenommen vor der Zielaulage der Schießstände, zu sehen ist, gab es auch eine Vereinsfahne und die Mitglieder trugen einheitliche Schützenjacken. Nach 1933 nannte sich der Verein 'Kleinkaliber-Schützenverein am Kirchberg" und unterschied sich damit von der Kleinkaliberabteilung des Bundesschützenvereins.

65. Ende Mai 1931 starteten die Brüder Werner und Franz Deußing mit ihrem Freund Alfons Hofrnann, alle drei arbeitslos, ihre schon länger angekündigte Reise 'Mit dem Zelt um die Welt'. Die geplante Route war:

Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, Nordafrika, Italien, Schweiz, Österreich, Jugoslawien, Balkan, Türkei, Arabien, Indien, China, Japan, USA, Mittel- und Südamerika, England, Deutschland. Durch den Verkauf dieser Karte verschafften sie sich einen für das Vorhaben geringen Betrag an Spendengeldern. Die Ausrüstung stellte das Wohlfahrtsamt zur Verfügung. Transportmittel für das Gepäck war ein Handwagen. Anfang Juli allerdings schon brachen sie ihre Reise ab und kehrten zurück.

66. Um 1930 pachtete der Wintersportverein/SportClub 07 vom Bundesschützenverein den auf dessem Gelände gelegenen Teich (heute Schwimmbadareal) und richtete darauf die Möglichkeit von Bootsfahrten, vor allem aber irn Winter eine Eisbahn mit Flutlicht und Schlittschuhverleih ein. Diese Wintersportanlage hatte jahrelang einen guten Zuspruch. Auf dem Foto ist im Paddelboot hinten der langjährige Vorsitzende und Geschäftsführer des Ruhlaer Wintersportvereins Hugo Köllner zu sehen, im Ruderboot Martin Jäger.

67. Diese Aufnahme zeigt einen Teil der Ruhlaer Arbeiter und Angestellten beim Aufmarsch zum 1. Mai 1933 in der unteren Marienstraße, die zu der Zeit noch einzige Durchgangsstraße war. da es die Wiesenstraße noch nicht gab. Sie hatte, wie man sieht, immer noch keinen Bürgersteig. Rechts stehen: das Haus von PorzellanmaIer Kar! Beßler mit noch vorhandenem Ladeneingang und Schaufenster, das Haus Hüttenrauch mit dem Schaufenster zum Gemischtwarenlädchenim ersten Stockwerk und das Haus mil dem angebauten Gernischtwarenlädchen van Wilhelm Cyrus.

1Uf-Ruhla-Wahlfpruch.

W~if~ oon Berthold Stehmonn (1845-1917)

0, du lie fchö Ruhl lao~ däi Ico,

Dao~ dou ftähft unlen Herz goir naoh. So lang uns 100 läot, dear dich schuf, Erkleengt us unîen mull dr Ruf: ,,7ioat unle Ruhl"!

Gähts in dr lJealt dru~ uns au gut, Unn Itdnn dort au in Gottes Hut,

mäi monn doch treu dr Haimoot blie, Die 's liemmelt of dr Earden ie. ,,7ioat unle Ruhl"!

Ehr me zur lea~ten Rouh uns leat, Dao fchlie~ me dich ins lea~t Gebeat:

Gott fchöl) de Ruhl in Remigkeit,

Ga GlöcR ühr Häts, erlpoir ühr Eeid. ,,7ioat unîe RuhI" !

RrRO Schlcthouer

68. Nach dem im Januar 1934 erfolgten Zusammenschluß der Vereinigung 'Alt-Ruhla' und des Museumsvereins zu 'Alt - Ruhl a, Museums- und Heimatverein Ruhla e. V' gab dieser eine neue Teilserie und N achauftagen von Heirnat- und Trachtenpostkarten im Eigenverlag heraus. Die Fotografie auf obiger Karte (Nr. 16) entstand um 1910 und wurde hier ein zweites Mal verwendet (das erste Mal auf einer früheren, dem Ruhlaer Kantor Georg Heinrich Lux. dem Komponisten des Volksliedes 'Ach, wie ist's möglich dann .. .' gewidmeten Karte). Die beiden Kinder sind die Tochter Marie und der Sohn Hermann des Heimatdichters Arno Schlothauer.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek