Sassnitz auf Rügen gestern und heute

Sassnitz auf Rügen gestern und heute

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6720-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sassnitz auf Rügen gestern und heute'

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9. Das FàhrschlffSassnitz' der Fährlinie Sassnitz- Trelleborg ist bei leicht stürmischer See auf dem Weg vom neuen Fährhafen Sassnitz nach Trelleborg. Nur wenig hat sich der Kurs der Fährschiffe vor Sassnitz geändert, seit sie ab [anuar 1998 den neuen Fährhafen Sassnitz anlaufen. Der 'Reichshof' erstrahlt im neuen Glanz. 100 [ahre ist das Gebäude inzwischen alt geworden. In dieser Zeit änderte sich nicht nur mehrfach der Name, es änderten sich auch Details im äußeren Erscheinungsbild. Der Giebel an der Südwestfront mit seinem schwer wirkenden türmchenartigenAufbau hat auch die letzte Renovierung überstanden. Dank Kabelfernsehen sind die Fernsehantennen verschwunden.



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10. Mit dem 1911 im Jugendstil errichteten Gemeindehaus mit Warmbad dokumentieren die Einwohner der 1906 zur Gemeinde Sassnitz vereinigten Orte Sassnitz und Crampas ihre Bedeutung als Erholungsort. Die Entwicklung des 'Badereiseverkehrs' in der zweiten Hälfte des 19. [ahrhunderts ließ die Größe der Orte Crampas und Sassnitz stark anwachsen. Den größten Entwicklungsschub brachte jedoch der Hafenbau und die Eröffnung der Postdampferlinie Sassnitz- Trelleborg. Jetzt reichten die zuvor in beiden Orten betriebenen Saisonpostämter und Poststellen nicht mehr aus. Zur internationalen Postbeförderung gehörte auch ein repräsentatives Posthaus, das 1897 eröffnet wurde. Das 'Hotel zur Post' und 'Haus Brandenburg' , heute 'Parkhotel' , ergänzen das Bauensemble am Ende der Sassnitzer Hauptstraße in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.

1 1. Aus der Not der Nachkriegszeit wurden nach 1945 freie Flächen an der Hauptstraße zeitweise als Kleingärten genutzt. Danach konnte die Parklandschaft neu gestaltet werden. Aus dem 'Haus Brandenburg' wurde nach 1996 das 'Parkhotel' . Das 'Hotel zur Post' hatte zur DDR-Zeit einen guten Ruf als 'HO-Broilergaststätte', wo man sich richtig mal satt essen konnte. Trotzdem verfiel das Gebäude immer mehr. Auch im Obergeschoss ausgebreitete Folien konnten die Gaststätte nicht mehr vor Regenwasser schützen. Am Ende blieben nur noch der Abriss und der Neubau des Gebäudes, aber diesmal als reines Wohnhaus nach altem Vorbild. Die Sassnitzer Post fiel den Rationalisierungsmaßnahmen der Post-AG zum Opfer und steht zur Zeit fast leer. Optimistisch stimmt der Blick auf das Rathaus. Hinter der 'Verhüllung' wird an der Sanierung des denkmalsgeschützten Hauses gearbeitet. Das Ziertürmchen auf dem Dachfirst wird jedoch zunächst nicht wieder aufgebaut.

12. Die Bahnhofstraße um 1925. Bei der Errichtung von Eisenbahnanlagen war die Beschaffenheit des Geländes aus Kostengründen oft wichtiger als eine gute geographische Lage zu den Orten. So lag der 1891 eröffnete Bahnhof für Crampas und Sassnitz in einem von Feldern umgebenen Gebiet bei Crampas. Der Ort musste also zur Eisenbahn kommen. Die Bahnhofstraße wurde für Hoteliers, Spediteure und Kaufleute eine wichtige Adresse. Das 'Bahnhofshotel' (links) und das 'Hotel zu den Fährschiffen' mit Dependance (rechts) liegen an der Kreuzung zwischen der Bahnhofstraße und der Hauptstraße. An der Straße gab es außerdem ein Geschäftshaus der Firma Bolwahn und eine Molkerei der Familie Radvan. Über die links abzweigende Merkelstraße führte bis in die zwanziger [ahre die einzige Verbindung nach Lancken und weiter zur Fernverkehrsstraße nach Bergen.

13. Die Bahnhofstraße im Iahre 2002. Der Bombenagriff aufSassnitz am 6. März 1945 hinterließ in der Bahnhofstraße eine Spur des Schreckens. Beide Hotels lagen in Schutt und Asche. Im Keller des Bahnhofshotels fanden zehn Offiziere den Tod. An Stelle des 'Hotels zu den Fährschiffen' steht heute ein Wohnhaus. Der wenig zerstörte Teil eines Geschäftshauses konnte repariert werden. Dort gab es viele [ahre eine Intershop- Verkaufsstelle. An der selben Straßenseite steht heute eine neue Sassnitzer Polizeiwache. Das Gelände des früheren Bahnhofshotels blieb bis heute fast unbebaut. Nur eine Lotto- Totoannahmestelle und ein Sportbüro fristeten dort viele [ahre ihr Dasein. An der oberen rechten Bahnhofsstraße steht ein Wohnblock nach DDR-Stil der sechziger [ahre.

14. Der Parkplatz am 'Seernannsheirn'. 1961. Vom Parkplatz am Seemannsheim hat man 1961 einen freien Blick auf den Crampasser Berg mit dem Kreidetagebau, der kurz zuvor geschlossen wurde. Die Kreide kam jetzt aus dem nahe Sassnitz gelegenen Tagebau Wittenfelde zum neuen Kreidewerk Klementelvitz. Viele Generation von Urlaubern ließen sich an dieser Stelle fälschlich zum Ausruf inspirieren: Gucke do, der 'Königsstuhl' .

Diesen Parkplatz gibt es seit dem Bau des Seemannsheims und der Verlegung der Seestraße, die ursprünglich direkt an der Kreuzung Bahnhofstraße, Hauptstraße, Stralsunder Straße begann.

Für Autofreunde dürfte die Autoparade von DDR-typischen Fahrzeugen interessant sein.

1 S. Parkplatz am früheren 'Seernannsheirn'. 2002. Der Eingang zum Einkaufszentrum 'Rügengalerie' wird betont durch zwei Gebäude, die an riesige Schiffskommandobrücken erinnern. Einen Blick auf den 'Crampasser Berg' kann man von hier nur noch ausschnittsweise genießen. Das Ensemble aus 'Rügengalerie' , Parkplatz, 'Kurhotcl' (früher 'Seemannsheim") und 'Rügenhotel' haben Sassnitz zu einem bisher fehlenden Stadtzentrum verholfen. Einwohner und Gäste haben das 'Neue' inzwischen angenommen, allerdings zum Nachteil der Geschäftsinhaber in anderen Straßen der Ostseestadt.

16. Sassnitz, Karl-Marx-Straße, 1961. Im Vergleich mit älteren Aufnahmen hat sich in diesem Bereich der Straße nicht viel verändert, sieht man von den wechselnden Straßennamen ab. Die Besitzer von 'Villa Hanni' (rechts) waren zwar von der' Aktion Rose' betroffen, bekamen aber das Haus zurück, das zunächst als eins der wenigen Pensionen in Sassnitz genutzt und später Kindergarten wurde. Im Haus mit dem Fachwerkbalkon hatte vor dem Krieg Friseur Lucht sein Geschäft. Dann gab es hier nach 1945 lange Zeit einen Konsum und dann ein Blumengeschäft. Das 'HO-Kaufhaus' war als 'Kaufhaus Hellwig' gebaut worden. Im Krieg nähte man dort Fallschirme. 1945 mussten alle Sassnitzer hier ihre Radios und Telefone an die Besatzungsmacht abliefern. Um 1949/50 diente es kurzzeitig als Materiallager des entstehenden Fischkombinats. An der linken Straßenseite gab es zu dieser Zeit neben der Räucherei Radvan einen Taxistand, eingerichtet in einer stillgelegten Tankstelle.

17. Sassnitz, Hauptstraße, 2002. Zehn [ahre der Veränderung liegen hinter der Hauptstraße. 'Es bleibt nichts, wie es ist', hatte ein Sassnitzer 1990 gesagt. Ein Beispiel dafür ist die Sassnitzer Hauptstraße mit neuer Straßengestaltung, neuen, umgebauten und umfunktionierten Häusern. 'Villa Hanni', kurz vor dem Abriss noch Asylantenheim, wurde eineApotheke.Auch das Haus an der Ecke Mittelstraße veränderte sein Aussehen durch Aufstockung im Dachgeschoss und einen Anbau auf der Rückseite. Das frühere HO-Kaufhaus, durch einen Baum verdeckt, musste eine Verschönerungskur über sich ergehen lassen und beherbergt jetzt das Geschäft einer großen Warenhauskette.

18. Die Karl-Marx-Straße-Kreuzung Hermann Bebert-Straße, 1961. 'Pirschels-Hotel' und der Pavillon von Johannes Gloris, 'Radio & Foto' (rechts) und das 'Deutsche Haus' (Bildmitte) sahen äußerlich so auch vor 1945 aus. 'Pirschels Hotel' (im Vordergrund rechts) ist zum Wohnhaus geworden mit dem der 'Friseur-Kröger' und zwei weiteren oft wechselnden Geschäften in der unteren Etage. Das 'Deutsche Haus' (Bildmitte) heißt inzwischen 'EmporSportlerheim'. nach der Sassnitzer Sportgemeinschaft 'Empor Sassnitz' -der Betriebssportgemeinschaft des Sassnitzer Fischfangbetriebs. Die Straßenlampen sind deutliche Sachzeugen aus der DDR-Zeit. Wer genau hinsieht kann den Sowjetsoldaten mit einem Handköfferchen erkennen, der von der Garnison in der Hafenstraße unterwegs zum Marinehafen an der Westmale ist.

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