Sankt Mauritz in alten Ansichten

Sankt Mauritz in alten Ansichten

Auteur
:   Gottfried Schäfers
Gemeente
:   Sankt Mauritz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5340-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sankt Mauritz in alten Ansichten'

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49. Die Volksfrömmigkeit auf Sankt Mauritz zeigte sich bei verschiedener Gelegenheit. Hier schmükken blühende Hortensien und weiß-rote Fahnen den Fronleichnamsaltar des Jahres 1932 vor dem Haus der Familie Paschke, damals Prozessionsweg 14. Die beiden als Engel geschmückten Mädchen mit den Blumenkörbchen in der Hand und den Blumenkränzchen im Haar sind Adela und Marlies Paschke.

50. Der erste Lastwagen auf Sankt Mauritz gehörte August Käuper. Hier wird der Lastwagen von Johannes Paschke gefahren, der am Steuer sitzt. Neben ihm Heinrich Käuper. Das Bild wurde 1920 gemacht, es signalisiert den Beginn eines neuen Zeitalters, in dem Teehuik und Motorisierung auch vor der Landwirtschaft nicht Halt macht. Interessant die teilweise hochgeklappte Windschutzscheibe, die Vollgummireifen an den Rädern und der Werkzeugkasten auf dem Trittbrett.

51. Sonntagsausflug mit dem Opel P4 in die Bockhalter Berge. Das Foto wurde exakt am 17. Januar 1937 um halbvier Uhr nachmittags gemacht. Es zeigt Adela Paschke, die auf dem Trittbrett sitzt, Maria Schoo mit ihrem Sohn Gerd auf der Kühlerhaubc, den stolzen Autobesitzer Gerhard Schoo und Marlies Paschke, die aus der Fahrertür mit der heruntergekurbelten Seitenscheibe guckt und verschmitzt lächelt.

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52. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts vermachte M.A. Zumfelde in der Pfarrei St. Mauritz ein Kapital von 8 000 Talern zur Errichtung eines 'Instituts zur Rettung gefallener Personen und zur Erziehung verwahrloster Kinder'. Es sollte von Ordensschwestern geleitet werden. Dem rührigen Pfarrer Bernhard Aumüller gelang es, fünf Schwestern der Kongregation zum Guten Hirten aus Angers in Frankreich anzuwerben. Das Kloster 'Zum Guten Hirten' wuchs: wurden im Gründungsjahr, 1850, zehn Zöglinge aufgenommen, so gab es hier um die Jahrhundertwende schon 160 Schwestern und 366 Zöglinge. Am 19. August 1908 wurde der bemerkenswerte Neubau von Kloster und Kirche eingeweiht. Regierungsbaumeister Moritz aus Köln hat ihn geschaffen.

53. In dem Winkel zwischen Prozessionsweg, Zum Guten Hirten und dem Laerer Landweg lag die Gärtnerei Heinrich Tertilte. Die Leute auf Sankt Mauritz gingen regelmäßig über das Grundstück und an dem alten Kötterhaus vorbei, um ihren Weg abzukürzen. Von daher bekamen sie mit, daß Opa Tertilte noch sein Brot selbst backte. Sie erinnern sich auch daran, daß sich der Weg über den Hof bei Regenwetter in einen Schlammpfad verwandelte und daß am Sonntagnachmittag das Lattentor zugemacht wurde, um die Spaziergänger aus der Stadt fernzuhalten.

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54. Das St.-Franziskus-Hospital der Krankenschwestern des hl. Franziskus, dessen feierliche Einweihung durch Bischof Johann Georg am 3. Oktober 1857 geschah, erlangte für Sankt Mauritz, für die Stadt Münster und für ihre Umgebung von Jahr zu Jahr steigende Bedeutung. Erster 'dirigierender Arzt' wurde Dr. Sarrazin, ab 1. Januar 1892 wurde Dr. Kortmann als zweiter Hauptarzt, vornehmlich als Wundarzt, bestellt. Schon 1898/1899 wurden 2072 Kranke betreut. 1919 waren 190 Krankenbetten vorhanden, die aber bei den steigenden Einwohnerzahlen bald nicht mehr ausreichten. 1925 bis 1927 wurde deshalb eine umfangreiche Erweiterung des Krankenhaustrakts am Hohenzollernring durchgeführt; die Bettenzahl stieg auf 470.

55. Im Jahre 1853 siedelte die ursprünglich 'auf der Hüllc' in Telgte gegründete Genossenschaft der Krankenschwestern des hl. Franziskus mit 24 Schwestern und 16 Novizinnen nach Sankt Mauritz über. Man hatte dem Wirt Focke für 8 000 Taler ein im Südosten der früheren Stiftsimmunität gelegenes Grundstück mit Gebäuden abgekauft. Schon bald erwiesen sich die Raumverhältnisse als unzulänglich. Das Refektorium befand sich in einer ehemaligen Scheunc, der Schlafsaal der Schwestern auf dem Boden eines Nachbarhauses. Deshalb wurde unverzüglich ein neues Mutterhaus rnit Klosterkirche errichtet, das hinter dem Hospital lag. Es ist nach dem Wiederaufbau Generalmutterhaus für die internationale Ordensgemeinschaft mit Niederlassungen außer in Deutschland in Polen, in den USA, in den Niederlanden. in Japan, in China/Taiwan und in Indien.

56. Daß die Mauritzer in ihrer geschichtlichen Stellung zur Stadt Münster ein besonderes Völkchen mit eigenem Sinn und eigenem Wollen geblieben sind, wird in der Chronik zum hundertjährigen Jubiläum der Schützenbruderschaft St. Mauritz-Erpho betont. Die feste Gemeinschaft sei aus der Abgeschlossenheit von der Stadt entstanden; während die da drinnen noch Ausschau hielten nach dem Feind, wären die Menschen auf Mauritz ihm schon wehrlos überlassen gewesen. Beim Schützenfest 1914 wurde der Fleischermeister Bernhard Lasthaus zum König, seine Frau zur Königin gekürt. Geschossen wurde damals auf Scheiben. Beim Schützenumzug an der Ecke zur Dechaneistraße in der ersten Reihe die Schützenbrüder: Wagner, Kroos und Wesse!.

57. Joseph Rosendahl, hier im Bild, gründete mit J. Gerkc, B. Hankmann und einigen anderen Mauritzern die Schützenbruderschaft St. Mauritz-Erpho am 28. August 1876. An diesem Tag fand die große Prozession nach Telgte statt , an dcr man sich wie immer beteiligt hatte. Verstaubt und durstig zurückgekommen, kehrten die Mauritzer im Saal der Gaststätte Clemens Herbring an der Ecke zur Kirchstraße ein. 'Das war ebenfalls alter Brauch und gutes Recht nach Gebet und Sang und langem Marsch. Diesmal aber sprang lebendig der Gedanke an die Gründung einer Schützengemeinschaft dazwischen', berichtet der Chronist.

58. In besonders glänzender Form feierten die Mauritzer Schützenbrüder 1936 ihr 60jähriges Jubelfest. Eine ausführliche Vereinschronik wurde hierzu vom damaligen ersten Schriftführer Theo Kimmina angefertigt. Der Schützenbruder Josef Sterneberg schenkte ein besonderes Chronik-Buch. Zu dem in traditioneller Form gefeierten Schützenfest, Sommerfest und Winterfest war das Dicke-BohnenEssen mit Speek beim Jubelkönig Hülsbömer hinzugekommen. Auf dem Foto in der ersten Reihe sitzend (von links): Dietrich, Schützenkönig 1934, H. Junker, Präsidcnt, Josef Gerke scn., unbekannter Schützenbruder, Valentin Böcker mit Ehefrau, Schützenkönig 1936, Fertmann, Kracht, Bernhard Homarm mit Ehefrau, Schützenkönig 1935, Clemens Steinkuhl, Schützenkönig 1933, Friedrich Schumacher, Schützenkönig 1921, Rudolf Eskötter, Schützcnkönig 1931, Wirt des Gertrudenhofs.

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