Sankt Mauritz in alten Ansichten

Sankt Mauritz in alten Ansichten

Auteur
:   Gottfried Schäfers
Gemeente
:   Sankt Mauritz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5340-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sankt Mauritz in alten Ansichten'

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19. Gegenüber von 'Peter in der Fremde', an der Einmündung der Dodostraße , lag links die Drogerie Reekfort mit der Hausnummer 63. Hier waren 1917 außerdem gemeldet: der Anstreicher Leissing und die Familie Wagner; und es gab die Tabakhandlung Wübken. Die Mode der damaligen Zeit wird von den beiden Damen rechts präsentiert. Die Straßenbahnschienen führen uns hin zu dem beherrschenden Turm der Oberfinanzdirektion im Hintergrund an der Ecke zum Hohenzollernring, eines der öffentlichen Gebäude des Mauritzviertels.

20. Königspaar mil Hofstaat beim Schützenfest 1901 der Schützenbruderschaft des Stiftes St. Mauritz von 1624. Diese Schützenbruderschaft ist im Volksmund auch als Buchweizen-Bruderschaft bekannt, weil sie sich um die Armen in der Gemeinde. heute wie damals. kümmert. Zu jener Zeil wurde den Bedürftigen einen Scheffel Buchweizen gegeben. Heute wird dem Königspaar traditionell Buchweizen-Pfannkuchen serviert und eine Königinnenspende eingesamrnelt, die dann einem sozialen Zweck dient.

jYlünster i. W. -St. ;}1auri/z, Staofenstraße

21. Die Staufenstraße erinnert mit ihren Namen an das Kaisergeschlecht der Hohenstaufen, deshalb hieß sie anfangs auch Kaiserstraße. Ihr früher und hochherrschaftlicher Ausbau hing mit der Nähe zum ersten Bahnhof Münsters in der Eisenbahnstraße zusammen. Hier war eine bevorzugte Wohngegend. Hinter den Häusern lagen große Gärten mit relativ dichtem Baumbestand. Für die Kinder war das besonders im Sommer eine romantische Angelegenheit. Sie kletterten von einer Mauerkrone auf die andere und spazierten auf ihnen lang bis sie schließlich in irgendeinem Garten am Kaiser-Wilhelm-Ring herauskamen, unbeobachtet von den Erwachsenen.

22. Ein besonders schönes Beispiel für die repräsentativen Bürgerhäuser in der Staufenstraße ist das Haus Nummer 30 mit Erker, Balkon und schmiedeeisernem Gitter zur Straßenseite hin, mit kunstvollen Schnörkeln und Verzierungen. Hier lebten der Zahnartzt DL Paul Strumann mit seiner Frau Theresia Strumann, geborcne Gröter, und den Söhnen Werner und Kar! Engelbert. Die Familie hatte das 1904 erbaute Haus 1919 von 'Oma Abels' gekauft. In Parterre wohnte als Mieter DL Walter Krull. Die Zahnarztpraxis von DL Paul Strumann befand sich übrigens im Hause Salzstraße 16/17, in dem Otto Liessem sein 'stadtbekanntes, größtes Spezialgeschäft in Herrenhüten "unterhielt.

23. Der Bliek in die Burchardstraße läßt uns den kunstvoll gepflasterten 'runden Kringel' an der Ecke zur Staufenstraße erkennen. Gegenüber befand sich ein Kolonialwarengeschäft, hinter dessen Ladcntheke Theodor Wilken stand, ein großer Kinderfreund, 'unser guter, lieber, unvergessener Onkel Wilkcn, wie ein Zeitgenosse berichtet. Als Onkel Wilken einmal mitbekarn, wie ein Junge den Feuerrnelder an der Ecke eingeschlagen hatte , sagte er ihm nur: 'Mach, daß du fortkommst!' Der Feuerwehr gegenüber verriet er jedoch nichts.

24. Theodor Frönd. Warendorfer Straße 58. Das war nicht nur gepflegte Gastwirtschaft und beliebter Treffpunkt, sondern auch Ausspann für die Bauern, die vom Land in die Stadt kamen, um hier einzukaufen und um Besorgungen verschiedener Art zu machen. Sie ließen bei Frönd Pferd und Wagen stehen und gingen zu Fuß weiter. Bereits 1598 wird berichtet, daß die Wächter am Mauritztor nach Schließung des Stadttores die Fremden 'an koith Johanns Haus zu S. Mauritzs, oder an die widen oder sunst an anthere negst gelegene herberge und kroege' verwiesen. Wahrscheinlich hat es sich bei 'koith Johann' um den spateren Gasthof Frönd gehandelt.

25. Hinter dem Gasthof Frönd waren ältere landwirtschaftliche Gebäude und der Ausspann zu finden. Hier wurde auch das Altbier gebraut, 'das wegen seiner Qualität in Stadt und Land sehr geschätzt' war. Die Lehrerin Elisabeth Surholt schreibt in ihren Erinnerungen an das alte Sankt Mauritz: 'Am Abend saßen die münstersehen Paohlbürger mit der langen Pfeife bei Frönd hinter diesem köstlichen Tropfen. Mancher ließ sich auch arn Feierabend ein Krüglein Bier ins Haus holen. Diesen Gang übernahmen wir gern für einen alten Herrn. Zur Belohnung gab es dann fünf Pfennig (Friedensgeld) . '

WarmdOtferstrasse

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26. Gegenüber von Frönd, auf der linken Straßenseite, lagen Wohn- und Geschäftshäuser. 1917 waren im Adreßbuch verzeichnet unter der Hausnummer 81: Zingraff, Brüning (Fleischer), Renfert (Wäscherei), Sterneberg (Schreibwaren); unter 83: Klaembt, Althaus, Loh; unter 85: Panning, Hillebrand, Peter; unter 87: Bergmann, Hellmuth, Witteborg; unter 89: Lottchen, Schulze-Fronhoff, Tausch; unter 91: Beckrnann, Köchling, Reinke , Stenzei; unter 93: Brintrup (Kolonialwaren), Beyer, Woltering. Das Gebäude hinter der Straßenbahn mit dem flachen Dach ist der Gertrudenhof.

27. Den Gasthof von Bernard Hölscher, der Gertrudenhof, Warendorfer Straße 97, unmittelbar hinter Kreuzung rnit Hohenzollernring und Kaiser-Wilhelm-Ring, gab es bereits 1875. Hier verkehrte der Mittelstand von Mauritz. Im Ersten Weltkrieg war in dem Haus ein Lazarett untergebracht. Deshalb auch die Rotkreuzfahne, die auf dem Foto zu sehen ist. Später sollte Bernard Hölscher seine Besitzung an die Mauritzkirche verkaufen, die sie 1925 an Heinz Eckelkamp verpachtete und 1937 verkaufte. 1942 wurde hier ein Kino eingerichtet, das Anziehungspunkt für ganz Münster war, weil es besonders den künstlerischen Film förderte.

28. An den Gertrudenhof schloß sich der 'lange Jammer' an, ein Wohnblock, in dem die 'dicke Lena' waltete. Sie verstand es, so Elisabeth Surholt, 'Herrenwäsche: Brettchen, Röllchen und Vatermörder wunderschön zu plätten und somit den Herren der Schöpfung die nötige Würde und Stärke zu verleihen'. 1917 waren in dem Haus 1Ol/J03 gemeldet: Fischer, Max, Dietmar, Hausmann, Wagener, Massing, Otto: in 105: Frey, Hümmler, Schlief, Tendera; in 107: Degosang, Müller, Overbeek. Sievering.

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