Sankt Mauritz in alten Ansichten

Sankt Mauritz in alten Ansichten

Auteur
:   Gottfried Schäfers
Gemeente
:   Sankt Mauritz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5340-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sankt Mauritz in alten Ansichten'

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29. Gegenüber dem Gertrudenhof, auf der Ecke von Warendorfer Straße und Hohenzollernring, wurde der Bau des Landesfinanzamtes, der späteren Oberfinanzdirektion, mit dem beherrschenden Turm errichtet. Er ist einer der großen Behördenbauten, die von der besonderen Bedeutung Münsters als Verwaltungsstadt für den weiten westfälischen Raum künden. Nicht umsonst nannte sich Münster voller Stolz: Provinzialhauptstadt, ein Titel, den die Stadt zu Recht führte in Hinblick auf die Provinzialverwaltung für Westfalen.

Mün ter 1. W. ' Landesfinanzamt

30. Das Haus Warendorfer Straße 109 wurde um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts als Bürgerhaus mit großer Huf- und Wagenschmiede unter einem Dach errichtet. Erbauer waren der Schmiedemeister Joharm Bernard Jansen und seine Frau Wilhelmine. geborene Stratmann. Deren Sohn, der Schmiedemeister Georg Jansen heiratete Anna Bettentrup, und deren Tochter nahm sich den Holsteiner Schmiedemeister Wilhelm Eduard Schultz zum Mann, der aus Niederdiethmarschen stammte, eine kraftvolle , selbstbewußte , freundlich offene Persönlichkeit, hier mitten zwischen seinen Schrniedegesellen .

Gruss aus Münster i. W.

Re$lauralion u. Garlenwirlsdlafl 11. Clemen$ Herbring.

31. An der Ecke Warendorfer Straße/Kirchstraße lag die Restauratien und Gartenwirtschaft von Clcmens Herbring. 'Hier hörte die Welt für uns auf", erinnert sich Elisabeth Surholt. 'von hier fuhr ein Omnibus, Wagen mit zwei Pferden bespannt, die Bauern in die Stadt und zurück.' Das alte , breit auslaufende Gasthaus vor dem Nordtor der Mauritzer Irnrnunität, dessen Dach fast bis zur Ende reichte , war die Geburtsstätte der Mauritzer Schützenbruderschaft. Es wurde leider abgebrochen. Mit ihm verschwand ein Stück verträumte Vergangenheit.

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32. Warendorfer Straße 111. An der Stelle des Gasthauses Herbring wurde ein mehrstöckiges Gebäude errichtet, in dem im Erdgeschoß das Restaurant Esskötter seinen Platz fand, später die Gaststätte Mauritzeck. Dies wurde das Stammlokal des Mauritzer Geselligkeitsvereins Sorgentöter und der Schützenbruderschaft St. Mauritz-Erpho. Ein wuchtiger, klotziger Bau im Stil der damaligen Zeit mit schmückenden Erkern und mit im Außenputz herausgearbeiteten Ornamenten. 1917 waren hier im Adreßbuch verzeichnet: Eskötter, Theissing, Uedemann.

33. An der Ecke zur Stiftstraße stand das Doppelhaus Warendorfer Straße 78 und 78 a. Unter der Nummer 78 verzeichnet das Adreßbuch: Casper, Dülberg, Kesseböhmer, Ossenkamp; unter 78 a:

Gattwinkel, Hermanns, Kawaters (Konditorei) und Gallus. Links im Bild ist einer der nördlichen Immunitätspfeiler zu sehen. Irgendwann stand er den Straßenbauern und Stadtplanern im Wege. Sie ließen ihn verschwinden. Dem Einsatz des Pfarrers August Binkhoff (1906-1932) ist es zu verdanken, daß die Pfeiler am Mauritz-Lindenweg der Nachwelt erhalten blieben.

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34, Die Sankt-Mauritz-Kirche ist mit über 900 Jahren der älteste erhaltene Sakralbau der Stadt Münster; nach Domkirche und Licbfrauen-Übcrwasser ist sie das drittälteste Gotteshaus dieser Stadt, Der Stahlstich aus einer Zeit, als es die Fotografie noch nicht gab, verrückt die allgemein bekannte Perspektive. Es ist nur zu ahnen, wie sehr die Dreicrgruppe der romanischen Türme das Bild der Kirche bestirnrnt. Dagegen dominiert hier der weitausladende Chor der Spätgotik, 1476 fertiggestellt, er wird zum dreischiffigen Langhaus hin durch die beiden schlanken Osttürme mit ihrer schlichten Pyramidenspitze abgegrcnzt. Dahinter der wuchtige Westturm mit der 1709 gezimmerten Barockhaube.

35. Für viele Mauritzer ist ihre Pfarrkirche und der umliegende engere Bezirk wie eine Insel der Ruhe und des Friedens im Vergleich zur Hektik der nahegelegenen Stadt, wobei die Stimmung jahreszeitlich wechselt und durchaus unterschiedlich ist. Da ist der Frühling mit den blühenden Obstbäumen, wie im Bild, die Sommerzeit mit schattenspendenden Linden, der farbenprächtige Herbst und der Winter mit Weihnachtsfest und Sylvester und klaren Vollrnondnächten als Höhepunkte. Hier auf der Ansicht von Süden sind noch die Dächer der alten Kaplanei und des Hauses von 'Bänd' Brüggemann zu sehen, der hier einen schwunghaften Handel trieb, den Bauern Lebensmittel und den Kindern herrliche Süßigkeiten verkaufte.

36. Neben der wuchtigen Dreiergruppe der romanischen Türme ist es vor allem auch der Innenraum, der das Bild der Mauritzkirche bestimmt. Er ist allerdings verschiedenen Wandlungen und Änderungen unterworfen gewesen, nicht zuletzt durch die Liturgiereform. Hier irn Bild ist der alte Chorraum mit dem Hochaltar zu sehen, sehr schön auch der Figurenschmuck des münstersehen Bildhauers Heinrich Fleige.

37. Das in Stein gehauene Bildnis des Gründerbischofs von Sankt Mauritz, Friedrich von Meißen aus dem Hause Wettin, der seit 1064 die Diözese Münster leitete und 1084 in der Mauritzkirche zur letzten Ruhe gebettet wurde. Sein Grab, das erst 1970 bei archäologischen Grabungen im Zuge der Totalrenovierung der Kirche wiederentdeckt wurde, befindet sich im Mittelschiff vor dem Chor. Die alte Grabplatte ist jetzt in der ErphokapeIIe zusehen.

38. Sankt Mauritz besitzt als einzige Pfarrkirche Münsters eine eigene Schatzkammer. Ein besonderes Schmuckstück darin ist das Erphokreuz aus der Zeit um 1090. Es ist im Kern aus Holz gearbeitet und mit getriebenen Gold- und Silberplättchen belegt. Auf der Vorderseite zeigt es den über einem Kelch stehenden Christus, umgeben von Halbedelsteinen, Perlen und Filigran. Die Überlieferung, die das Kreuz auf Bischof Erpho zurückführt, der von 1085 bis 1097 in Münster residicrte, ist nach Max Geisberg 'kunstgeschichtlich als glaubwürdig zu bezeichnen'.

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