Samtgemeinde Lamspringe in alten Ansichten

Samtgemeinde Lamspringe in alten Ansichten

Auteur
:   Axel Christoph Kronenberg
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6719-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Samtgemeinde Lamspringe in alten Ansichten'

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59. Lumspringe. Klostergutsarbeiterinnen fuhren zur Erntezeit mit dem vom Lanz-Bulldog-Traktor gezogenen Erntewagen hinaus auf die Felder. Die landwirtschaftliche Arbeit erforderte auch noch in den [ahren nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche ungelernte Helfer, die in der Erntesaison halfen, Getreide, Rüben und Kartoffeln einzubringen. In den Zeiten des Klosters vor 1803 mussten diese Arbeiten als Hand- und Spanndienste von den dem Kloster abhängigen Menschen und Dörfern geleistet werden. Das Foto zeigt den Transport der Frauen vom Gutshof hinaus zur Ernte. Sie sitzen auf dem bereits gummibereiften Wagen, der auch ihre Arbeitsgeräte transportiert, vor dem ehemaligen Abteigebäude, in dem der Pächter Wilhelm Krending mit seiner Familie wohnte. Die nur gering bezahlten Arbeiten halfen den Familien, besonders den Flüchtlingen, sich eine bescheidene Existenz aufzubauen. Aufnahme um 1950.

60. Lamspringe. Nach der Auflösung der Klosters Lamspringe im Iahre 1803 wurden die umfangreichen Ländereien durch Pächter verwaltet, die durch die Klosterkammer Hannover eingesetzt wurden. Im [ahre 1945 übernahm nach dem Tod Karl Breyers, Wilhelm Kreding das ehemalige Klostergut. In den ersten [ahren nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiten hier noch zahlreiche Lamspringer als Landwirtschaftsarbeiter. Das Foto zeigt einen Blick aus dem Fenster des ehemaligen Abtflügels des Klosters auf den Gutshof mit den Arbeitsgeräten und zahlreichen Leiterwagen. Der Wald im Hintergrund ist das 'Schwarzc Holz'. Aufnahme 1951.

61. Lumspringe. Bis in die 19S0er [ahre war es selbstverständlich, dass Frauen jedenAlters, aber auch die Kinder, im Herbst beim Erbsenpf1ücken auf den Feldern halfen. Die Männer waren während dieser Zeit auf den Feldern mit anderen Erntearbeiten oder in anderen Berufen tätig. Da es für die Erbsenernte noch keine Maschinen gab, mussten junge und alte Familienmitglieder helfen, den schmalen Verdienst aus der Landwirtschaft mit der Arbeit ihrer Hände aufzubessern. Das Foto zeigt die Familie des Bauern Friedrich Lühry mit ihren Helferinnen bei der mühsamenArbeit auf dem Feld. Aufnahme um 1936.

62. Lumspringe. Die Eltern, viele Verwandte und Freunde des Brautpaares haben sich zur Hochzeitsfeier von Hanne Peters mit Willi Grotjahn aus Neuhof am 11. Juli 1935 vor dem Elternhaus der Braut versammelt. Sie haben sich nach derTrauung in der nahen evangelischen Kirche vor dem Haus Nr. 99 in der Hauptstraße zum Gruppenfoto bereit gestellt. Das im [ahre 1836 erbaute Fachwerkhaus hatte der Vater der Braut, der Bauer August Peters, von seinem Vater Heinrich geerbt. Das rechts zu sehende Einfahrtstor gehörte zum Nachbarhaus, das Schuhmachermeister Ferdinand Bertram 1893 erworben hatte. Es war 1831 von Friedrich Harborth und seiner Frau Henriette erbaut worden. Das Babyauf demArm des Brautvaters Peters istAnni Lange, deren Eltern ganz links sitzen. Neben dem Hauseingang mit der Treppe steht noch der für die damalige Hauptstraße typische Rotdornbaum. Die Kinder im Vordergrund sind (von rechts): Wilhelm Look, Gisela Grote, Anni Look und Elisabeth Lange. Aufnahme 1935.

63. Lumspringe. Blick auf den Lamspringer Ortsteil Söhrberg mit seinen Häusern und seinem Spielplatz an der Lamme. Der Söhrberg im Hintergrund gab der Siedlung den Namen, der im Mittelalter Söderberg hieß. Aus einem früher hier gelegenen Buntsandsteinbruch wurden die für den Bau der Klosterkirche benötigten Werksteine gewonnen. Die Häuser wurden damals noch überwiegend von katholischen Bürgern bewohnt. Der Weg führt von der Dammstraße in nördlicher Richtung nach Neuhof, das hinter dem Söhrberg liegt. In den [ahren ab 1934 fand am Abhang des Söhrberges der besonders bei der Jugend beliebte, von der nationalsozialistischen Führung geförderte, Segelflugbetrieb statt. Aufnahme um 1930.

64. Lamspringe. Zum Start des ab 1989 jährlich stattfindenden Kulturprogramms 'Lamspringer September' fand am 10. September 1989 neben anderen interessanten und künstlerisch hochwertigen Veranstaltungen eine Autorenlesung durch den Dichter Günter Grass im historischenAbtsaal des Abteigebäudes des ehemaligen Benediktinerklosters statt. In diesem barocken Saal hielten bis 1803 die Äbte ihre repräsentativen Veranstaltungen. Die beiden erhaltenen Ölgemälde über den Kamineinfassungen stellen Kaiser Karl VI. und Papst Benedikt VIII. dar. Das Foto zeigt Günter Grass am Lesepult vor zahlreichen Zuhörern im ausverkauften Abtsaal. In der ersten Reihe sitzen (von rechts) Ursula Quensen, Bürgermeister Lothar Hampe mit seiner Ehefrau Helga und Ernst August Quensen, der Vorsitzende der 'Septembergesellschaft' , und andere Ehrengäste. Aufnahme 1989.

65. Der kleine Ort Ammenhausen, 1183 erstmalig erwähnt, liegt etwa 3 km von Neuhof entfernt. Mitte des 13. Jahrhunderts erwarb das Kloster Lamspringe hier sämtliche Ländereien und unterhielt ein Vorwerk (Aushof) zur Viehzucht. 1692 war dieser bereits wüst. Die Bewohner waren nach Neuhof gezogen, von wo aus sie ihr dem Kloster zehnt- und meierpflichtiges Land bearbeiteten. Die heutige Siedlung - etwas oberhalb des ehemaligen Vorwerks gelegen - wurde um 1830 von drei Bauern neu gegründet, die ihre Höfe in Neuhofaufgegeben hatten. 1929 waren in Ammenhausen sechs 'Kotsassen ' ansässig: Bohnsack, Erbsen, Pages (Schaper), Sandvoß und Tegtmeyer. Die Aufnahme zeigt das beliebte Gast- und 'Pensionshaus' Waidmannsheil an der Straße von Neuhof nach Wohlenhausen, das Ende der 1950er [ahre geschlossen wurde. Aufnahme um 1950.

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66. Das bereits 1 190 erwähnte Dorf Evensen gehörte lange dem Kloster Lamspringe, aber auch verschiedenen Adelsfamilien. Das kleine Dorf, einst an der Heerstraße gelegen, duckt sich abseits der Kreisstraße von Lamspringe nach Bodenburg zwischen ertragreichen Feldern. Der Gasthof Fritz Wehrstedt war viele [ahre der Mittelpunkt des dörflichen Gemeinschaftslebens. Er wurde in den 195 Oer [ahren abgerissen. Die ansprechende Christuskirche stammt aus demjahre 1600; sie wurde vom Propst des damals protestantischen Klosters Lamspringe Jonas Burchtorff (Wappenstein an der Kirche) gestiftet. Die kolorierte Ansichtskarte des Dorfes Evensen wurde 1917 im Ersten Weltkrieg als Feldpostkarte verschickt, der von dem kleinen Dorf das Opfer von acht Bürgern (im Zweiten Weltkrieg 25 Gefallene und Vermisste) forderte. Aufnahme um 1914.

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Glashütte bei Lamspringe

67. Der kleine Ort Glashütte wurde im 18. Jahrhundert von den Mönchen des Klosters Lamspringe inmitten des Klosterforstes gegründet. Doch musste die Glasherstellung schon bald wegen fehlender Exportmöglichkeit eingestellt werden; erst der hessische Glasbläser [ohann Friedrich Stender griff 1791 die Produktion von 'Grûnem Glas' wieder auf, als er die daniederliegende Glashütte übernahm. Die Glasherstellung erreichte in den folgenden [ahrzehnten einen erheblichen Umfang an hochwertigen Gläsern. Der Export führte die Produkte weit über die deutschen Grenzen nach Europa und Übersee. 1914 musste jedoch der Betrieb wegen Verkaufsschwierigkeiten endgültig eingestellt werden. Der Grund und Boden blieb weiterhin im Besitz der Klosterkammer Hannover. Heute ist der idyllisch gelegene Ort mit etwa 80 Einwohnern ein Geheimtipp für Ausflügler und Urlauber. Das Foto zeigt die Gebäude der Stenderschen Glashütte und andere Wohngebäude, während ein Ballon (hineingezeichnet?) den Ort überfliegt. Aufnahmeum1914.

68. Die älteste urkundliche Erwähnung des Dorfes Graste stammt aus dem [ahre 1172. In diesem [ahr erschien 'Waltherus sacerdos de Grasthurst' auf der Synode von Lamspringe, da Graste größtenteils dem dortigen Kloster gehörte. Andere Grundherren waren die Familien von Wrisberg, von Stöckheim und von Steinberg. Im [ahre 1578 besaßen in Graste drei Ackerleute und fünfzehn Kotsassen Höfe. Ein alter Stein aus dem [ahre 1596 an der Kirchhofsmauer erinnert an den 'Oppermann' Jobst Backhaus. Die jetzige Kirche wurde im [ahre 1723 erbaut. Der erste große Umbau erfolgte im Iahre 1864. Das Foto zeigt die Feier am 29. März 1978 zumAufstecken des neu vergoldeten Hahnes auf den Kirchturm nach der umfangreichen Restaurierung des Turmes. Eggo Hafermann, Superintendent des Kirchenkreises Alfeld, spricht vor zahlreichen Graster Bürgern und lässt den Hahn dann feierlich mit einem Kran nach oben ziehen. Aufnahme 1978.

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