Salzhausen in alten Ansichten

Salzhausen in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. med. Jürgen Quehl
Gemeente
:   Salzhausen
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6603-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Salzhausen in alten Ansichten'

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Einleitung

In den Iahren 772 bis 804 eroberte Karl der Große das Sachsenland und übernahm die sächsische Gebietseinteilung. Im Gebiet des heutigen Salzhausen gab es zu dieser Zeit einen heiligen Hain. Dort tagte das Goh-Gericht, wo alljährlich über 185 Bauern aus 29 Dörfern und sechs einstelligen Höfen zusammenkamen. Diese Gerichtsbarkeit bestand bis 1570, sie wurde beendet durch den Verlust bäuerlicher Freiheit und das Erstarken der welfischen Territorialmacht. Sie tagten unter der Gerichtslinde auf dem Lindenberg, neben der Kirche, die dort ursprünglich als schlichte Holzkapelle von fränkischen Missionaren errichtet worden war. Dies wurde der Sitz eines Archidiakonates. Ein weiterer Umstand begünstigte die Wahl dieses Standortes: es war genügend Wasser vorhanden. Unweit des jetzigen Kirchenhügels sind starke Quellen, hier tritt der Grundwasserhorizont zutage.

Karl der Große beauftragte mit derVerwaltung des Archidiakonates einen 'Meier' , einen Statthalter des Kaisers. Sein Name muß 'Solten' (Solting) oder ähnlich gewesen sein. Ortsnamen, die auf''hausen' enden, deuten auf eine Gründung durch Franken hin. Die Mehrzahl der Ortsnamen bildete man mit Personennamen. So bedeutete der alte Name Salzhausens: bei den Häusern, bei dem Hof des Meiers 'Solten' . Aus Soltenhusen wurde im Laufe der Zeit

Salzhausen. So kam das Dorf ohne Salz zu seinem Namen. Salzhausen behielt seine zentrale Bedeutung als Kirchdorf, von dem aus weitere Kirchengemeinden gegründet wurden. In Salzhausen als zentralem Ort waren neben den Bauern auch Handwerker ansässig, es kamen später auch Bader, Hebamme undArzt hinzu. 1897 wurde ein Krankenhaus gegründet. Am 3 0. Mai 1915 zerstörte ein Großbrand in Salzhausen dreiBig Gebäude. Das Feuer entstand Nachmittags gegen 3.30 Uhr auf dem Wohnwesen des Schneidermeisters Maack. Ursache war eine auf das Strohdach geworfene glimmende Zigarette. Angefacht durch starken Wind breitete sich das Feuer schnell aus, es kamen zwölf Feuerwehren zum Einsatz. Gegen 11 Uhr abends gelang es, das Feuer einzudämmen. ElfFamilien wurden durch die Flammen obdachlos.

1910 hatte Salzhausen 887 Einwohner. 1939 waren es 1 015 Einwohner. 1946 war die Zahl sprunghaft auf

1 880 gestiegen, durch Zuzug van Ausgebombten und Heimatvertriebenen. Durch Abwanderung in Industriegebiete war die Einwohnerzahl 1950 wieder auf 1 847 gesunken. Bei der Gemeindereform 1972 wurden Salzhausen, Oelstorf, Putensen und Luhmühlen zur Gemeinde Salzhausen zusammengefaßt. Zur Samtgemeinde Salzhausen gehören noch acht weitere Mitgliedsgemeinden.

1 Die Kirche St.johannis derTäufer.

Eine Aufnahme aus dem Iahr 1915. Die Kirche entstand als Fachwerkkirche im 12. Iahrhundert. Bis Mitte des 15. Iahrhunderts wurde sie mehrmals erneuert und zu einer Steinkirche ausgebaut.

Nachdem 1908 ein neuer Friedhof angelegt wurde, fanden auf dem Kirchhofneben der Kirche keine Beerdigungen mehr statt. Heute ist hier eine Grünanlage.

Der Kirchturm stammt aus demjahr 14-64. Die Stützpfeiler wurden 1858 zur Sicherung des Turmes davorgebaut. Ein weiterer Stützpfeiler an der Südseite stürzte bereits beim Aufmauern wieder zusammen.

2 Fachwerkgiebel an der Ostseite,

EineAufnahme von 1903 mit dem damals noch genutzten alten Friedhof

Die heute erneuerte Balkeninschrift an dem Fachwerkgiebellautet in damaliger Schreibeweise:

'AMTSVOGT CHRISTOFFER MEIERS KIRKSWORENEN HANS MEIERS, HANS BRUNS

1643 IST DISE KIRCHE RENOVIRET UNT ERBAWET DURCH DEN ZIMMERMEISTER HANS WORMERS ZUR ZEIT DES HERRN PASTORIS JOHANNES FECHTE.'

3 Pastorat,

Das Pastorat aus dem 18. Jahrhundert bildete mit der Kirche den optischen Mittelpunkt des zentralen Ortes Salzhausen.

Zu jeder pfarre gehörte ein Vollhof. Im Hintergrund links die Scheune. Irgendwann wurde der landwirtschaftliche Betrieb eingestellt.

Die Scheune wurde Anfang des 20. jahrhunderts als Hóhere Privatschule genutzt unter Leitung von Pastor Sprengel. Ein aufgeschlossener Unterricht: neben Religion und Deutsch auch Französisch, Englisch, Geometrie, Algebra, Geschichte, Erdkunde, Zeichnen, Singen, Handarbeit, Naturbeschreibung.

Betragen, Fleiß.Aufmerksamkeit, Turnen wurden im Zeugnis von 1915 ausgewiesen.

4 Platz vor der Kirche nach dem Ersten Weltkrieg.

Pastorat und Kriegerdenkmal mit Bliek auf die Winsener Straße mit Iosthof Das Denkmal wurde später auf den Kirchhof zurückgenommen.

Bei der Erweiterung des Kirchplatzes in den sechziger [ahren zu Gunsten des Verkehrs trennte sich die Kirche von ihrem repräsentativen Pastorat. Es wurde abgerissen.

Das Federvieh gehört heute schon lange nicht mehr zum Straßenbild des nicht mehr ländlichen Ortes.

5 Der Josthof.

Eine Aufnahme von 1915. Im Mittelalter war der Hof im Besitz des Bischofs von Verden.

Ein Jast Helmcke - 1595 geboren - gab dem Hof seinen Namen. Seit 1699 Dorfkrug. Hier trafen sich 1475 der Herzog Friedrich der Ältere von Braunschweig-Lüneburg und der Bischof Berthold von Verden, der Bürgermeister der Salz- und Hansestadt Lüneburg, Claus Staketa und der Großvogt vom Winsener Schloß, Iohann Haverbier. Seitdem hat es wechselnde Besitzer gegeben, und ist auch privat genutzt. Heute sind hier Romantik Hotel und Restaurant '[osthof" .

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