Rund um den Iserberg in alten Ansichten

Rund um den Iserberg in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Iserberg, Rund um den
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6522-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rund um den Iserberg in alten Ansichten'

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48 Westlich des Forsthofes Everstorf befand sich nahe des Pflanzgartens und des Hundefriedhofes ein achteckiger Pavillon, der unterschiedlichen Zwecken diente. Die Forstarbeiter nutzten ihn für Pausen, ebenso die Jäger. Auch Wanderer legten dort gern eine kurze Rast ein.

An seinen Innenwänden stand eine rustikale Holzbank, in der Mitte zunächst ein achteckigerTisch. Später befand sich anstelle des Tisches eine offene Feuerstelle. Dieser Pavillon existierte bis Mitte der sechziger [ahre.

49 Die höchste Erhebung im Winkel zwischen der Straße in Richtung Everstorf!Hoikendorf und dem früheren Hamberger Schulweg nach Hungerstorf trägt seit 1877 die Bezeichnung 'Wendenkopf'. Der verdienstvolle Großherzog Friedrich-Franz Il. legte anläßlich seines Besuches an diesem Platz diesen historisch bezeichnenden Namen fest.

Daran erinnert ein querliegender, aber erst 1897 aufgestellter Findling mit folgender Inschrift:

'Großherzog Friedrich Franz Il. benannte diese Waldf1äche den Wendenkopfbei Allerhöchst Seiner Anwesenheit am 2.Juni 1877.'

SO Sühnesteine künden von historischen Vorgängen, die sich vor etwa sechshundert [ahren ereigneten. Auf der hansischen landstraße Lübeck -Grevesmühlen- Wismar kamen seinerzeit mehrere Reisende durch Gewalteinwirkung ums Leben, deren Tod durch Sühnesteine belegt ist.

Nördlich von Everstorf erinnert einer der schönsten Sühnesteine Mecklenburg- Vorpommerns an den Mord am Wismarer Kaufmann Ludeke Morellenbuch am 22. Juni

1 391. Auf beiden Seiten des Denkmals - einer Kalksteinstele mit rundem Kopfstück sind ein Kruzifix und darunter eine Inschrift in gotischen Minuskeln sichtbar.

Steinkreuz am Kreuzwe Greve mOhlen- Holkendo Everslorf - Hungerstorf

51 Am Südrand des Everstorfer Forstes lag Hungerstorf, zu dem ein kleines Gut mit etwa 340 Morgen gehörte. Als Wilhelm van Puttkamer 191 8 den Hof übernahm, reichte der Wohnraum in dem vorhandenen Haus für Familie und Hausangestellte nicht mehr aus, so daß er etwa 1920 einen Anbau durch den Grevesmühlener Maurermeister Carl Niemann ausführen ließ, der den Kindern vorbehalten war.

Vor dem Haus standen und stehen drei Linden, die diesem Ortsteil 1961 den Namen 'Dreilinden' einbrachten, während der übrige Teil des Dorfes Hungerstorf die Bezeichnung 'Waldeck' erhielt.

S 2 Das Foto zeigt den Schweine- und Hühnerstall des Gutes Hungerstorf mit der angebauten Wagenremise. Von der Wagenremise führte der Weg gradlinig zur Chaussee.

Nach dem 'Handbuch des ländlichen Grundbesitzes im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin', herausgegeben 1908,zähltedaszurLandesherrschaft zählende Gut Hungerstorf 34 Einwohner. An Vieh waren 1 1 Pferde,

S 7 Stück Rindvieh und S 2 Schweine vorhanden.

S3 Wilhelm van Puttkamer erwarb das Gut Hungerstorf im Februar 1918. Er hatte zunächst als Volontär auf dem Gut van August Witte in Martenstorfbei Wismar gearbeitet. Als der Gutsherr während des Ersten Weltkrieges 1916 fiel, hielt Wilhelm van Puttkamer das Gut aufrecht und heiratete 1918 die Frau seines früheren Chefs. Das Foto zeigt das Ehepaar von Puttkamer im Iahre 1919.

1926 verkaufte Wilhelm van Puttkamer das Gut. Seit Ende der zwanziger [ahre befand es sich im Besitz von Otto Wunderling. Die Familie von Puttkamer verzog zunächst nach Letschow bei Schwaan und 1930 nach Rostock, wo Wilhelm van Puttkamer am 2. September 1972 starb.

S4 Im Hungerstorfer Gutshaus erlebten seinerzeit sechs Kinder der Familie von Puttkamer eine schöne Kindheit. Aus Annie von Puttkamers erster Ehe stammten Ursula, Gretel, Jakob und Dorothea Witte, Sabine und Maximilian von Puttkamer dagegen aus der gemeinsamen Ehe. Die beiden Söhne Jakob Witte und Maximilian van Puttkamer fielen während des Zweiten Weltkrieges an der Ostfront. Ursula Timm geborene Witte unterstützte 1997 dieses Buchprojekt.

SS Zum Personal des Gutes Hungerstorf gehörte Emma Sast. Sie leistete zunächst als Hausmädchen ihren Dienst, ihr späterer Mann war einer der pferdeknechte. Als beide heirateten, erhielten sie eine an der Chaussee gelegene Büdnerei.

56 Paul [ahnke, gelernter Tischler und von 1914 bis 191 8 Teilnehmer des Ersten Weltkrieges, fand 1919 auf dem Gut Hungerstorf Arbeit als Tischler und Landarbeiter, seine Frau Margarete in der Gutsküche. Die Familie [ahnke wohnte im sogenannten 'Felsenhaus' .

Paul [ahnke war Mitglied der SPD und des Deutschen Landarbeiterverbandes. Als während des Kapp-Putsches 1920 Reichswehrangehörige auf dem Gut Hungerstorf Quartier bezogen, verhafteten diese Paul [ahnke in der Nacht vom 19.zum20.März 1920. Auf dem Wege nach Grevesmühlen wurde er in der sogenannten "Ieufelskuhle' , einer kleinen Kiesgrube etwa 1 km westlich von Hungerstorf, erschossen. Daran erinnert ein kleiner Gedenkstein.

S7 Das Dorf Hungerstorf bestand früher aus zwei rechts an der Chaussee Wismar-Grevesmühlen gelegenen Büdnereien, einem Chausseewärterhaus auf der gegenüberliegenden Seite, dem am Waldrand befindlichen Schulhaus (am linken Bildrand sichtbar) und dem Erbpachtgut, zu dem neben dem kleinen Gutshaus, etwa in der Bildmitte bei den drei Bäumen, eine dem Wohnhaus gegenüberliegende Mittelscheune, mehrere Wirtschaftsgebäude (Viehhaus und Pferdestall; Schweine- und Hühnerstall sowie eine Wagenremise) und ein Tagelöhnerkaten (das 'Felsenhaus') gehörten.

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