Sankt Mauritz in alten Ansichten

Sankt Mauritz in alten Ansichten

Auteur
:   Gottfried Schäfers
Gemeente
:   Sankt Mauritz
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5340-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sankt Mauritz in alten Ansichten'

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69. Um die Jahrhundertwende bot die Gärtnerei Kracht noch ein anderes Bild. Hier stellt sich die Familie dem Fotografen. Genauso wichtig wie die Personen war damals aber auch wohl das stattliche Haus. Man konnte rückschließen auf den relativen Wohlstand der Bewohner. Gärtner galten damals nicht unbedingt als reich, aber ihr Besitz konnte sich im allgemeinen sehen lassen. Sie machten sich zwar beim Arbeiten die Hände schmutzig, aber auf anständige Weise.

70. An der Ecke von Schiffahrter Damm und Bohlweg, später in diesem Bereich in Ostmarkstraße urnbenannt, lag die Schuhmacherei Wil helm Spenner. Was Elisabeth Surholt in Hinblick auf einen anderen Vertreter dieser Berufssparte schrieb, mag auch hier zutreffen: 'Schuhrnacher sind Philosophen, und diese sind Freunde der Kinder. In der Schusterstube weilten wir gem, besonders am Abend, denn unser Freund arbeitete bei einer Petroleumlampe, deren Lichtstrahlen durch eine große runde Glaskugel fielen.' - Im Hintergrund liegt die Warendorfer Straße. Der helmartige Aufbau des Hauses gehörte zur Kohlenhandlung Gourcy.

71. Um die Jahrhundertwende herum war die Gerhardstraße zwischen Warendorfer Straße und Bohlweg allgemein als blaues Viertel bekannt. Diesen Namen verdankte es den kleinen, bescheidenen Häusern mit niedrigem Dach, die sämtlich mit blauen Pfannen gedeckt waren, vielleicht aber auch den Bewohnern, die sich gern einen getrunken haben sollen, etwa in der Schenkwirtschaft H. Korte, die es ab 1879 gab, anfangs in Verbindung mit einem Kolonialwarengeschäft. Hausfrauen kauften hier morgens heißes Kaffeewasser für zwei Pfennige, damit sie ihren eigenen Herd noch nicht anzünden mußten.

72. Einer der allerersten Kegelklubs hieß 'Ulk'. Hier posiert er gemeinsam mit dem Wirt Heinrich Korte, rechts mit dem Tablett in der Hand, anläßlich des Kegelfestes auf Ewaldi, das jedes Jahr am 3. Oktober gefeiert wurde, denn Ewald gilt als Patron der Kegler. Dabei wurde um drei Tabakpfeifen, eine lange Pfeife, eine mittlere und um eine kurze Mutz als Kegelpreise gekämpft. Es gab gutes Essen, abends Suppe, gebratene Gans und Pudding, und viel Schnaps und Bier, so daß die ganze Kegelkasse dabei draufging.

73. Nicht überall hat sich die Welt verändert. Zumindest äußerlich ist die Schankwirtschaft Heinrich Brandebusemeier, Warendorfer Straße 177, noch heute so wie hier auf dem Foto. Lediglich an dem alten Lastwagen der Stadt Münster (wahrscheinlich handelt es sich um ein Müllfahrzeug) rechts im Bild, ist zu erkennen, daß es sich um eine historische Aufnahme handelt.

74. Schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gibt es die Gastwirtschaft Anton Schwarte an der Eisenbahnhaltestelle Sankt Mauritz, an der späteren Einmündung der Mondstraße in die Warendorfer Straße. Hier fanden an Sonntagnachmittagen regelmäßig Militärkonzerte statt. Es gab einen besonderen Bereich für Kinderbelustigung mit Rundlauf, Schaukeln, Wippen und Klimmstange. Reizvoll war auch der Kaffeegarten. Und die kleine Bahn mit der Dampflok kann Geschichten erzählen, die für sich selbst sprechen.

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75. Der Gastwirt Schwarte wurde von dem Gastwirt Schild und dieser von dem Gastwirt Deitert abgelöst. Deitert auf Sankt Mauritz ist vielen auch heute noch ein schillernder Begriff. Hier haben sie ihre ersten Tanzbälle gehabt, sich bis über beide Ohren verliebt und ihre spätere Braut kennengelernt. Der große Saal mit dem glänzenden Parkett war so recht geeignet, um den Walzer rechts- und linksherum zu tanzen. Da kam Stimmung auf.

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76. Die von Hecken und Zäunen umgebenen Gärten vor der Stadtrnauer, speziell auf Mauritzer Gebiet, bildeten mit ihren Bäumen und Sträuchern eine grüne Zone der Erholung für die Bürger Münsters. Sie zogen im Sommer mit Sack und Pack hinaus, um frische Luft und Ruhe zu genießen. Die kleinen Gartenhäuschen, wie hier an der Stiftsstraße neben der Gärtnerei Freytag (1736 von Johann Conrad Schlaun errichtet, 1916 erst beseitigt) mit der im Hintergrund hervorschimmernden Mauritzkirche, wurden vielfach prunkvoll ausgestattet.

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