Rund um den Iserberg in alten Ansichten

Rund um den Iserberg in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Iserberg, Rund um den
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6522-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rund um den Iserberg in alten Ansichten'

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58 Das Hungerstorfer Schulhaus geht auf das [ahr 1831 zurück. Diese Schule lag abseits der Chaussee und des Hofes Hungerstorf in einer herrlichen Lage unmittelbar am Südrand des Everstorfer Forstes. Kaum eine andere Dorfschule des damaligen Amtes Grevesmühlen besaß eine so reizvolle und historisch interessante Umgebung. Das Schulhaus, teils massiv, teils aus Fachwerk, war ein roter Backsteinbau. An der östlichen Giebelseite befand sich der etwa 43 qm große Klassenraum mit vier Fenstern, der bis zu fünfzig Kinder der Jahrgänge 1 bis 8 Platz bieten mußte. Neben dem Schulhaus stand eine Fachwerkscheune mit Strohdach.

59 Das Hungerstorfer Schulhaus stand mit seinerTraufenseite zum früheren Landweg G revesmühlen - H ungerstorfBarendorf. Im linken Teil befand sich die Lehrerwohnung, auf der östlichen Giebelseite die Schulstube.

Mitte der zwanziger [ahre besuchten 48 Kinder aus den Dörfern Everstorf, Hamberge, Hilgendorf, Hungerstorf und Naschendorf diese einklassige Schule. Sie mußten Schulwege bis zu 2,5 km bei erheblichen Höhenunterschieden zurücklegen. Nach 1945 entstand ein zweiter Klassenraum. Als Schulhaus wurde dieses Gebäude bis 1969 genutzt.

60 An der Hungerstorfer Schule wirkten vor 1906 Lehrer Meyer, der sich auch als Ornithologe einen Namen machte, wie ebenfalls sein 1900 in Hungerstorf geborener Sohn Gerhard. Ihm folgten Lehrer Heyden und zwischen Oktober 191 1 und April 1924 RudolfRoxin. Sein Nachfolger wurde mit dem 1. April 1924 Otto Metelmann, der an dieser Schule bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges unterrichtete und danach seinen Lebensunterhalt mit einer kleinen Landwirtschaft bestritt, ehe er zwischen 1952 und 1956 wieder als Lehrer eingestellt wurde, allerdings in Tarnewitz. Das Foto aus dem [ahre 1926 zeigt Lehrer Metelmann und seine Hungerstorfer Schüler, ganz links stand seine Frau Erna.

61 Unmittelbar vor dem Dorf Hungerstorf (seit 1961 Waldeck) stehen am Waldrand zwei etwa zwei Meter hohe Gedenksteine, die den Namen 'Elisabethsteine' tragen. Der linke Stein enthält die folgende Inschrift:

'Anno 1559 hatt unser gnedige Fürstin Fraw Elisabeth Hertzogk Ulrichs zu Meckelnburgk Gemahll dies Eckern seien lasse.'

1897 besuchte Herzogregent [ohann Albrecht anläßlich einer Jagd im Everstorfer Forst diesen Gedenkstein und traf statt der erwarteten Eichen einen Fichtenbestand an. Er befahl, dort wieder Eichen anzupflanzen. Danach entstand der zweite Gedenkstein mit folgender Inschrift:

'Anno 1897 hat unser gnädigster Fürst und Regent, Herr [ohann Albrecht, Herzog zu Mecklenburg, in ehrendem Gedenken an die wai-

land Herzogin Elisabeth, Herzog Ulrichs Gemahlin, diese Eichen pflanzen lassen.'

62 An Geschehnisse am Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert der Gedenkstein für das Mädchen Irene, von der der Nachname unbekannt ist. Sie wurde Opfer eines Tieffliegerangriffs auf einen Flüchtlingstreck. Ihre letzte Ruhestätte erhielt das Mädchen Irene unmittelbar am Waldrand, gegenüber den Elisabethsteinen.

Einwohner von Hungerstorf bzw. von Waldeck und Dreilinden sowie van Hamberge pflegten und pflegen dieses Grab.

63 Das Foto zeigt Straßenwärter Wilhelm Bühring und seine Frau vor dem Hungerstorfer Chausseewärterhaus, in dem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Familien der Chausseewärter Otto Gienke und ab 192 8 Wilhelm Bühring wohnten.

An der BIOS sind zwischen Wismar und Selmsdorf Chausseewärterhäuser in Gägelow (Kreuzung), Hungerstarf (Waldeck), Mallentin und zwischen Zarnewenz und Sülsdarf erhalten geblieben.

64 Als vor 1 SO [ahren Chausseen entstanden, galt das metrische System noch nicht. Entfernungen wurden in Meilen angegeben. Eine deutsche Meile entsprach einer Entfernung von etwa 7,S Kilometern.

Im Abstand von je einer Meile wurden zwischen Wismar und SeImsdorf an der Südseite der Straße fast zwei Meter hohe Obelisken in Stofferstorf bei Naschendorf, am westlichen Ortsausgang van Grevesmühlen, bei Tramm und bei Zarnewenz aufgestellt, von denen die Steine

'I Meile', 'II Meilen' und

'V Meilen' noch vorhanden sind.

Der abgebildete Obelisk mit der Inschrift 'II Meilen von Wismar' steht im Everstorfer Forst nördlich von Naschendorf.

65 Im Verlag RudolfRose, Hamburg-Rahlstedt, erschien Mitte der dreißiger [ahre diese Ansichtskarte von der Gastwirtschaft 'Sternkrug ' , die damals Hermann Malt gehörte. Vor dem Haus befand sich eine Esso- Tankstelle (links oben). Im rechten Teil sind das Gartenlokal und der vom Lokal aus sichtbare Tressower See abgebildet. Links ordnete der Fotograf den 'Teufelsbackofen' ein, die wohl wichtigste touristische Attraktion für die Besucher des 'Sternkrugs'.

Die Bauernstelle mit der Gastwirtschaft 'Sternkrug ' erwarb 1906 Hermann Malt. 1954 ging der Besitz an seinen Sohn Egon Malt über, 1970 an dessen Tochter Magdalene und deren Ehemann Peter Els-

nero

66 Im Verlag des Grevesmühlener Fotografen Carl EhIers erschien 1914 die abgebildete Karte 'Cruß aus Barendorf bei Grevesmühlen i.M.'. Sie zeigt den damals schönen Teich des Dorfes, den Erbpacht- und SchulzenhofRuge und die Kolonialwarenhandlung van Friedrich Kath.

'retcupurt!o.

Gruß aus Barendorl, bel ûr eves rnühlen I. M. den

67 Das Barendorfer Schulhaus war ein massives Gebäude mit einem Zementziegeldach. Fünf Zimmer, je 16 qm, boten dem Lehrer und seiner Familie Wohnraum.

Die Ansichtskarte aus dem [ahre 1913 zeigt die Gartenansicht des Schulhauses, Lehrer [ohann Wilken und seine Frau sowie deren Kinder Friedrich und Frieda. Der linke Gebäudeteil diente als Klassenraum.

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