Rund um den Iserberg in alten Ansichten

Rund um den Iserberg in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Iserberg, Rund um den
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6522-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Rund um den Iserberg in alten Ansichten'

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68 Zwischen Oktober 1901 und 1945 wirkte [ohann Wilken als Lehrer in Barendorf. Dem Foto nach unterrichtete er in der einklassigen Schule im [ahre 191 1 mehr als dreißig Kinder. In der ersten Reihe saßen offenbar noch nicht schulpflichtige Kinder, so die damals dreijährige Tochter des Lehrers Wilken, Frieda. Seinem Sohn Friedrich legte Lehrer Wilken seine linke Hand auf die Schulter. Erstaunlich das Vorhandensein der beiden Wandkarten, die das Interesse des Lehrers und damit Bildungsinhalte verdeutlichten.

Die einklassige Schule bestand bis 1945 und danach als zweiklassige Schule für die Jahrgänge 1 bis 4 bzw. 5 bis 8. 1969 ging die Schule Barendorf ein.

69 Die Gastwirtschaft von Naschendorfbefand sich am Anfang des 20. Jahrhunderts im Besitz von Carl Henning. Einwohner des Dorfes oder benachbarter Orte, nutzten diese Gastwirtschaft für Feierlichkeiten, zum Beispiel alljährlich für das Erntefest. Später ging die Gastwirtschaft an die Tochter Grete und den SchwiegersohnAugust Schäper über. 1979 kauften KlausDieter und Wiltrud Wolf das Anwesen. Am 14. Februar 1980 eröffneten sie ihre Gaststätte, der sie den Namen 'Wolfshöhle' gaben.

Hennings Gasthaus

Naschender!, den .

bel GrevesmUhlen I. M.

70 Am 28.August 1827 wurde die Büdnerei Nr. 3 in Naschendorf eingerichtet, die mit einer Schmiede verbunden war. Sie befand sich zunächst im Besitz der Familie Seebach, im 20. [ahrhundert nutzten sie Carl Seebach (bis 1903) und Ernst Seebach (bis 1926). Das Foto zeigt Carl Seebach mit seiner Frau, ganz rechts steht deren Sohn Ernst Seebach.

Am 1. [anuar 1926 pachtete Hans Clasen die Büdnerei und die Schmiede, am 1. [anuar 1936 ging sie in seinen Besitz über. Später nutzte der Sohn Hans Clasen den Betrieb.

71 Die als 'Hünengräber' bekannten Großsteingräber im Everstorfer Forst locken seit etwa zweihundert [ahren Besucher aus den benachbarten Städten und Dörfern an. Archäologen untersuchten diese jungsteinzeitlichen Anlagen, Künstler stellten sie in den Mittelpunkt von Gemälden und Zeichnungen. Zu ihnen zählte der Klützer Malermeister Paul Müller, der sich neben seinem Beruf der heimatkundlichen Forschung widmete und historisches Material sammelte. Zu seinem Nachlaß gehörte auch die abgebildete Zeichnung vom 'Teufelsbackofen' im Everstorfer Forst.

72 Der Grevesmühlener Malermeister und Kunsterziehungslehrer OUo Schapert (1900 bis 1964) stellte in seinen Arbeiten vielfach Objekte aus der Stadt Grevesmühlen dar, außerdem bevorzugte er die damals noch nicht rekonstruierten Großsteingräber 'Teufelsbackofen' und 'Riesengrab' im Everstorfer Forst. Seine Zeichnung vom 'Riesengrab' verdeutlicht die Romantik dieser steinzeitlichen Grabanlage.

OUo Schapert malte auch das im Privatbesitz befindliche Gemälde, dessen Reproduktion dieses Buch als Titelbild schmückt.

73 Die noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestehende Urwüchsigkeit der Großsteingräber im Everstorfer Forst stellt diese Postkarte unter Beweis, die das Wismarer Foto-Atelier Robert Pankow (Wismar) herausgab. Wichtig waren die Tatsachen, daß das abgebildete Hünengrab, das 'Riesengrab' , bei der Gastwirtschaft 'Sternkrug' und an der Chaussee Grevesmühlen- Wismar liegt. Beide

Angaben stellten für mögli- ~.

che Besucher dieser Grabanla-

gen wichtige Hinweise dar.

74 Die vom Grevesmühlener Fotografen Gerhard Roloff 1935 herausgegebene Ansichtskarte vom 'Teufelsbackofen' verdeutlicht die Schönheit des 'Teufelsbackofen' in besonderer Weise. Der 'Teufelsbackofen' ist vermutlich die steinzeitliche Grabanlage im Everstorfer Forst, die am meisten fotografiert worden ist.

Die Karte zeigt deutlich, daß der schwere Deckstein lediglich auf drei Tragesteinen ruhte, von denen aus westlicher Richtung nur zwei direkt sichtbar waren. Seit der letzten wissenschaftlichen Untersuchung und Rekonstruktion dieser Anlage im [ahre 1966 hat der 'Teufelsbackofen' ein anderes Aussehen.

75 Das wichtigste Ausflugslokal in unmittelbarer Nähe Grevesmühlens und südwestlich des Iserberges stellte seit 1849 die Büdnerei und Gastwirtschaft 'Zurn letzten Heller' in Neu-Degtow dar, die zeitweise den Namen 'Lindenhof' trug.

Am 21. August 1899 verschickten vier Grevesmühlener 'Ktàhen ' diese Karte 'Lindenhofbei Grevesmühlen' nach Hamburg mit folgendemText:

Troh vergnügt beim Glase Bier sitzen die vier Krähen hier.

In Erinnerung still versunken,

wird ein kühles Glas getrunken.

In Hamburg ist gewiß nicht Ebbe und Bier wohl dort im Überfluß. Drum senden wir von dieser Stätte einen frischen, fröhlichen, herzhaften Gruß.

Emma Kollmorgen, August, Frieda und die kleine Frieda.'

Der Leser möge diesem Gruß folgen und 'Rund um den Iserberg' Erholung und Entspannung finden!

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